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Beetzsee Blühwiese in Radewege soll Paradies für Insekten werden
Lokales Potsdam-Mittelmark Beetzsee Blühwiese in Radewege soll Paradies für Insekten werden
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01:16 15.04.2019
Vor der Ortseinfahrt nach Radewege wurde eine große Blühwiesen angelegt. Quelle: Christine Lummert
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Radewege

Jetzt muss nur nach das Wetter mitmachen. Genug Regen und Sonnenschein brauchen die Samen, um zu einer farbenfrohen Blühwiese aufzugehen. Dann können sich im Sommer Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten, die in Richtung Radewege unterwegs sind, in einem echten Pflanzenparadies tummeln.

Wer aus Brielow kommend am Radeweger Ortsschild vorbeifährt, blickt zurzeit noch auf kahlen Ackerboden. Mitarbeiter der Brielower Agrar GmbH waren aber schon fleißig und haben auf beiden Seiten der Straße auf etwa dreieinhalb Hektar Fläche eine Samenmischung für eine bunte Blühwiese in den Boden gebracht. „Sonnenblume, Phacelia und Perserklee sollen hier wachsen“, sagt Gerhard Ulrich, der Geschäftsführer des Agrarbetriebs.

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Initiative von Einwohnern

Die Initiative kam von den Einwohnern. Bei der Verwirklichung des Wunsches, mehr für Bienen und Schmetterlinge zu tun, hat Udo Wernitz mitgeholfen. Der SPD-Politiker hat bei Rainer Britzmann (CDU), dem Bürgermeister der Gemeinde Beetzsee angefragt, wo eine Blühwiese Platz finden könnte.

„In der Gemeindevertretung wurde das Projekt für gut befunden und mit Gerhard Ulrich haben wir dann den richtigen Ansprechpartner gefunden, der Flächen zur Verfügung gestellt hat“, sagt Britzmann. Zwölf Hektar der landwirtschaftlich genutzten Fläche des Brielower Agrarbetriebs sind in diesem Jahr als Blühwiese auserkoren.

Ein bisschen mehr Naturnähe

Um in dieser Größenordnung die Samen in die Erde zu bringen, reicht Handarbeit allein nicht aus. Mit landwirtschaftlichem Gerät waren die Mitarbeiter der Agrar GmbH unterwegs, um die angestrebte Blütenpracht vorzubereiten. Ein bisschen Naturnähe beim Anlegen der Blühwiese direkt am Ortseingang nach Radewege sollte dann aber doch sein.

„Vom Nabu-Regionalverband Brandenburg haben wir eine Samenmischung bekommen“, erzählt Wernitz und verteilt die Aussaat großzügig auf dem Boden. Fleißige Helfer bringen alles mit Harken ins Erdreich ein.

Auf den Verpackungen wird das Saatgut als „Bienen- und Hummelmagnet“ und „Schmetterlingstreffpunkt“ angepriesen. Ob die Samen-Mischungen wirklich halten, was sie versprechen, werden die Radeweger in einigen Wochen sehen.

Von Christine Lummert