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Beetzsee Westerntanz: Die vergessenen Bänder
Lokales Potsdam-Mittelmark Beetzsee Westerntanz: Die vergessenen Bänder
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13:40 20.10.2019
Der Westerntanz wird in Bollmannsruh trainiert. Quelle: Petra Müller
Bollmannsruh

Am Wochenende trafen sich Freunde des traditionellen Westerntanzes aus ganz Deutschland im KIEZ-Bollmannsruh zu einen Workshop Herbstlichter“. 80 Tänzer und Tänzerinnen aus 10 Vereinen und einige Einzelmitglieder waren der Einladung des CCB ins Havelland gefolgt, um Erfahrungen auszutauschen und ihr Können auf der Tanzfläche zu verbessern. Dazu haben sie natürlich Ihre Tanzlehrer mitgebracht. Die Westerntänzer kommen aus Recklinghausen, Chemnitz, Thüringen und Brandenburg.

Gute Bedingungen in Bollmannsruh

Auch Kinder können sich im Westerntanz ausprobieren. Quelle: Petra Müller

Das KIEZ bietet für einen Workshop in der Größe hervorragende Bedingungen. Die Versorgung ist bestens, die Unterkünfte frisch renoviert und das weiträumige Gelände bietet auch für die mitgereisten Kinder viel Platz zum Toben, wenn es auf der Tanzflächen mal nicht so spannend ist.

Dieser Workshop wird seit den 1990er-Jahren in jedem Jahr im Frühjahr und im Herbst von den Vereinen abwechselnd ausgerichtet. Im diesem Herbst sind die Brandenburger schon zum siebten Mal der einladende Verein. Für die Vorbereitung sind Frank Paul und seine Frau Claudia maßgeblich verantwortlich. Frank Paul, der zum Beginn dieses Jahres den Vereinsvorsitz an Sven Quitschau abgegeben hat, ist als Vize weiter aktiv. Er berichtet, dass die Durchführung des Workshops von der Einladung bis zur Abrechnung mit einem großen ehrenamtlichen Aufwand verbunden ist. Dafür ist er allen Organisatoren, besonders seiner Frau sehr dankbar. Die Helfer erhalten dann in der Pause auch ein kleines Dankeschön und viel Applaus.

Vergessene Tänze im Programm

Für jedes Treffen wird immer ein besonderer Tanz ausgewählt. Meist war er vergessen und wird während des Workshops mit erfahrenen Tanzlehrern eingeübt und wenn möglich ins Repertoire der Vereine aufgenommen. Die Brandenburger hatten dazu den „Bändertanz“ ausgewählt. Dabei handelt sich um einen Volkstanz, der bereits im 13. Jahrhundert getanzt wurde und später mit den europäischen Auswanderern nach Nordamerika kam. „Der Bändertanz ist heutzutage ein Volkstanz, bei dem mit langen Bändern um einen geschmückten Baum getanzt wird, wobei die Beteiligten durch entsprechendes Gehen und sich Drehen mit den Bändern verschiedene Muster am Stamm des Baumes erzeugen“, erklärt Beatrice Kressner (52).

Hintergrund zu Figuren und Mustern

Die ehrenamtlich tätige Tanzlehrerin aus Groß Ziethen bei Angermünde bringt den Teilnehmern nicht nur das Tanzen bei, sondern vermittelt Hintergrundwissen auch zur Geschichte der Figuren und Muster. Es dauerte seine Zeit bis die Paare den richtigen Dreh raus haben und sich die Bänder richtig kreuzen. Auch ganz junge Tänzerinnen wie die 3jährige Florentine vom“ East Dance Companie Cemnitz e.V.“ mit ihrer Mutter Susann Streu und die 5jährige Lea von den „Country Kavallerie Dancers“ aus Grünheide bei Erkner, die Tanzlehrer Jörg Liesche an die Hand nahm, haben es erfolgreich versucht.

Bändertanz nur schwer möglich

Leider sieht CCB-Vereinsvorsitzende Sven Quitschau derzeit kaum Möglichkeiten den Bändertanz in Brandenburg aufzuführen. Dem Verein fehlen aktive Mitglieder, um 18 Paare gleichzeitig auf die Tanzfläche zu bringen. Er lädt deshalb alle interessierten Freunde des Westerntanzes ein, die wöchentlichen Proben des Vereins montags um 19.30 Uhr im Gasthof „Zum Seeblick“ in Rietz zu besuchen und mitzumachen.

Wenn der Country-Club Brandenburg an der Havel e.V. 2020 sein 25 jähriges Jubiläum begeht, gibt es viele Höhepunkte, auf die die Mitglieder zurückblicken können.

Von Petra Müller

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