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Beetzsee Feuerwehren stoppen Flammen vor Wohnhaus
Lokales Potsdam-Mittelmark Beetzsee Feuerwehren stoppen Flammen vor Wohnhaus
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12:58 27.11.2018
Feuerwehreinsatz bei einem Schuppenbrand in Riewend. Quelle: Frank Bürstenbinder
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Riewend

Die 350er-Jawa konnte Willi Wischer gerade noch rechtzeitig vor den Flammen in Sicherheit bringen. Auch ein zweites Motorrad vom Typ DKW holte der Oldtimer-Fan aus dem brennenden Schuppen. „Aber dann ging nichts mehr. Habe nur noch gehustet“, berichtet der Rentner der MAZ. Deshalb verbrannte seine Simson AWO ebenso wie zwei Rasenmäher, ein Kompressor und eine Ladung Kohlen. Was ist passiert?

Zahlreiche Feuerwehren aus dem Amt Beetzsee sowie aus Klein Behnitz und Groß Behnitz waren im Einsatz. Vor Ort auch Polizei und Rettungswagen. Zum Glück wurde niemand verletzt.

Einen Tag nach einem Dachstuhlbrand in Brielows ehemaliger Gaststätte „Schwedenlinde“ mussten Feuerwehren aus dem Amt Beetzsee am Montagabend erneut ausrücken. In der Ortslage von Riewend war aus bislang unbekannten Gründen ein teilmassiver Schuppen in Flammen aufgegangen. „Zehn Minuten zuvor bin ich noch auf dem Hof gewesen. Dann hat meine Frau das Feuer entdeckt. Ich habe noch alles rausgeholt, was möglich war“, so Wischer. Die Lage wurde schnell brenzlig, weil sich das nächste bewohnte Haus nur wenige Meter von dem in Vollbrand stehenden Schuppen befindet.

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Feuerwehreinsatz nach einem Schuppenbrand in Riewend. Quelle: Frank Bürstenbinder

Minuten später trafen die ersten Feuerwehren in Riewend ein. Es wimmelte von Blaulichtern. Die Ortsdurchfahrt nach Klein Behnitz wurde gesperrt. Kommandos ertönten. Feuerwehrleute rollten Schläuche aus, Angriffstrupps legten schwere Atemtechnik an, Scheinwerfer wurden aufgebaut. Rauch und Brandgeruch lagen über Riewend. „Drei Angriffstrupps mit C-Schläuchen sind bei den Löscharbeiten“, berichtete Einsatzleiter Falk Möhler. Der brennende Schuppen konnte bald abgelöscht werden. Doch dabei bestand immer noch die Gefahr, dass ein benachbartes Wohnhaus in Mitleidenschaft gezogen wird. Deshalb waren die Kameraden auch auf dem Nachbargrundstück im Einsatz. Über Steckleitern wurde ein Carportdach geentert, um von dort mit Löschwasser gegen die Hitze vorzugehen.

Atemschutzgeräteträger bereiten sich auf den Einsatz vor. Quelle: Frank Bürstenbinder

Gegen 18.30 Uhr war das Schlimmste überstanden. Ein Übergreifen auf andere Gebäude konnten die Feuerwehrleute mit vereinten Kräften verhindern. Niemand wurde verletzt. Das ganze Ausmaß des Feuerschadens zeigte sich erst am Dienstag bei Tageslicht. Von den hölzernen Aufbauten war nichts mehr zu retten. Warum es im Schuppen zu dem Unglück kommen konnte, ist derzeit unklar. Im Innern existierte eine Lichtleitung. Allerdings gab es bis zum Brand keine Anzeichen eines Defekts. Im Einsatz waren zahlreiche Wehren aus dem Amt Beetzsee. Diese wurden von Kameraden aus Klein Behnitz und Groß Behnitz unterstützt. „Die Atemschutzgeräteträger wurden uns langsam knapp“, informierte Beetzsee-Amtsdirektor Guido Müller, der sich ebenfalls vor Ort aufhielt. Auch der stellvertretende Kreisbrandmeister Andy Laube war nach Riewend geeilt.

Gegen 21.30 Uhr kam es zu einer zweiten Alarmierung. Riewend und Päwesin mussten zu Nachlöscharbeiten ausrücken. Beim abendlichen Einsatz kamen Erinnerungen an das verheerende Feuer vor zweieinhalb Jahren in Riewend zurück. Nach einem Grillunfall brannte nur wenige Meter vom aktuellen Vorfall ein aus Rundhölzern errichtetes Einfamlienhaus in der Dorfstraße nieder. Von dem Blockhaus blieb nur ein verkohlter Trümmerhaufen übrig.

Von Frank Bürstenbinder

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