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Potsdam-Mittelmark Bogenjagd auf Wildschweine könnte in zwei Wochen starten
Lokales Potsdam-Mittelmark Bogenjagd auf Wildschweine könnte in zwei Wochen starten
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01:15 31.05.2019
Wildschweine auf Futtersuche im Wald Quelle: Lino Mirgeler/dpa
Potsdam

Die Jagd mit Pfeil und Bogen auf Wildschweine soll voraussichtlich im Juni in den Gemeinden Stahnsdorf und Kleinmachnow (Potsdam-Mittelmark) beginnen. „Wir sind mit den Genehmigungen in der Endphase“, sagte der Sprecher des Umweltministeriums, Jens-Uwe Schade. „Nach jetzigem Stand könnte es in zwei Wochen losgehen.“ Die Genehmigung soll zunächst bis Januar 2020 begrenzt und das Projekt wissenschaftlich begleitet werden. Neben der Bogenjagd werde aber auch die Jagd mit Gewehren fortgesetzt, betonte Schade.

Die beiden Gemeinden leiden seit Jahren unter einer Wildschweinplage. In Stahnsdorf wurden pro Jahr rund 70 Wildschweine gezählt, die durch den Ort ziehen und Gärten verwüsten oder sogar Verkehrsunfälle verursachen. Mit Gewehren konnte die Population nicht ausreichend dezimiert werden.

Brandenburgs Tierschutzbeauftragter Stefan Heidrich lehnt die Bogenjagd ab. Seine Begründung: „Die Todeswirkung ist um ein Vielfaches geringer als bei Geschossen.“ Er befürchtet unnötige Schmerzen und Leiden für die Tiere, weil diese „auch nach einem guten Schuss noch viele Meter flüchten“ könnten. Heidrich rät dazu, den Wildschweinen in den Ortschaften „die Nahrungsgrundlage zu entziehen“. Anwohner dürften die Tiere nicht weiter anlocken und füttern.

Landesjagdpräsident Dirk-Henner Wellershoff hatte sich in einem MAZ-Interview grundsätzlich positiv über die Bogenjagd geäußert: Es sei eine Methode, „mit der man sehr geräuschlos und störungsarm jagen kann“, sagte Wellershoff. „Gerade in einem städtischen Gebiet birgt die Wildschweinjagd mit der Schusswaffe immer ein sehr hohes Risiko. Da kann die Bogenjagd ein zusätzliches Instrument sein, dem Wildschwein auf die Pelle zu rücken.“

In Deutschland ist die Bogenjagd seit 1976 verboten, in 17 anderen europäischen Ländern ist sie erlaubt. tk

Von Klaus Peters und Thorsten Keller

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