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Beetzsee Badeunfall im Beetzsee: Rettungskräfte suchen fieberhaft nach 26-Jährigem
Lokales Potsdam-Mittelmark Beetzsee

Vermisster Schwimmer im Beetzsee bei Radewege

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19:07 25.06.2020
Einsatzkräfte suchten am Donnerstagnachmittag einen Mann im Beetzsee bei Radewege. Quelle: Rüdiger Böhme
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Radewege

Ein 26 Jahre alter Mann aus Brandenburg an der Havel ist Donnerstag um 15.30 Uhr beim Schwimmen im Beetzsee bei Radewege untergegangen. Ein Großaufgebot von Polizei, Feuerwehr und DLRG sucht seitdem nach dem Vermissten. Auch ein Notarzt und zwei Rettungssanitäter rückten zum Einsatzort aus. Griffbereit halten sie einen Defibrillator, um den jungen Mann schnell wiederbeleben zu können. Ein Rettungshubschrauber kreist über dem See. Rund 25 Einsatzkräfte sind vor Ort an der Badestelle. Doch mit jeder Minute schwindet die Hoffnung. Die Suche dauert auch um 19 Uhr noch an.

Ein Großaufgebot von rund 25 Rettern sucht seit Donnerstagnachmittag im Beetzsee bei Radewege nach einem jungen Mann, der beim Schwimmen unterging.

Auf dem Weg zum Unglücksort sind nach Angaben von Dienstgruppenleiter Marko Lange auch Notfallseelsorger. Denn die Angehörigen des Unfallopfers harren am Badestrand aus und verfolgen fassungslos den Rettungseinsatz. Polizisten sprechen ihnen Mut zu, stehen ihnen bei. Auch der Notarzt kümmert sich um sie.

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Einsatzkräfte suchten am Donnerstagnachmittag nach dem Mann im Beetzsee bei Radewege. Quelle: Rüdiger Böhme

Wie Polizeihauptkommissar Lange berichtet, ist der 26-Jährige mit einem fünf Jahre älteren Freund etwa 200 Meter auf den See hinaus geschwommen. Sie kehrten dann zur Badestelle um. Auf dem Rückweg geriet der Jüngere in Schwierigkeiten. Der 31-Jährige versuchte noch, den in Not geratenen Freund über Wasser zu halten. Dabei drohte er selbst unterzugehen.

Feuerwehr-Taucher aus Rathenow unterwegs

Angehörige riefen um Hilfe. Der Alarm erreichte die Feuerwehr-Leitstelle in Brandenburg. Zur Stunde sind auch Feuerwehr-Taucher aus Rathenow auf dem Weg nach Radewege. Auch Taucher von Einsatzverbänden aus Brandenburg rückten aus.

Alkohol war nicht im Spiel, so die Polizei. Auch gesundheitliche Probleme des jungen Mannes waren offenbar nach Angaben von Marko Lange nicht bekannt. Was zu dem Unglück führte, ist völlig unklar.

Der Donnerstag war einer der ersten Tage von einer angekündigten Hitzewelle. Die Badebucht liegt idyllisch im Schatten hoher Bäume. Bunte Schwimmreifen und Badehandtücher liegen im Gras. Polizisten räumen sie vorsichtig zur Seite.

Der Hubschrauber kreist über dem See

Diverse Schiffe der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft, der Feuerwehr und der Wasserschutzpolizei suchen den See nach dem Vermissten ab. Es treffen immer mehr Rettungsboote ein. Ein großes Netz ziehen die Besatzungen zweier Boote durch das Wasser, um den Untergegangenen zu finden. Auch am frühen Abend kreist der Rettungshubschrauber noch. Weil im See Strömung herrscht, berechnen die Rettungskräfte diese bei der Suche mit ein.

Der Weg hinunter zu der kleinen Badebucht führt vorbei an alten Weiden. Der schmale Weg ist übersät mit Ästen, herabgerissen durch die herbeieilenden Einsatzfahrzeuge auf dem Weg zum Strand.

Am Weg hinauf zur Ortsdurchfahrt stehen einige Anwohner in Gruppen zusammen. Sie alle sind bestürzt und schockiert über die Tragödie an diesem Sommertag. Es ist der zweite schwere Badeunfall innerhalb weniger Wochen. Erst an Christi Himmelfahrt am 21. Mai ertrank ein 42 Jahre alter Mann im Beetzsee an einer Badestelle bei Brielow.

Von Marion von Imhoff