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Potsdam-Mittelmark Betriebe aus Flutgebieten können nicht liefern
Lokales Potsdam-Mittelmark Betriebe aus Flutgebieten können nicht liefern
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13:49 02.07.2013
Bauleute haben jetzt für die Blütentherme im ersten Obergeschoss die letzte Decke gegossen. Im Juli setzen sie die Wände. Quelle: R. GREINER
WERDER

Im Minutentakt rollen die Betonmischer auf die Großbaustelle für die Blütentherme am Zernsee in Werder. „Jetzt wurde die letzte und zugleich schwierigste Decke im ersten Obergeschoss gegossen. Sie ist sehr weit gespannt und hat 1000 Tonnen Stahl in sich“, sagt Gerd Bittermann, Geschäftsführer der Kryos Bäderbau AG auf Anfrage der MAZ.

Die Gesellschaft aus Erlangen errichtet für die Kristall Bäder AG und die Stadt Werder als Bauherr die Blütentherme in den Havelauen. Der Grundstein wurde im Oktober 2011 eingelassen. Ursprünglich sollte der Bau im Dezember 2012 fertig sein. Doch der Kreis erteilte später als von der Stadt erhofft die Baugenehmigung. Die Vorbereitung des Baugrunds erwies sich aber durch Schwankungen des Grundwasserstandes auch komplizierter als angenommen.

Eigentlich sollten schon Wände im ersten Obergeschoss stehen. Nun werden sie jetzt im Juli gestellt. Anschließend wollen die Arbeiter die Glasstahlfassade für den Blick von der Therme auf den Zernsee montieren, damit noch im August das Dach aufgelegt werden kann. Die Fassadenelemente werden in Südtirol vorgefertigt und über die Autobahn angeliefert. „Ich kenne keine Therme, die ihren Gästen so einen genialen Blick auf eine Seenlandschaft bietet“, sagt Bittermann. Da könne auch die Badelandschaft in Schwangau nicht mithalten.

Auch wenn es beim Bau der Blütentherme Verzögerungen gab, Umplanungen durch den komplizierten Baugrund und den Kellerverzicht nötig waren, wird das „Schiff nun sicher und mit mehr Komfort in den Hafen“ gesetzt, sagt Bittermann. Der Belastungstest der Wasserbecken im Mai mit Unterstützung der Feuerwehr Werder sei erfolgreich verlaufen. Nach geringen Korrekturen sind die Becken nun dicht.

Bittermann räumt ein, dass durch den Bauverzug die Gesellschaft Mehrkosten verkraften muss. Zu genauen Summen wollte er keine Angaben machen. Nach Bauverzögerungen hatte die Kristall AG im Dezember 2012 die Preisbindefrist im Sinne der Stadt bis 30. September statt 31. März verlängert. Laut Bittermann sind keine weiteren Nachverhandlungen zur Finanzierung der Therme mit der Stadt erforderlich. 

Von Regine Greiner 

FAKTEN ZUM BAU DER BLÜTENTHERME IN WERDER

Seit 40 Jahren wartet die Stadt Werder an der Havel auf den Bau eines Bades.

Im Oktober 2011 legte die Stadt als Bauherr mit der Kristall Bäder AG in den Havelauen am Zernsee den Grundstein für die annähernd 18 Millionen Euro teure Therme.

Rund 350 000 Gäste werden jährlich in dem Bad erwartet.

Für die Finanzierung nimmt die Stadt ein Darlehen von neun Millionen Euro auf. Die anderen neun Millionen Euro kommen zu 40 Prozent aus dem Haushalt der Stadt Werder und zu 60 Prozent von der Kristall AG.

Die Blütentherme entsteht mit verschiedenen Innen- und Außenbecken mit unterschiedlichen Solekonzentrationen und Wassertemperaturen. Die Saunawelt besteht ausfünf Außen- und vier Innensaunen.

Die Saunawelt bietet zusätzlich ein Panoramabecken, Whirlpool, Hamam, Dampfbad sowie eine Saunabar mit Restaurant an.

Das Sport-Schwimmbad mit vier Bahnen kann zu besonders günstigen Tarifen besucht werden.

Wellness- , Massage- und Kosmetikabteilung und einen Physiotherapiebereich werden eingerichtet.

Restaurants wird es innen und außen mit Terrassenbewirtung geben.

Für Haut und Atemwege wird ein Gradierwerk hochprozentige Sole in die Luft freisetzen.

Kostenlose Parkplätze stehen zur Verfügung. 

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