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Beetzsee Vermisste Schwimmerin tot aus dem Riewendsee geborgen
Lokales Potsdam-Mittelmark Beetzsee Vermisste Schwimmerin tot aus dem Riewendsee geborgen
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13:30 29.07.2019
Mitglieder der DRK-Wasserwacht am Montag am Riewender Badestrand. Quelle: Frank Bürstenbinder
Riewend

Die schlimmsten Befürchtungen sind zur Gewissheit geworden. Die seit Freitag vermisste Schwimmerin ist tot. Einsatzkräfte der DRK-Wasserwacht bargen in Zusammenarbeit mit der DLRG den Leichnam am späten Montagvormittag aus dem Riewendsee.

Entdeckt worden war die Frau von einem Privatmann aus Riewend, als er unterhalb der kommunalen Badestelle im Bereich einer Bucht baden gehen wollte.

Leichnam abgetrieben

Wind und Strömung hatten den Leichnam mehrere hundert Meter in Richtung Päwesiner Streng getrieben. Mit einem Boot der DRK-Wasserwacht wurde die Ertrunkene an das Ufer der Badestelle verbracht. Beamte der Wasserschutzpolizei und Dienstgruppenleiter Carsten Eichmüller von der Polizeidirektion West koordinierten das weitere Vorgehen. Arzt und Bestatter trafen wenig später ein.

Die Polizei eilte nach der Entdeckung der toten Schwimmerin zur Riewender Badestelle. Quelle: Frank Bürstenbinder

Während der Bergungsarbeiten ruhte in Riewend der öffentliche Badebetrieb. „Am Wochenende herrschte bei hochsommerlichen Temperaturen noch ein starker Andrang von Gästen“, berichtete Oliver Lenz vom Imbisswagen, der sich am Weg zum Strand befindet.

Am Montagmittag hielt er jeden potenziellen Badegast vom Durchgang zur Liegewiese fern. „Es ist tragisch, aber wir sind alle froh, dass die Frau gefunden wurde“, so Lenz.

Mit drei Booten im Einsatz

Die Hilfsorganisationen DRK und DLRG waren am Montag mit drei Booten vor Ort. Ohnehin sollten die freiwilligen Helfer die Wasserschutzpolizei bei der Suche nach der vermissten Frau ablösen.

Warum die aus dem Nachbarkreis Havelland stammende Schwimmerin am Freitag so plötzlich von der Wasseroberfläche verschwand, bleibt vorerst weiter rätselhaft. „Zur Ermittlung der Todesumstände wird es noch weitere Untersuchungen geben“, sagte Dienstgruppenleiter Eichmüller.

Verwaist war der Riewender Badestrand am Montagmittag. Quelle: Frank Bürstenbinder

Wie es heißt, war die aus Groß Behnitz stammende Frau als Stammgast in Riewend bekannt. So wie viele Besucher aus dem benachbarten Havelland die gepflegte Badestelle zu schätzen wissen. Sie galt als körperlich fit, war viel mit dem Fahrrad unterwegs.

So auch am vergangenen Freitag, als sie auf dem See in Not geriet. Angeblich hatte sie noch angekündigt zum gegenüberliegenden Ufer schwimmen zu wollen. Plötzlich soll die 56-Jährige um Hilfe gerufen haben, dann aber schnell untergegangen sein.

Großes Unglück vor 54 Jahren

Drei Männer wollten vom Strand aus der Ertrinkenden mit Luftmatratzen zu Hilfe eilen. Doch ihre Bemühungen blieben erfolglos. Die Entfernung erwies sich als zu groß. Die Männer konnten die Frau nicht mehr finden. Dabei blieb es auch am Wochenende bei großangelegten Suchaktionen mit Tauchern, Berufsfeuerwehr und Wasserschutzpolizei.

Das letzte große Unglück an dieser Stelle gab es vor 54 Jahren, als ein untergehender NVA-Schwimmpanzer sieben Jungen aus dem benachbarten Ferienlager des Deutschen Fernsehfunks mit in den Tod riss.

Von Frank Bürstenbinder

Die Wasserschutzpolizei hat auch am Sonntag die Suche nach der vermissten Schwimmerin am Riewendsee fortgesetzt. Am Montag wird sie nach Polizeiangaben von der Wasserwacht abgelöst.

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