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Beetzsee Neue Häuser und höhere Einfriedungen für Brielow Süd
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10:47 30.11.2019
Auf der mit Bäumen bewachsenen Seite des Buchenweges sollen vier neue Eigenheime entstehen. Das nicht unumstrittene Vorhaben stand jetzt noch einmal auf der Tagesordnung der Gemeindevertreter. Quelle: Frank Bürstenbinder
Brielow

Was passiert mit dem letzten Waldstück am Buchenweg? Der Investor wird sein Vorhaben zur Errichtung von vier Einfamilienhäusern nachbessern. Das hat Stadtplaner Sebastian Rohde in dieser Woche den Gemeindevertretern von Beetzsee erläutert. So sollen pro Grundstück sechs Waldbäume erhalten bleiben. Außerdem wird sich der Vorhabensträger in einem städtebaulichen Vertrag zur Errichtung von Nisthilfen verpflichten.

Wald bleibt zusammenhängend erhalten

„Die Siedlungsstruktur wird sich in die Umgebung einpassen. Der Wald hinter den künftigen Grundstücken bleibt im Zusammenhang mit dem Spielplatz erhalten“, kündigte Rohde an. Er war von dem Privatmann Kaya Hüsein mit der Überplanung des direkt am Buchenweg gelegenen Areals beauftragt worden. Der Eigentümer selbst hatte das rund 4200 Quadratmeter große Grundstück als „Sondergebiet Militär“ von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben erworben. Es gehört nicht zu dem in unmittelbarer Nachbarschaft befindlichen B-Plan Gebiet Brielow Süd.

Unterschriften gegen Abholzungen

Diese und andere Änderungen sind das Ergebnis einer frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit. Die neue Gemeindevertretung hatte im Rahmen einer Abwägung mit den vorgestellten Ergebnissen keine Probleme. Es gab nur eine Gegenstimme bei 16 Befürwortungen. Schon im August gab es eine Bürgerversammlung zu dem Vorhaben, welches als nicht unumstritten gilt. Nach dem Aufstellungsbeschluss durch die Gemeindevertretung im Januar hatte es im sogenannten Blumenviertel von Brielow Unterschriftensammlungen gegen das Vorhaben gegeben, um Abholzungen zu verhindern.

Umwidmung in Aussicht

Damals war noch unklar, ob der Investor die Umwandlung von Wald in Bauland überhaupt genehmigt bekommen würde. Das scheint jetzt zu funktionieren. „Die Waldumwandlung wurde uns in Aussicht gestellt. Eine Vereinbarung ist in Vorbereitung“, so Planer Rohde. Für die Bebauung muss der Investor 4200 Quadratmeter an anderer Stelle aufforsten. Nach Bedenken des Landesumweltamtes wegen des gegenüberliegenden Gewerbegebietes (vormals Kark) wird es zusätzliche Festsetzungen zum Lärmschutz für drei Häuser geben.

Nur Einfamilienhäuser

Gebaut werden dürfen ausschließlich freistehende Einfamilienhäuser mit maximal zwei Vollgeschossen. Ein Biologe ist in seinem Artenschutzgutachten dem Hinweis der Unteren Naturschutzbehörde nachgegangen, wonach mit dem Auftreten von Zauneidechsen zu rechnen sei. Es wurden jedoch keine Nachweise gefunden. Im Interesse des Artenschutzes soll es eine zusätzliche Untersuchung geben. Jetzt gehen die Arbeiten am Bebauungsplan weiter.

Einheitliche Maximalhöhen

Unbedingt einbeziehen will die Kommune den neuesten Bebauungsplan in Festsetzungen für Einfriedungen, die künftig einheitlich im Wohngebiet Brielow Süd gelten sollen. Ein entsprechendes Aufstellungsverfahren haben die Gemeindevertreter ebenfalls auf ihrer letzten Sitzung in diesem Jahr auf den Weg gebracht. „Die Errichtung von Einfriedungen soll damit vereinheitlicht und vereinfacht werden“, heißt es in dem Beschluss.

Im Wohngebiet Brielow Süd sollen künftig einheitliche Vorgaben für maximale Höhen von Hecken und Zäunen zu öffentlichen Flächen gelten. Quelle: Frank Bürstenbinder

Worum geht es genau in Brielow Süd? Einfriedungen zu öffentlichen Verkehrsflächen sind in Zukunft als Hecken bis zu einer Höhe von zwei Meter sowie als offene Zäune bis zu einer Höhe von 1,25 Meter erlaubt. Bisher waren alle Einfriedungen grundsätzlich auf maximal einen Meter beschränkt. Doch es gab in der Vergangenheit immer wieder mal Ausnahmegenehmigungen. Andere Grundstückseigentümer zogen nach, was zu Ärger mit dem Ordnungsamt führte.

Noch Einwände möglich

„Mit der neuen Regel schaffen wir Rechtssicherheit für alle“, begründete Amtsdirektor Guido Müller die Vorlage. Auf die Frage von Gemeindevertreter Wolfgang Berndt nach Kontrolle und Durchsetzung der Vorschriften, sagte der Verwaltungschef: „Wir haben in der Vergangenheit immer wieder mal Grundstückeigentümer angeschrieben. In einem Fall von Rückbau läuft noch ein Widerspruchsverfahren. Ich kann allerdings nicht garantieren, dass wir alle Grundstücke im Blick behalten.“ Das betrifft nicht nur die Pflanzgebote, sondern auch die Einhaltung der maximal überbaubaren Fläche eines Grundstücks. Im Rahmen des Aufstellungsverfahrens können Bürger Einwände erheben.

Von Frank Bürstenbinder

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