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Beelitz Beelitz: Das künftige Festspielareal der Laga nimmt Gestalt an
Lokales Potsdam-Mittelmark Beelitz

Tribüne wird geformt: Wie das Festspielareal der Laga in Beelitz Gestalt annimmt

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08:36 18.10.2021
Die Zuschauertribüne auf der künftigen Hauptbühne der Laga in Beelitz wird gebaut.
Die Zuschauertribüne auf der künftigen Hauptbühne der Laga in Beelitz wird gebaut. Quelle: Laga Beelitz gGmbH
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Beelitz

Der Hang ist aufgeschüttet, die spätere Form der Tribüne ist bereit erkennbar und jetzt werden die ersten Sitzelemente eingebaut: Die künftige Hauptbühne auf dem Festspielareal der Landesgartenschau Beelitz nimmt immer mehr Gestalt an. Wo zur Laga 2022 ab April Stars wie Beatrice Egli oder Vicky Leandros auftreten und jeden Sonntag der Sommergarten veranstaltet wird, werden jetzt die Stufen in den Hang der Zuschauertribüne gesetzt. Darüber informierte Laga-Sprecher Enrico Bellin.

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Zum Stehen und Sitzen gedacht

Ein einzelnes Element wiegt dabei rund vier Tonnen, sagt Bernd Güldner, der für den Aufbau und die Instandhaltung auf dem Gartenschaugelände zuständig ist. „Insgesamt wird es sieben Reihen mit den Betonelementen im Hang geben. Der Bau der ersten ist dabei besonders schwierig: Mit GPS-Geräten müssen die Bauarbeiter genaue Positionen für die Elemente bestimmen und markieren, damit nachher die Krümmung der Tribüne genau zur Krümmung der Bühne passt“, so Güldner. Allein der Bau der ersten Reihe wird deshalb mehrere Tage in Anspruch nehmen.

Die Anlage ist so konzipiert, dass man sowohl auf den Betonelementen sitzen als auch auf ihnen stehen kann. Je nach Anlass, etwa im Rahmen der Konzerte mit Orchesterbegleitung wie Deborah Sasson und den St. Petersburger Philharmonikern, werden auf den Stufen bequeme Sitze aufgestellt. Selbst dann passen mehrere hundert Besucher auf die Anlage, über vier Treppenaufgänge mit beleuchteten Stufen kommen sie schnell und sicher zu ihren Plätzen, so Enrico Bellin.

Im Hang wurde das erste Sitzelement montiert. Quelle: Laga Beelitz gGmbH

4,5 Millionen Euro Investition

Die Bühne selbst ist rund sechs Meter tief und mit einer Membran überdacht. Die Größe des Areals wurde bewusst so gewählt, um es auch nach der Landesgartenschau nutzen zu können. „Hier sollen unsere Spargelfeste und die Beelitzer Festspiele ihre neue Heimat finden. Aber auch Freiluftkino oder ähnliche Events sind angedacht“, sagt der Bürgermeister und Laga-Geschäftsführer Bernhard Knuth.

Rund 4,5 Millionen Euro werden in das Festspielareal südlich der Nieplitz investiert, gefördert durch Mittel aus dem Leader-Programm vom brandenburgischen Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz. In der Summe ist auch die Umwandlung eines früheren Absatzbeckens neben dem Bühnenareal in ein Feuchtbiotop enthalten, aus dem eine mehrere Meter hohe, beleuchtete Fontäne sprudeln wird. Vom Feuchtbiotop zur Nieplitz hin ist bereits ein Hang entstanden. Neben den entstandenen Sitzmöglichkeiten werden hier in den kommenden Wochen Stauden und Winterlinden gepflanzt.

Blick über die Nieplitz auf das Feuchtbiotop und die Sphinx. Quelle: Laga Beelitz gGmbH

Ein bisschen exotisches Flair an die Nieplitz bringt die Sphinx, die auf dem Hang zwischen Fluss und Feuchtbiotop aufgestellt wurde. Wie viele andere Kunstobjekte auch hat der Bürgermeister sie bei einem Handel für historische Baustoffe gefunden, die Statue stand einst in einem Brandenburgischen Gutshof

Von MAZonline/fro