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Beetzsee Ständchen für den Dichter-Star: „Sing den Theo!“
Lokales Potsdam-Mittelmark Beetzsee Ständchen für den Dichter-Star: „Sing den Theo!“
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15:26 08.02.2019
Madleen Fox von den Havelländische Musikfestspielen freut sich auf die neue Spielzeit. Fans von Theodor Fontane können sich über einige Überraschungen freuen. Quelle: JACQUELINE STEINER
Päwesin

 Das gab es noch nie! Erstmals rufen die Havelländischen Musikfestspiele zu einem Wettbewerb auf. Weil das Jahr 2019 ganz im Zeichen des 200.Geburtstages von Theodor Fontane (1819-1898) steht, haben die Macher der Veranstaltungsreihe den Song-Contest „Sing den Theo“ ausgelobt. Dem Sieger winken 1000 Euro Preisgeld. „Wir wenden uns mit dem Projekt an Bands, Chöre und Solisten, die Fontane-Texte musikalisch verarbeiten oder sich Lieder über den märkischen Dichter einfallen lassen“, erklärt Festspiel-Leiterin Madleen Fox die ungewöhnlich Idee.

Nachwuchs ist eingeladen

Beim Song-Contest „Sing den Theo!“ sind junge Nachwuchsmusiker, Bands und Sänger aufgefordert, einen beliebigen Text Fontanes zu vertonen. Ob klassisch oder modern, von Hip Hop bis Heavy Metal – erlaubt ist, was gefällt.

Das Finale findet am 2. Juni im Schloss Ribbeck statt. Neben dem Fontane-Song muss ein beliebiges eigenes Lied vorgestellt werden. Die Songs können im Vorfeld entweder als CD oder als Link im WAV/mp3 Format oder als Video eingeschickt werden.

Aus allen Zusendungen findet eine Vorauswahl statt. Vier Musiker beziehungsweise Bands kommen ins Finale. Eine Jury aus Prominenten und Persönlichkeiten des Havellandes wird die Auftritte bewerten. Auch die Zuschauer können abstimmen.

Präsentieren können sich die Theo-Sänger am 2. Juli im Schlossgarten von Ribbeck. Dort bildet der Contest den Höhepunkt einer Reihe von Konzerten, die sich ausschließlich mit dem Thema „Fontane und die Musik“ beschäftigt. Zwar war der Apotheker und Schriftsteller kein Komponist, doch greifen die Havelländischen Musikfestspiele den Zeitgeist des 19. Jahrhunderts auf, der unter anderem zu einer literarisch-musikalischen Gegenüberstellung Fontanes und Joseph von Eichendorffs (1788-1857) am 7. April mit Frank Wasser (Klavier), Christoph von Weitzel (Bariton) und Michael Hohmann (Moderation) führt).

Fontane-Denkmal in Neuruppin. Quelle: dpa

Auf dem Landgut Stober in Groß Behnitz gibt es bereits am 17. März ein Konzert zur Musik in Fontanes Texten, das vom Theaterwissenschaftler Guido Böhm moderiert wird. Zur Erinnerung: Effi Briest spielte aus der Walküre, ihr 22 Jahre älterer Gatte Instetten war ein Wagner-Schwärmer, Jenny Treibel gab mit Adola Krola Mozart zum Besten und von Woldemar von Stechlin schwärmte für Chopin. Als Solist wird Wolfgang Bensmann (Fagott) von einem Streichquartett begleitet. Zu einer Fontanischen Landpartie lädt der Spielplan am 15. September in das Schloss Paretz ein. Das Havelland-Ensemble spielt Mozart, Brahms, Chopin und Wagner.

Zwei Eröffnungskonzerte

Doch nicht alles kann sich bei den Havelländischen Musikfestspielen um Fontane drehen. Zuerst darf sich das Publikum über international renommierte Pianisten freuen. Diese kommen nämlich zu den Eröffnungskonzerten. Und zwar mit Andrea Turini am 16. Februar nach Schloss Kleßen und mit dem Duo Helga Pisapia und Rosangela Flotta am 3. März auf Schloss Reckahn. Für ausverkaufte Konzerte sorgen mit Sicherheit wieder die Open-Air-Veranstaltungen, die am 1. Mai im Hotel Bollmannsruh beginnen. Und zwar mit der aus Berlin stammenden Band German Trombone Vibration. Das Ensemble präsentiert Swing-Hits, Evergreens und fetzige Popsongs.

Die Pianistinnen Helga Pisapia und Rosangela Flotta eröffnen die neue Spielzeit am 3. März im Schloss Reckahn. Quelle: Helga Pisapia

Über 30 Konzert haben Festspiel-Chefin Fox und ihr Team für die neue Saison festgezurrt. Es ist immerhin die 19. Spielzeit, die Musik an besondere Orte zwischen Havelland und Fläming bringt. Festspielgründer Frank Wasser lädt am 24. August zu seinem mittlerweile traditionellen Hofkonzert nach Päwesin ein. Als Spielorte wieder mit dabei sind das Schloss Rogäsen, der Pfingstberg in Potsdam, die Bad Belziger Waldkapelle, das Schloss Nennhausen und die Petzower Schinkelkirche.

Gutes Konzertjahr 2018

Das vergangene Jahr mit dem sonnenscheinreichen Ausflugswetter bescherte den Havelländischen Musikfestspielen einen Besucherrekord mit mehreren tausend Gästen. „Auch die Weihnachtskonzerte waren alle ausverkauft“, berichtet Geschäftsführerin Fox. Ab sofort läuft der Kartenvorverkauf für die auch von der MAZ präsentierte Konzertreihe für das erste Halbjahr.

Von Frank Bürstenbinder

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