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Beetzsee Dschungel-Malerin auf der Art Expo
Lokales Potsdam-Mittelmark Beetzsee Dschungel-Malerin auf der Art Expo
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10:21 04.10.2018
Alexandra Hadba mit ihren abstrakten Bildern in Briest. Quelle: JACQUELINE STEINER
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Briest

Ein halbiertes Schlafzimmer muss als Atelier reichen. Alexandra Hadba hat sich der abstrakten Malerei verschrieben. Welche Acrylfarbe sie auf die Leinwand spachtelt, ist für die Künstlerin Stimmungssache. Der Tag, an dem sie sich in ihrer Doppelhaushälfte unweit der Havel für einen Dschungel in Neongrün entschied, brachte ihr jetzt ungeahnte Anerkennung. Die Briesterin schaffte es unter die 51 Aussteller auf der 2. Ingolstädter Art Expo International, die vor wenigen Tagen ihre Tore schloss.

Mit zwei Bildern dabei

„Für mich war die Ausstellung der bisher größte Erfolg. Immerhin beschäftige ich mich seit 20 Jahren mit der Malerei“, sagte Hadba der MAZ. Über eine Freundin war die Künstlerin auf die Art Expo aufmerksam geworden. Neben 900 anderen Bewerbern stellte sie Ausstellungsmacher Sascha Weinberg ihre Werke vor – und durfte mit zwei Bildern teilnehmen. Zeitgenössische Gemälde, Fotografien, Objekte und Skulpturen hatten die Künstler im Gepäck, die nach Ingolstadt anreisten. Zum zweiten Mal organisierte der freischaffende Künstler Weinberg die Art Expo in seiner Heimatstadt.

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Alexandra Hadba ist auch in Brandenburg nicht unbekannt. Eine Auswahl ihrer Bilder stellte sie erst in diesem Jahr in der MBS-Filiale in der Plauer Straße unter dem Titel „Gegensätze“ aus. Präsent ist sie mit ihren Werken auch in öffentlichen Einrichtungen in Berlin und Potsdam, wie beim Sozialverband VdK in der Landeshauptstadt. Finden Bilder einen Liebhaber, beteiligt sich die Künstlerin mit einem Teil des Verkaufserlöses an sozialen Projekten. „Mir ist es wichtig mich mit meiner Kunst in die Gemeinschaft einzubringen und etwas Gutes zu tun“, so Hadba.

Mit diesem Bild nahm Alexandra Hadba an der Art Expo teil. Quelle: privat

Was die frühere Grafikdesignerin mit ihren Arbeiten ausdrücken will, lässt viel Spielraum für Interpretationen. Vor allem weil nach dem Trocknen einer Farbschicht erneut zum Spachtel gegriffen wird. „Über Nacht wirkt das Bild plötzlich ganz anders. Dann mache ich mich erneut an die Arbeit und lasse meiner Phantasie freien Raum, was bei figürlicher Malerei so nicht möglich wäre“, erklärt Alexandra Hadba ihre Vorliebe für das Abstrakte. Auf einen Schlag berühmt wurde die gebürtige Hamburgerin durch ihre Teilnahme an der Art Expo 2018 noch nicht. Doch über 80 Anfragen von Organisatoren anderer Ausstellungen lassen erahnen, wohin die Reise gehen könnte.

Zurück nach Berlin

Seit fünf Jahren lebt die Künstlerin mit ihrer Familie in Briest. Ein Ort, den sie lieb gewonnen habe, vor allem wegen der Freiheiten für die Kinder, wie Alexandra Hadba schwärmt. Doch es gibt Pläne nach Berlin zurückzukehren. Von der Millionenmetropole mit ihren unzähligen Galerien und Ausstellungen erhofft sie sich besser mit ihrer Kunst Fuß fassen zu können. Vielleicht ist sie ja auch im nächsten Jahr wieder auf der Art Expo dabei.

Von Frank Bürstenbinder