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Beetzsee Ortsbeirat macht sich für ein lebenswertes Marzahne stark
Lokales Potsdam-Mittelmark Beetzsee Ortsbeirat macht sich für ein lebenswertes Marzahne stark
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11:53 18.10.2019
Sebastian Grund, Yvonne Sperling und Dietmar Schütze (v.l.) bilden für die nächsten fünf Jahre den Ortsbeirat in Marzahne. Quelle: Frank Bürstenbinder
Marzahne

Eine Physiotherapeutin, ein Feuerwehrmann und ein Gastwirt. So unterschiedlich ihre Professionen sind, gemeinsam wollen Yvonne Sperling, Sebastian Grund und Dietmar Schütze ihr Heimatdorf Marzahne in den nächsten fünf Jahren ein Stück voranbringen.

Der neue Ortsbeirat in dem nach Einwohnern kleinsten Ortsteil der Stadt Havelsee träumt nicht von einem Wohnpark oder einem Gewerbe-Investor. „Marzahne soll lebenswert bleiben und ein wenig schöner werden“, fasst Ortsvorsteherin Sperling das wichtigste Ziel der Kommunalpolitiker zusammen.

Enger Kontakt zur Stadt

Warum sich die viel beschäftigte Inhaberin einer Praxis für Physiotherapie als ehrenamtliche Volksvertreterin engagiert, hängt auch mit ihrem familiären Hintergrund zusammen. Yvonne Sperling stammt aus dem Schlaubetal, wo ihr Vater Ortsvorsteher ist: „Kommunalpolitik hat in unserer Familie schon immer eine Rolle gespielt. Wenn wir etwas für Marzahne erreichen wollen, ist ein enger Kontakt zum Amt Beetzsee und zur Stadt Havelsee wichtig. Zum Beispiel für bessere Busverbindungen.“

Zu schnell ins Dorf

Gerade laufen die Vorbereitungen für das neue Haushaltsjahr 2020 in der Stadt Havelsee. Der Marzahner Ortsbeirat hat klare Vorstellungen, wofür Geld im Dorf gebraucht wird. Für dringend hält das Trio eine Verkehrsberuhigung. Problem: Mit der L 98 und der L 99 kreuzen sich in der Ortslage zwei Landesstraßen, die das Havelland mit Potsdam-Mittelmark verbinden. „Das bedeutet vier Ortseinfahrten, wo oft schneller gefahren wird, als erlaubt“, berichtet Sebastian Grund, der nicht nur die Löschgruppe Marzahne leitet, sondern als Berufsfeuerwehrmann in Brandenburg Dienst tut.

Das Straßendorf Marzahne aus der Luft. Quelle: Dirk Fröhlich

Auf den Einbau von Verkehrsinseln hat der Ortsbeirat bei Landesstraßen keinen Einfluss. Dafür sollen die Kraftfahrer wenigstens mit digitalen Tempo-Anzeigen für eine sinnige Fahrweise sensibilisiert werden. Der Ortsbeirat wünscht sich, dass die Ortseinfahrt aus Richtung Brandenburg zuerst mit einer solchen Anzeigetafel ausgestattet wird.

Stadtarbeiter wird gebraucht

Ordnung und Sauberkeit ist ein Thema, dass auch um das 250-Einwohner-Dorf Marzahne keinen Bogen macht. „Wir wollen uns für einen zusätzlichen Stadtarbeiter einsetzen, der sich insbesondere um Marzahne und Hohenferchesar kümmert“, kündigte Dietmar Schütze an, der als Wirt der Traditionsgaststätte „Marzahner Eck“ bestens mit der Stimmung in der Einwohnerschaft vertraut ist.

Die Marzahner Feuerwehr hat neben der Einsatzabteilung eine aktive Jugendfeuerwehr. Quelle: Frank Bürstenbinder

Zur Kommunalwahl im Mai trat Schütze unter der Flagge der CDU an, während Sperling und Grund die Wählergruppe Marzahne vertreten. Im Alltag spielen unterschiedliche Mandatsträger keine Rolle. „Wir arbeiten gut zusammen, denn es geht uns um Sachthemen“, betont Ortsvorsteherin Sperling. Geschlossen steht der Ortsbeirat deshalb auch hinter der schon lange aufgemachten Forderung nach einem straßenbegleitenden Radweg in Richtung Pritzerbe. Zuständig wäre der Landesbetrieb Straßenwesen, der derzeit jedoch andere Prioritäten setzt.

Reparatur der Gehwege

In der Ortslage selbst soll die Reparatur der Gehwege fortgesetzt werden. Am Dorfgraben ist die Aufstellung von Bänken geplant. Eine kurzfristige Maßnahme wurde in dieser Woche bei einer Ortsbegehung mit Amtsdirektor Guido Müller und Havelsee-Bürgermeister Günter Noack abgestimmt. „Der teilweise arg ausgefahrene Hohenferchesarer Weg wird demnächst wieder hergerichtet“, teilte Ortsbeiratsmitglied Grund mit.

Von Frank Bürstenbinder

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