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Beetzsee Großalarm: In Briest steht ein Doppelhaus in Flammen
Lokales Potsdam-Mittelmark Beetzsee Großalarm: In Briest steht ein Doppelhaus in Flammen
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18:44 22.04.2019
In der Briester Mühlenberg-Siedlung sind zahlreiche Einsatzkräfte mit den Löscharbeiten beschäftigt. Quelle: Frank Bürstenbinder
Briest

Alexander Buthmann aus Kirchmöser hat am Ostersonntag womöglich den Bewohnern eines Doppelhauses in der Briester Mühlenberg-Siedlung das Leben gerettet. Diese hielten gerade Mittagsschlaf, als der radelnde Familienvater Rauch über dem Dach des Hauses aufsteigen sah. „Ich dachte mir, dass der Qualm wohl nicht von einem Osterfeuer stammen könne“, sagte Buthmann der MAZ. Er ging der Sache nach, entdeckte den von einem Verschlag an der Rückfront einer Haushälfte ausgehenden Brand und klingelte die Anwohner aus dem Schlaf. Alle Personen konnten sich unverletzt ins Freie retten.

Die Bewohner des brennenden Doppelhauses in der Mühlenberg-Siedlung hatten Glück im Unglück. Alexander Buthmann (r.) klingelte die Familien aus ihrem Mittagsschlaf. Niemand wurde verletzt.

Dann ging alles ganz schnell. Die Flammen griffen von dem Verschlag auf ein Auto und danach auf den Giebel der Haushälfte Nummer 12 über. Über den Dachstuhl breitete sich der Brand auf die Haushälfte Nummer 13 aus. Die ersten Feuerwehren aus den umliegenden Orten des Amtes Beetzsee trafen ein. Inzwischen war die Rauchwolke bis weit nach Fohrde zu sehen. Nach Briest rollte auch die Brandenburger Berufsfeuerwehr mit der Drehleiter, unterstützt von freiwilligen Feuerwehrleuten aus der Havelstadt. Insgesamt waren rund 60 Feuerwehrleute vor Ort.

Dicker Rauch liegt über der Wohnsiedlung. Quelle: Frank Bürstenbinder

„Wir haben einen Großbrand. Deshalb wurde massiv nachalarmiert“, informierte Amtswehrführer Jan Lehnhardt. Einsatzkräfte wurden sogar bis aus Roskow nach Briest beordert. Die Feuerwehrleute löschten mit mehreren Rohren von außen den brennenden Dachstuhl ab. Teile der Dachhaut mussten aufgenommen werden. Ein Übergreifen der Flammen auf relativ eng stehende Nachbarhäuser konnte verhindert werden. Angriffstrupps drangen unter Atemschutz in beide Haushälften vor, um die Flammen von innen zu bekämpfen. Problem: Bei der nach der Wende errichteten Wohnsiedlung handelt es sich um Fertighäuser. Die Ständerbauweise hat dem Feuer wohl nicht viel entgegenzuhalten.

Einsatz bis in die Abendstunden

Verletzt wurde bei dem bis in die Abendstunden laufenden Einsatz niemand. Die betroffenen Hausbewohner kamen zunächst bei Verwandten unter. Der Sachschaden ist beträchtlich. Die Untersuchungen zur Ursache des Feuers dauern an. Das Doppelhaus ist nicht mehr bewohnbar. Die Landesstraße von Plaue nach Fohrde war während des Einsatzes für den Verkehr gesperrt. Auch in der Mühlenberg-Siedlung gab es vor lauter Löschtechnik kein Durchkommen. Beetzsee-Amtsdirektor Guido Müller sagte am Ostermontag der MAZ: „Unser Dank gilt allen Einsatzkräften. Die Zusammenarbeit von so vielen Wehren war hervorragend.“

Von Frank Bürstenbinder

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