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Beetzsee Ein Trio regiert wieder in Hohenferchesar
Lokales Potsdam-Mittelmark Beetzsee Ein Trio regiert wieder in Hohenferchesar
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11:31 02.08.2019
Der neue Ortsbeirat von Hohenferchesar mit Karin Euen, Hermann Blanken und Annemarie Pischner (v.l.). Quelle: Frank Bürstenbinder
Hohenferchesar

Nicht nur meckern, sondern etwas tun – für das Dorfleben, intakte Straßen und Gehwege, einen gepflegten Friedhof. Das haben sich Karin Euren, Hermann Blanken und Annemarie Pischner vorgenommen. Das Trio war unter der Flagge der Wählergruppe Vertrauen zur Kommunalwahl angetreten und bildet den neuen Ortsbeirat in dem Havelsee-Ortsteil Hohenferchesar. Aus seiner Mitte heraus wurde Annemarie Pischner erneut zur Ortsvorsteherin gewählt.

Drei Versammlungen

Selbstverständlich war dieses Ergebnis nicht. „Noch vor der Wahl habe ich lange über eine erneute Kandidatur nachgedacht. Ich hätte gern den Weg für eine junge Generation freigemacht“, erinnert sich die 59-jährige Ortsvorsteherin. Doch dafür fehlte es in dem Dorf mit rund 150 Haushalten an Bewerbern für die Kommunalpolitik. Zu drei Bürgerversammlungen hatte der damals nur aus Annemarie Pischner und Annett Exner bestehende Ortsbeirat eingeladen, um die Hohenferchesarer vor der Kommunalwahl wachzurütteln. Die beiden Damen hatten sich dringend Verstärkung gewünscht.

Hohe Lebensqualität

Die gab es dann auch. Hermann Blanken hat früher lange im „vollen und lauten“ Berlin gelebt. Vor elf Jahren verlegte er seinen Lebensmittelpunkt nach Hohenferchesar. Er schwärmt von der hohen Lebensqualität. „Damit das so bleibt, will ich mich gerne in der Freizeit engagieren“, sagte Blanken der MAZ. Der Rentner gehört zu den Machern des vierteljährlich erscheinenden Dorfbotens, der in gedruckter Form alle Haushalte über Neuigkeiten in Hohenferchesar informiert – von der Vorstellung zugezogener Familien bis zur Öffnungszeit der Bibliothek.

Hohenferchesar aus der Luft. Quelle: Dirk Fröhlich

Neben Blanken ist auch Karin Euen neu in der lokalen Volksvertretung dabei. Die ehemalige Mitarbeiterin des Reckahner Schulmuseums war 1996 zurück in ihr Elternhaus nach Hohenferchesar gezogen. Jetzt als Ruheständlerin will sie mithelfen, dass ihr Ort lebenswert bleibt und im Konzert der Havelsee-Ortsteile zu hören ist. Zum Beispiel wenn es darum geht, die Infrastruktur im Dorf zu erhalten. „Viele Leute ärgern sich immer noch über die fragwürdige Reparatur der Fahrbahndecken, auf denen bis heute der Splitt herumfliegt“, so Euen.

Zwei Stadtverordnete

Auch die in Hohenferchesar aufgewachsene Annemarie Pischner weiß, dass noch einige Hausaufgaben zu machen sind. Diese müssen jedoch immer im Haushalt der Stadt Havelsee untersetzt sein. „Deshalb ist uns der enge Kontakt zu unseren beiden Stadtverordneten besonders wichtig. Die nächste Haushaltsrunde steht bald bevor“, so Pischner. Über die ortsteilübergreifende Wählergemeinschaft der Bürgerbewegung haben es am 26. Mai mit Richard Rose und Jens Andrejewski sogar zwei Hohenferchesarer in die Stadtverordnetenversammlung geschafft. Für den Ortsbeirat gibt es mit Annett Exner eine Ersatzperson.

Ortsschild fehlt

Für die Zukunft sieht der Ortsbeirat die weitere Reparatur an den Gehwegen als Schwerpunkt. Lücken in der Straßenbeleuchtung sind zu schließen. Begrüßt wird der geplante Radweg in Richtung Brielow. Aus Sicht des Ortsbeirates ärgerlich: Seit Monaten fehlt in Richtung Brielow das Ortseingangsschild. „Ein Auge drauf halten“ will das Trio auf Campingplatz, Feuerwehr und Begegnungsstätte, auch wenn die Verantwortlichkeiten bei der Stadt beziehungsweise beim Amt Beetzsee liegen.

Von Frank Bürstenbinder

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