Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Beetzsee Alte Heerstraße beflügelt Radtourismus
Lokales Potsdam-Mittelmark Beetzsee Alte Heerstraße beflügelt Radtourismus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
09:50 03.05.2018
Die alte Heerstraße von Brielow nach Hohenferchesar soll ab 2019 ausgebaut werden. Quelle: Frank Bürstenbinder
Anzeige
Brielow

Unter diesen Alleebäumen sind schon viele gezogen: Soldaten, Bauern, Händler, Flüchtlinge, Dorfbewohner. Der Weg durch Feld und Flur stammt aus der Zeit der alten Heerstraßen. Und so ist auch sein Zustand. Die nahezu unbefestigte Direktverbindung zwischen Brielow und Hohenferchesar ist landschaftlich reizvoll, doch durchsetzt mit Schlaglöchern. Bei Regen schlammig, in Trockenzeiten staubig. Das soll sich ab 2019 ändern.

In einem Gemeinschaftsprojekt planen die Gemeinde Beetzsee und die Stadt Havelsee im Rahmen der Investitionsmaßnahme „Ländlicher Wegebau“ die Ertüchtigung der maroden Trasse. „Ein Vorhaben, das der Landwirtschaft und dem Radtourismus in der Region dient“, wie Amtsdirektor Guido Müller in dieser Woche bei der Gemeindevertretersitzung von Beetzsee in Brielow betonte.

Anzeige

Eigenmittel werden vorgehalten

Die Abgeordneten haben mit seinem sogenannten Selbstbindungsbeschluss eine wichtige Weiche für den Wegebau gestellt. Dahinter steckt die Entscheidung für das kommende Haushaltsjahr 219 000 Euro Investitionskosten einzustellen. Davon werden 182 000 Euro als Fördermittel erwartet. Rund 37 000 Euro muss die Gemeinde Beetzsee für ihren knapp ein Kilometer langen und durch die Gemarkung Radewege verlaufenden Anteil aus eigener Tasche aufbringen. Bereits für 2018 wurden 25 000 Euro für Planungskosten eingestellt.

Die alte Heerstraße zwischen Brielow und Hohenferchesar gehört auch zum Wanderwegenetz im Amt Beetzsee. Quelle: Frank Bürstenbinder

In der Gemarkung Hohenferchesar und damit auf dem Stadtgebiet von Havelsee verlaufen etwa zwei Kilometer der von Brielow kommenden alten Heerstraße. Auch die Nachbarn in Havelsee sind zu einem asphaltierten Brückenschlag nach Brielow entschlossen, wie Bürgermeister Günter Noack auf Nachfrage bestätigte. Die Stadtverordneten verabschieden ihren Haushalt zwar erst Mitte Mai, doch gilt eine Zustimmung zum Etatentwurf in dieser Frage als sicher. „Wir würden jedenfalls keinen halben Weg bauen“, stellte Verwaltungschef Müller in Brielow klar.

Gute Aussicht auf Förderung

Leisten können sich die Gemeinde Beetzsee und die Stadt Havelsee den Ausbau nur mit einer Förderung im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“. Die Maßnahme hat bereits ein Projektauswahlverfahren der Lokalen Aktionsgruppe Fläming-Havel durchlaufen. Damit gilt in der Regel eine Förderung als sicher. Bis Ende November 2018 muss der Fördermittelantrag eingereicht sein, samt Entwurfsplan, Kostenberechnung und Nachweis der Eigenmittel – deshalb der am Mittwoch gefasste Selbstbindungsbeschluss. Eine Brutvogelkartierung wurde aus Zeitgründen bereits beauftragt.

Welche konkreten Vorstellungen gibt es? Die geplante Befestigung soll über die gesamte Länge mittels mehrlagigem Asphalt auf einer Breite von 3,50 Meter erfolgen. Dazu kommen Bankette und Ausweichstellen. Der Weg soll sowohl durch Radfahrer als auch durch land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge genutzt werden. Über Einschränkungen für den allgemeinen Verkehr ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.

Von Frank Bürstenbinder

Wusterwitz Amt Wusterwitz/Amt Beetzsee - Schlaforte für Pendler

Die berlinfernen Kommunen kritisieren den neuen Landesentwicklungsplan. Der Entwurf würde den Dörfern weitab vom Speckgürtel zu wenig Entwicklungspotenzial einräumen, heißt es in den Stellungnahmen von Rosenau und Roskow. Gefordert wird die Wiedereinführung von Grundzentren.

02.05.2018

Dicke Luft in der Roskower Gemeindevertretung. Ortsvorsteher Udo Schultze moniert die mangelnde Zusammenarbeit mit Bürgermeister Thomas Schulz. Es geht um den künftigen Einsatz der Gemeindearbeiter. Seit einem Monat haben beide Kommunalpolitiker nicht miteinander gesprochen.

30.04.2018

Seit Jahren wird über einen Gehweg entlang der Landesstraße 91 geredet. Doch die Anwohner zwischen Hohenferchesarer Straße und Bergstraße müssen sich an den Kosten beteiligen. Deshalb sollen sie bei dem Projekt ein Wörtchen mitreden.

27.04.2018