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Lokales Potsdam-Mittelmark Beetzsee Letztes Halali für verstorbenen Jäger
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15:31 15.07.2019
Domstiftsforstmeister Friedrich Hinz bläst für Fritz Weise ins Jagdhorn.
Domstiftsforstmeister Friedrich Hinz bläst für Fritz Weise ins Jagdhorn. Quelle: André Wirsing
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Seelensdorf

Die Seelensdorfer trauern um ihren Nachbarn Fritz Weise. Der ehemalige Leiter der Unteren Jagdbehörde im Altkreis Brandenburg-Land war am Sonntagnachmittag beim Festgottesdienst zum 700-jährigen Bestehen Seelensdorfs kollabiert und noch am Ort der Veranstaltung verstorben. Nacheinander hatten Ersthelfer und professionelle Retter um das Leben des 88-Jährigen gekämpft. Hubschrauber und Rettungswagen trafen ein. Doch konnte der Notarzt am Ende nur noch den Tod des Seelensdorfers feststellen.

Der Rettungswagen trifft in Seelensdorf ein. Quelle: André Wirsing

Unter der Brandenburger Jägerschaft war Weise bestens bekannt. Er gehörte lange Jahre der Pritzerber Jagdgemeinschaft an. Bis heute unvergessen ist der Spitzenhirsch der DDR, den der Jäger 1983 in der Pritzerber Laake erlegte. Seine Goldmedaillentrophäe schaffte es bis zur Weltjagdausstellung 1985 nach Brno. Der obere Stangenumfang wurde bislang von keinem anderen Hirsch im Rotwildeinstandsgebiet Westhavelland erreicht.

In dankbarer Erinnerung

„Als Behördenleiter war Fritz Weise ein zuverlässiger Partner der Hegegemeinschaft, den wir in dankbarer Erinnerung behalten“, sagte Domstiftsforstmeister Friedrich Hinz der MAZ. Angesichts des tragischen Ereignisses hatte Hinz kurz vor der Enthüllung eines Gedenksteins zur 700-Jahr-Feier zum Jagdhorn gegriffen, um für den langjährigen Mitstreiter ein Jagdsignal zu blasen. Weise wird am Freitag auf dem Seelensdorfer Friedhof zur letzten Ruhe gebettet.

Von Frank Bürstenbinder