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14:19 24.01.2019
Golzow wünscht sich für die Zukunft mehr Wohnbauland. Gerade wird der Flächennutzungsplan aktualisiert. Außerdem wird weiter in die kommunale Infrastruktur investiert. Quelle: Dirk Fröhlich
Golzow/Brück

Im 800. Jahr der urkundlichen Ersterwähnung will sich die Gemeinde mit einem aktualisierten Flächennutzungsplan mehr Entwicklungspotenzial für die Zukunft verschaffen. Vor allem Plätze für den Wohnungsbau sind knapp. Immer wieder muss Bürgermeister Ralf Werner Interessenten vertrösten, die sich gerne in dem 1300-Einwohner-Dorf an der Plane ansiedeln wollen. Deshalb werden in dem Papier, das noch bis zum 8. Februar in der Verwaltung des Amtes Brück ausliegt, mehrere Wohnbauflächen ausgewiesen.

Zwischen Fläming und Havelland

Mit ausgedehnten Kiefernwäldern, Grünland und Ackerflächen verbinden die Gemeinden des Amtes Brück das Havelland und den Fläming. Mehrere Gewerbegebiete und die Autobahn 9 sind wichtige wirtschaftliche Standortfaktoren.

Die Nähe zum Speckgürtel von Potsdam und Berlin machen insbesondere Brück, Borkwalde und Borkheide zu einem attraktiven Wohnstandort. Aktuell ist die Einwohnerzahl auf über 11 000 gestiegen.

Das Amt Brück wurde 1992 gegründet. Im Zuge der Gemeindegebietsreform von 2002 wechselte Golzow aus dem damaligen Amt Lehnin in das Amt Brück. Der leichte Einwohneranstieg hat die Verluste seit 1989 noch nicht wett gemacht. Damals gab es über 1500 Golzower.

Potenzial für Eigenheime sieht die Kommune unter anderem nordwestlich an der Grüneicher Straße, östlich der Ortslage parallel zur B 102, hinter der Feuerwehr und östlich der Brandenburger Straße. Mit der anhaltenden Nachfrage nach Baugrundstücken befindet sich Golzow in bester Gesellschaft mit anderen Kommunen im Amt Brück, wo die Einwohnerzahlen in den vergangenen 13 Jahren geradezu nach oben geschnellt sind.

Amtsdirektor Marko Köhler. Quelle: hMAZ

Erstmals konnte Amtsdirektor Marko Köhler in dieser Woche auf der Golzower Gemeindevertretersitzung einen neuen Einwohnerrekord vermelden. „Wir haben die Marke von 11 000 geknackt“, freute sich der Verwaltungschef. Genau genommen hat das eigene Einwohnermeldeamt mit dem Jahreswechsel 11 002 gemeldete Bürger registriert. „Die Entwicklung zeigt, dass wir in einer prosperierenden Region leben. Darauf müssen wir mit Investitionen in die Infrastruktur reagieren“, sagte Köhler.

Nach der ursprünglichen Bevölkerungsprognose des Landes müsste die Einwohnzahl spürbar zurückgegangen sein. Und zwar unter 9000. Genau das Gegenteil ist der Fall. Mit einem Plus von 3,1 Prozent hat Golzow an der positiven Entwicklung bislang nur den geringsten Anteil. Dagegen konnte Borkwalde in den vergangenen 13 Jahren einen Einwohnerzuwachs von 29 Prozent verzeichnen. Es folgen Brück mit 19, Borkheide mit 17,6 und Linthe mit 4 Prozent. „Lediglich die Gemeinde Planebruch hat 2,7 Prozent ihrer Einwohnerschaft verloren“, teilte Amtsdirektor Köhler in Golzow mit.

Kitas sind voll

Die Folgen der vielen Zuzüge sind in den öffentlichen Einrichtungen spürbar. Alle Kitas sind voll. „Freie Kapazitäten gibt es in der Regel erst mit den jährlichen Einschulungen“, so der Amtsdirektor. Auch die Schulen stoßen an ihre Grenzen. Mit einem Investitionspaket von rund 14 Millionen Euro wollen die Kommunen die Lage entspannen. Schwerpunkte in diesem Jahr sind der Bau eines multifunktionalen Erweiterungsbaus am Schulcampus in Brück (1,3 Millionen Euro), die Errichtung einer Kita mit Gemeindezentrum in Borkwalde sowie eines Schulneubaus mit Sporthalle in Borkheide für rund 6,5 Millionen Euro.

Golzows Bürgermeister Ralf Werner. Quelle: Frank Bürstenbinder

Auch in Golzow gehen die Anstrengungen zum Ausbau der unter kommunaler Trägerschaft stehenden Infrastruktur weiter. Mit einer Reihe von Beschlüssen haben die Abgeordneten in dieser Woche die Weichen für die weitere Modernisierung der Rochow-Grundschule gestellt. So wird nach der jetzt erfolgten Submission der Auftrag für die Errichtung eines Personenaufzuges erteilt. Die Kosten von rund 250 000 Euro werden mit 188 000 Euro aus dem Kommunalen Investitionsprogramm des Landes gefördert. Vorangetrieben werden ein 3. und 4. Bauabschnitt zur weiteren Sanierung von Unterrichtsräumen, die insbesondere in den Sommerferien 2019 und 2020 stattfinden, wie Bürgermeister Werner ankündigte.

Noch gilt Sicherungskonzept

Zur steigenden Attraktivität Golzows gehört der laufende Umbau eines ehemaligen Hortgebäudes zu einem Bürgerhaus. Derzeit läuft der Innenausbau, in wenigen Wochen soll die neue Heizung betriebsbereit sein. Außerdem unterhält die Kommune ein Freibad, das im heißen Sommer 2018 einen Besucherrekord von über 3000 Gästen verzeichnete. Vor Beginn der Saison 2019 soll die Zuwegung erneuert werden. Nach Herzenslust Geld ausgeben kann Golzow allerdings nicht. Noch immer wird mit einem Haushaltssicherungskonzept gewirtschaftet. Für 2019 hat die Kommunalaufsicht unter anderem die Erhöhung der Hundesteuer und der Vergnügungssteuer auf Landesdurchschnitt angemahnt.

Von Frank Bürstenbinder

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