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Brück Tuningtreffen in Brück bricht alle Rekorde
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück Tuningtreffen in Brück bricht alle Rekorde
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17:18 29.04.2019
Aus dem Süden Niedersachsens ist Michael Ehrt mit seinem Volkswagen Bulli angereist. Quelle: Johanna Uminski
Brück

Das 4. Autotuning-Treffen in Brück hat alle Rekorde gebrochen. Es lockte am Wochenende nicht weniger als 5000 Besucher auf das Mapco-Firmengelände. Rund 500 Autoliebhaber aus ganz Deutschland fanden mit ihren aufgebrezelten Wagen den Weg nach Potsdam-Mittelmark. Stars, Mitglieder und Klubs der Szene präsentierten ihre Liebe und Leidenschaft zum Detail und zur Autotechnik.

Impressionen vom ersten Stelldichein der Tuningszene in Brück

Im Mittelpunkt stehen weniger leistungsstarke oder laute Autos. Vielmehr geht es um liebevolle Details, Ausgefallenes und extrem tiefer gelegte Autos, die durch ein Luftfahrwerk hoch- und runtergefahren werden können. Tuning Treffen Berlin und Mapco Autotechnik GmbH waren Gastgeber der Veranstaltung.

Weibliche Fans sind selten

Ein eher seltener Anblick: eine Autoliebhaberin beim Tuning-Treffen. Stefanie Leopold ist mit ihrem Volkswagen Touran von Blankenfelde nach Brück gekommen, vor allem der Freunde wegen, die sich dort begegnen, sagt die 30-Jährige. „Ich mag mein Auto“, betont die Mutter eines Sohnes, die ihr Auto tiefer gelegt und beklebt hat. „Das Auto soll einen anderen Stil haben – ich hole mir hier Inspirationen und schaue, was noch möglich ist“, sagt sie.

Vier Monate lang hat Silvio Stingl seinen Toyota Yaris mit einem Edding schwarz angemalt. „Ich habe das gesehen und wollte das auch haben“, erzählt der 35-Jährige, der bereits zum vierten Mal beim Autotuning-Treffen dabei ist.

Autos aus Amerika geholt

Aus dem Süden Niedersachsens ist Michael Ehrt mit seinem Volkswagen Bulli angereist. Der Enthusiast aus Hannoversch Münden ist zum ersten Mal in Brück beim Tuning-Treffen und genießt die Atmosphäre. Die Liebe zum Auto war ihm immer schon wichtig gewesen. „Jungs spielen mit Autos und irgendwann ist das eskaliert“, sagt Michael Ehrt verschmitzt.

Er ist mittlerweile Besitzer von elf Autos und schreckt nicht davor zurück nach Amerika zu fliegen, um ein Exemplar zu kaufen. „Ich kaufe alte Autos und mache die wieder schön – für mich haben alte Autos ganz viel Charme“, schwärmt der 36-Jährige.

Lesen Sie hier: Das war das Tuningtreffen im vergangenen Jahr

Die Investition sei nicht umsonst, betont er. „Die werden immer teurer.“ Sein Volkswagen Bulli, mit dem er die 300 Kilometer lange Strecke von Niedersachsen nach Brück gefahren ist, sollte eigentlich nur ein Transportauto für die Arbeit sein, erzählt Michael Ehrt. „Auch das ist eskaliert, wie bei jedem anderen Hobby auch.“ Gemeint sind das Luftfahrwerk, mit dem das Auto hoch und runtergefahren werden kann, die auffälligen Felgen und die Folien, mit denen der Wagen beklebt ist.

Drei Zentimeter bis zum Boden

Sebastian Unnasch von Tunning Treffen Berlin hat über seine Eltern, die Rallyes fahren, die Liebe zum Auto gefunden. „Das Autotuning passt zu mir“, sagt der Beelitzer. Seinen Honda Accord hat er für 500 Euro gekauft. Was er da reingesteckt hat, ist deutlich mehr als der Kaufpreis. Darüber schweigen die Liebhaber aber. „Das ist nicht mehr sinnvoll“, sagt er mit einem Lächeln.

Sein blau-gelb beklebtes Auto ist sehr tief gelegt. Lediglich drei Zentimeter Luft hat er zwischen der Schwellerkante des Autos und dem Boden. Auffällig ist das Auto aber vor allem wegen seiner veränderte Achsgeometrie der Reifen. „Die verstellten Radwinkel nennt man camber, das heißt so viel wie Sturz“, erklärt der 26-Jährige.

Beim Autotuning, also bei der Fahrzeugveredlung, geht es um die Individualität und Vielfalt, beschreibt Sebastian Unnasch das Besondere an seinem Hobby. Anerkennung und Lob gehen dann an ganz besondere Exemplare. Das Treffen in Brück sei für die Szene ein wichtiger Saisonauftakt. „Es ist ein ruhiges und entspanntes Treffen, es ist wie ein großes Familienfest.“

Von Johanna Uminski

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