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Beetzsee So wollen Politiker die ländliche Region stärken
Lokales Potsdam-Mittelmark Beetzsee So wollen Politiker die ländliche Region stärken
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17:57 17.07.2019
Diese Politiker kamen zum Stammtisch der Kreislandfrauen: (v. l.) Linthes Bürgermeisterin Sigrid Klink, Bundestagsabgeordnete Dietlind Tiemann (beide CDU), Kreistagsmitglied Maren Abt aus Michendorf, Andrea Schwarzkopf (beide Grüne) aus Kleinmachnow, Christina Wartenberg aus Rogäsen (Freie Wähler), Kloster Lehnins Gemeindevertreter Falk Deuter (AfD),Kreistagsabgeordnete Rita Neumann aus Schmerwitz und Roskows Bürgermeister Thomas Schulz (beide Freie Bürger und Bauern). Quelle: Marion von Imhoff
Weseram

Was verhindert Landflucht? Das haben Dienstagabend acht Politiker im Skuddenhof in Weseram debattiert. Der Kreislandfrauenverband Potsdam-Mittelmark hatte zum Stammtisch geladen und 70 Gäste, darunter zehn Kinder, strömten zum Hof der Familie Behling.

Bundestagsabgeordnete Dietlind Tiemann (CDU) plädierte für gleichwertige Lebensverhältnisse Stadt-Land, die Rahmenbedingungen seien organisiert. Baukindergeld gebe es auch zur Stärkung des ländlichen Raums.

Bundestagsabgeordnete Dietlind Tiemann (CDU) in Weseram beim Frauenstammtisch der Landfrauen von Potsdam-Mittelmark. Quelle: Marion von Imhoff

Radweg nach Zachow

Roskows Bürgermeister Thomas Schulz (Freie Bürger und Bauern, FBB) kämpft für den weiteren Radwegebau zwischen Brandenburg und Ketzin. Es fehlen die Teilstücke Saaringen- Klein Kreutz und Zachow-Roskow. Letzteres sei unnötig, habe er vom Land erfahren, so Schulz und hält dagegen: „Es ist unverantwortlich, Kinder dort mit dem Rad fahren zu lassen.“

Sabine Albrecht vom Brandenburger Landfrauenverband erwähnte ein Projekt aus Schleswig-Holstein. Dort kann auf dem Land ein Elektroauto für Arztbesuche geliehen werden. Die Grünen-Kreistagsabgeordnete Andrea Schwarzkopf aus Kleinmachnow berichtete von der hessischen Initiative „Mitfahrbank“, wo es bei unzureichenden Busverbindungen möglich sei, Mitfahrgelegenheiten ab Bushaltestellen zu finden.

Kritik aus Rosenau

Christina Wartenberg (Freie Wähler) sitzt im Gemeinderat Rosenau und Wusterwitzer Amtsausschuss. Sie fordert den zügigen Ausbau des schnellen Internets zur Stärkung der Wirtschaft. Das Geld sei da, der Landkreis müsse das Projekt schneller umsetzen. Die Kreistagsabgeordnete Rita Neumann (FBB): „Das Projekt wird in den nächsten 36 Monaten abgeschlossen sein.“ Wichtig seien genügend Bauflächen auf den Dörfern.

Christina Wartenberg (Freie Wähler) aus Rogäsen, Mitglied des Wusterwitzer Amtsausschusses und Gemeindevertreterin in Rosenau, fordert schnelleren Breitband-Ausbau in Potsdam-Mittelmark. Quelle: Marion von Imhoff

Auch eine Entbürokratisierung des Ehrenamtes forderten die Politiker. Für mehr regionale Produkte, Tier- und Umweltschutz plädierte Tiemann ebenso wie die Grüne Schwarzkopf. Falk Deuter (AfD) möchte mehr Möglichkeiten auf dem Land sehen, das Abitur abzulegen.

Petra Müller, Vorsitzende des Kreislandfrauenverbandes Potsdam-Mittelmark, begrüßt die 70 Gäste im Skuddenhof der Familie Behling in Weseram. Quelle: Marion von Imhoff

Verbandsvorsitzende Petra Müller rief die Gäste dazu auf, öffentliche Sitzungen der Kommunalparlamente zu besuchen. Dazu sagte die Moderatorin Sabine Albrecht: „Politik fängt vor der Haustür an.“

Die Gäste des Landfrauen-Stammtisches im Skuddenhof in Weseram. Quelle: Marion von Imhoff

Verbandsgeschäftsführerin Kornelia Hurttig sagt zum Engagement der Landfrauen: „Wir sind politisch, aber nicht parteiengebunden.“ Das Ziel der Veranstaltung sei auch, die Landfrauen den teils neu gewählten Politikern bekannt zu machen. Sie verwies auf den Forderungskatalog der Brandenburger Landfrauen. Dazu zählt bessere Infrastruktur, Sanierung auch der ländlichen Schulen, Förderung von Jugendclubs und Unterstützung des Ehrenamtes durch sicher finanzierte hauptamtliche Mitarbeiter.

Sabine Albrecht vom Landfrauenverband Brandenburg moderierte den Stammtisch. Sie leitet bei den Landfrauen das Projekt „politisches und ehrenamtliches Engagement". Finanziert wird das vom Bundesinnenministerium. Quelle: Marion von Imhoff

Von Marion von Imhoff

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