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Beelitz Laga Beelitz: Aus dem alten Klärbecken wird ein Feuchtbiotop
Lokales Potsdam-Mittelmark Beelitz

Laga in Beelitz: Saniertes Klärbecken wird zum Biotop

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15:45 19.08.2021
Auf dem Laga-Gelände in Beelitz wird ein ehemaliges Klärbecken in ein Feuchtbiotop verwandelt, über dem später auch eine Fontäne sprudeln soll.
Auf dem Laga-Gelände in Beelitz wird ein ehemaliges Klärbecken in ein Feuchtbiotop verwandelt, über dem später auch eine Fontäne sprudeln soll. Quelle: LAGA Beelitz
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Beelitz

Auf dem Gelände der Landesgartenschau (Laga) in Beelitz sind zwei weitere Attraktionen auf der Zielgeraden: Wie Laga-Sprecher Enrico Bellin mitteilte, ist einerseits die Sanierung des Beckens im alten Klärwerk jetzt abgeschlossen. Das in den 90er Jahren sillgelegte Werk mit seinem Turm soll zum Start der Laga im April 2022 ein Höhepunkt für die Besucher werden. In dem verwaisten Betonbau wird in ein Feuchtbiotop mit integrierter beleuchteter Fontäne entstehen. Der Erdwall, auf dem Besucher künftig den Rundgang durch das Biotop erreichen, ist ebenfalls bereits fertig aufgeschüttet. Der künftige „Wasserturm“ befindet sich direkt neben dem späteren Festspielgelände.

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Vier verschiedene Seerosenarten

In den kommenden Wochen wird ein neuer Stahlgang auf dem Becken installiert. Er ersetzt das Gitter aus DDR-Zeiten, das noch während der Bauarbeiten genutzt wurde. In den vergangenen Monaten wurde das Becken von Schlamm und Schmutz befreit und neue Technik installiert, zwei Filterpumpen sorgen künftig für stets sauberes Wasser. Dazu trägt auch die geplante Bepflanzung bei: „Auf dem äußeren Beckenring legen wir Pflanzinseln an, die am Rand befestigt sind und auf dem Wasser schwimmen“, sagt Landschaftsarchitektin Annette Kastka vom Landschaftsarchitektenbüro RMP Stephan Lenzen. Sie ist Bauleiterin für das Festspielareal. Auf den Inseln gedeihen unter anderem Sumpfschwertlilien, Blutweiderich und Wasserminze. Im inneren Ring schwimmen dann vier verschiedene Seerosenarten. Letztlich wird auch die beleuchtete Fontäne für einen Hingucker sorgen.

Annette Kastka, Landschaftsarchitektin und Bauleiterin für das Festspielareal auf dem Laga-Gelände in Beelitz Quelle: LAGA Beelitz

Für die Umgestaltung des früheren Klärbeckens und die neue Bepflanzung am Rand werden zusammen rund 175.000 Euro investiert. Die Umnutzung des massiven Betonbaus aus DDR-Zeiten spart dabei enorme Mengen an Treibhausgasen ein, die eine Entsorgung verursacht hätte, so Enrico Bellin.

Zwei weitere Wege über die Nieplitz

Investiert wurde außerdem in zwei neue Holzbrücken über die Nieplitz, die ebenfalls fertiggestellt sind. Eine verbindet das Areal rund um das Cocktailschiff mit dem Feuchtbiotop auf dem Gelände des ehemaligen Klärwerks und dem Festspielareal. Die zweite Fußgängerbrücke verbindet den großen Spielplatz mit der Freilichtbühne und dem südlichen Stadtbereich. Zwischen ihnen liegt die bereits bestehende gepflasterte Überführung.

Zwei neue Holzbrücken über der Nieplitz befinden sich jetzt auf dem Laga-Gelände in Beelitz. Quelle: LAGA Beelitz gGmbH

In den Bau der Brücken sind rund 210.000 Euro geflossen. Noch sind sie allerdings nicht an das Wegenetz angeschlossen. Denn es fehlt die letzte Schicht, die aus farbigem Asphalt bestehen wird, wie man ihn in der Region etwa von der Promenade der Potsdamer Hegelallee kennt. „Um Farbunterschiede in der Deckschicht zu vermeiden, muss der helle Asphalt auf allen Wegen zügig hintereinander weg aufgebracht werden“, erklärt Laga-Bauleiter Matthias Weigt. Das geschieht erst, wenn die Hauptarbeiten auf dem Gelände abgeschlossen sind und keine schweren Fahrzeuge mehr unterwegs sind, deren Reifen eventuell für Verfärbungen auf der frischen Wegeschicht sorgen würden.

Von MAZonline/fro