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Beetzsee Familienzentrum kommt von Ort zu Ort
Lokales Potsdam-Mittelmark Beetzsee Familienzentrum kommt von Ort zu Ort
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11:12 24.12.2018
Beetzsee-Bürgermeister Rainer Britzmann kann sich die Einrichtung eines Büros für das Familienzentrum im künftigen Brielower Bürgerhaus vorstellen. Quelle: JACQUELINE STEINER
Amt Beetzsee

Es gibt sie schon in Wusterwitz, Kloster Lehnin, Niemegk, Wiesenburg und zwölf anderen mittelmärkischen Kommunen: Begegnungsorte für Familien, wo sich Eltern treffen und austauschen können. Die Angebote reichen von der Krabbelgruppe bis zum Elternfrühstück, von Fachvorträgen bis zur Beratung bei Nöten und in sozialen Krisenfällen. Jetzt will auch das Amt Beetzsee die Einrichtung eines vom Landkreis unterstützten Familienzentrums in Angriff nehmen.

Möglichst viele Familien erreichen

Die Familienzentren in Potsdam-Mittelmark sind Begegnungsorte für die Familien im sogenannten Sozialraum. Sie schaffen eine gemeinsame vernetzte Kultur des Aufwachsens für Kinder. Eltern können sich treffen und austauschen.

Die Einrichtung eines mobilen Familienzentrum geht auch auf eine Anregung der Sozialraumkonferenz im Amt Beetzsee zurück. Eine Arbeitsgruppe hat bereits die Bürgermeister und Ortsvorsteher nach vorhandenen Räumen und bereits stattfindenden Angeboten befragt.

Für das Amt Beetzsee wurde festgetellt, dass ein Famlienzentrum an einem Standort nicht alle Familien erreichen würde. Deshalb wurde ein Konzept für ein mobiles Familienzentrum mit wechselnden Räumen erarbeitet

Allerdings soll das Familienzentrum nicht von einem Ort auf das gesamte Amtsgebiet zwischen Havel und Beetzsee ausstrahlen. „Wegen unserer besonderen regionalen Gegebenheiten schlagen wir die Schaffung eines mobilen Familienzentrums vor“, begründete Amtsdirektor Guido Müller die Beschlussvorlage, die noch vor dem Weihnachtsfest einstimmig vom Amtsausschuss angenommen wurde. Das Gremium besteht aus Kommunalpolitikern aller Gemeinden und der Stadt Havelsee.

An mehreren Standorten

Amtsausschussvorsitzender ist Havelsee-Bürgermeister Günter Noack. Er räumte vor der Abstimmung ein: „Wir haben uns wegen der geplanten Kreisgebietsreform mit dem Thema zunächst schwer getan. Außerdem war unklar, ob der Landkreis die Einrichtung dauerhaft fördern würde. Beide Unwägbarkeiten sind aus dem Weg geräumt, so dass wir nun dem Beispiel anderer Kommunen folgen können.“ Und so ist der Plan: Das Familienzentrum des Amtes Beetzsee wird über die Woche verteilt seine Angebote an verschiedenen Standorten anbieten. In Pritzerbe kann es das Haus der Begegnung sein. In Ketzür das Gutshaus, in anderen Dörfern bieten sich die Dorfgemeinschaftshäuser an. Zum Beispiel in Päwesin, Butzow, Briest, Lünow oder Roskow.

Amtsdirektor Guido Müller bereitet die Einrichtung eines mobilen Familienzentrums zwischen Havel und Beetzsee vor. Uwe Hoffmann wort+bild

 

 An einem Büro für die zunächst eine Vollzeitstelle soll es ebenfalls nicht fehlen. Als zentrale Anlaufstelle kann sich Rainer Britzmann, Bürgermeister der Gemeinde Beetzsee, das künftige Bürgerhaus in der alten Brielower Kita vorstellen. Ein erster Plan für die neue Raumaufteilung liegt inzwischen vor. Das Papier wird noch mit dem Ortsbeirat und den Gemeindevertretern abgestimmt. „Platz für ein Büro des Familienzentrums wäre vorhanden“, so Britzmann. Ein größerer Veranstaltungsraum soll im Erdgeschoss durch die Zusammenlegung zweier ehemaliger Gruppenräume erfolgen.

Die Einrichtung von Familienzentren basiert auf einer kreisweiten Konzeption. Potsdam-Mittelmark trägt nämlich auf Dauer 80 Prozent der Kosten und übernimmt 5000 Euro für die Erstausstattung. Derzeit wird von jährlichen Kosten in Höhe von 80 000 Euro ausgegangen. Der Eigenanteil des Amtes beträgt 16 000 Euro. Welche Inhalte an welchen Standorten angeboten werden, soll Bestandteil einer verlässlichen Jahresplanung werden, um nicht mit anderen Nutzern der Gemeinschaftshäuser und Begegnungsstätten zu kollidieren, wie Verwaltungschef Müller ankündigte. Die hauptamtliche Personalstelle soll nach Möglichkeiten durch den Einsatz einer Praktikantenstelle ergänzt werden. Eine weitere Aufgabe ist der Aufbau eines Netzwerkes mit ehrenamtlichen Helfern. Wo es dauerhafte Angebote des Familienzentrums geben wird, hängt am Ende auch von der Nachfrage der Eltern ab. In der Perspektive plant das Amt Beetzsee die Anschaffung eines Kleinbusses.

Vereinbarung mit Landkreis

Als nächster Schritt ist der Abschluss einer Vereinbarung mit dem Landkreis vorgesehen, bevor in einer Arbeitsgruppe detailliert über die Planung, die Raumnutzung und die Personalauswahl gesprochen werden kann. Die Personalstelle soll bei einem freien Träger angesiedelt werden.

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