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Beetzsee Flugzeugpilot meldet Waldbrand
Lokales Potsdam-Mittelmark Beetzsee Flugzeugpilot meldet Waldbrand
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17:48 07.07.2018
Lichterloh brannte bei Seelensdorf ein Waldstück. Quelle: Feuerwehr Fohrde
Seelensdorf

Zum Sonnabend hin hatte Domstiftsforstmeister Friedrich Hinz ein unruhige Nacht. Das lag nicht nur an dem Waldbrand, der zur selben Zeit nördlich von Seelensdorf auf einer Fläche von rund einem Hektar wütete. „Uns treibt die Frage um, wie es zu dem Feuer in einer so entlegenen Ecke kommen kann“, sagte Hinz der MAZ. Bislang herrscht Rätselraten über die Brandursache. Die Trockenheit allein erklärt die brenzlige Situation nicht.

Brand erinnert an Linde

Der Brand war am späten Freitagabend in einem schwer zugänglichen Gebiet an der Kreisgrenze zum Havelland ausgebrochen. Nach stundenlangen Löscharbeiten konnten die Einsatzkräfte aus dem Amt Beetzsee erst am Sonnabend gegen 2 Uhr den Rückmarsch antreten. Kameraden aus Pritzerbe haben dann noch einmal am Sonnabendvormittag drei Glutnester an der selben Stelle abgelöscht. Der Fall erinnert an den Waldbrand im vergangenen Jahr bei Linde, ebenfalls an der Kreisgrenze. Auch dort war es aus unbekannten Gründen in einem abgelegenen Waldstück zu einem schwer zu bekämpfenden Feuer gekommen.

Feurwehr bei den nächtlichen Löscharbeiten. Quelle: Feuerwehr Fohrde

Kurios sind die Umstände der Entdeckung des Brandes. Und zwar aus der Luft. Der Crew eines Passagierjets war im letzten Tageslicht der Rauch aufgefallen. Deshalb wurde eine Meldung an die Deutsche Flugsicherung abgesetzt. Dann ging alles ganz schnell. „Die Alarmierung erreichte die Leitstelle in Brandenburg. Von dort wurden die Feuerwehren aus Fohrde, Pritzerbe, Marzahne und Hohenferchesar in Marsch gesetzt“, berichtet Amtsbrandmeister Jan Lehnhardt.

Quad leistet gute Dienste

Die Suche nach dem genauen Brandort erwies sich wegen der schwierigen Wegeverhältnisse als beschwerlich. „Als Vorausfahrzeug leistete in dieser Situation das in Fohrde stationierte Quad sehr gute Dienste“, so Lehnhardt. Im Pendelverkehr schafften vier Tanklöschfahrzeuge tausende Liter Wasser zu dem in Flammen stehenden Stangenwald. Für Wassernachschub wurde aus dem Seelensdorfer Feuerlöschbrunnen gesorgt. Inzwischen ist die Lage bei Seelensdorf unter Kontrolle.

Die aktuelle Gefahrensituation war auch Thema bei einem Auftritt des neuen Kreisbrandmeisters Jenz Heinze am Sonnabendvormittag im Radeweger Feuerwehrgerätehaus. Heinze traf sich dort für mehrere Stunden mit den Chefs der Feuerwehren aus ganz Potsdam-Mittelmark.

Von Frank Bürstenbinder

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