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Beetzsee Fischesterben bei Pritzerbe ausgebrochen
Lokales Potsdam-Mittelmark Beetzsee Fischesterben bei Pritzerbe ausgebrochen
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14:50 05.08.2019
Ein toter Hecht schwimmt an der Wasseroberfläche. Quelle: Frank Bürstenbinder
Pritzerbe

 In einem dreieinhalb Hektar großen Wasserloch auf dem Bindefeld zwischen Bahnhof und Bundesstraße 102 ist ein Fischsterben ausgebrochen. Vor allem größere Exemplare Raub- und Weißfische sind in den letzten Tagen verendet. Auffällig die stattlichen Hechte, die mit dem Bauch nach oben an der Wasseroberfläche schwimmen. Augenzeugen berichten von 50 bis 60 Exemplaren, die tot auf dem Gewässer zu sehen sind.

Niedriger Wasserstand

Am Montag informierten sich Havelbürgermeister Günter Noack und Amtsdirektor Guido Müller über das Ausmaß des Fischsterbens, das vor allem am Ostufer zu beobachten ist. Unübersehbar ist der stark gesunkene Wasserstand, der um etwa eineinhalb Meter niedriger als in normalen Jahren ist. Das Gewässer hat über den alten Stadtkanal eine Verbindung zur Havel. Doch ist ein Wasseraustausch fast gänzlich zum Erliegen gekommen.

Das Bindefeld hat normalerweise über den Stadtkanal eine Verbindung zur Havel. In diesem Jahr ist der Wasseraustausch stark eingeschränkt. Quelle: Frank Bürstenbinder

Gleichzeitig ist das Bindefeld über ein Grabensystem mit dem Pritzerber Klärwerk verbunden und ist Teil des Vorfluters für die gereinigten Abwässer. „Ich gehe nicht von einer Havarie aus. Alle Werte im Klärwerk sind im normalen Bereich“, sagte Bürgermeister Noack der MAZ. Für den Vorsitzenden des Kreisanglerverbandes, Carsten Wuttke aus Marzahne, hat das Fischsterben etwas mit dem niedrigen Wasserstand und dem damit verbundenen Sauerstoffmangel zu tun.

Hindernisse versperren Austausch

„Außerdem fehlt der Wasseraustausch mit der Havel, weil die Verbindung zwischen Mühlenstraße und B 102 an einigen Stellen durch umgestürzte Bäume, Autoreifen und anderen Müll unterbrochen ist. Da muss selbst ein Aal schon gut zu Fuß sein, um dieses Hindernis zu überwinden. Hier muss dringend für Abhilfe gesorgt werden“, so Wuttke.

Bei Anglern beliebt

Beim Bindefeld handelt es sich um ein Angelgewässer des Deutschen Angelfischerverbandes (DAFV), vormals DAV. Betreut wird das Areal von den Sportfischern aus Fohrde unter Mario Deul. Informiert sind auch die Untere Fischereibehörde des Landkreises und der Wasser- und Bodenverband Rathenow, der für Gewässer 2.Ordnung zuständig ist. Von dort wurde eine Beräumung der versperrten Kanalstelle signalisiert, um wieder einen besseren Durchfluss zu gewährleisten.

Von Frank Bürstenbinder

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