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Brück Das ganze Amt will fahrradfreundlicher werden
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück Das ganze Amt will fahrradfreundlicher werden
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14:05 31.08.2019
Der Europaradweg R 1 führt schon durch das Amt Brück. Doch gibt es dort noch neue Wünsche für bessere Rad-Infrastruktur. Quelle: MAZ-Archiv
Brück

Neue Infrastruktur für Fahrradfahrer schaffen und bestehende Elemente erhalten möchte die Amtsverwaltung Brück. Dazu erhoffen sich die Akteure jetzt auch Hilfe von außen. Das Amt Brück ist daher der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen (AGFK) in Brandenburg beigetreten.

Der Landkreis Potsdam-Mittelmark sowie unter anderem die Städte Potsdam, Brandenburg an der Havel und Treuenbrietzen gehören zu den 13 Gründungsmitgliedern der AG mit nunmehr 19 Mitgliedern.

Radverkehr im Land fördern

„Wir erhoffen uns Hilfe für weitere Projekte“, sagt der Brücker Amtsdirektor Marko Köhler zum Grund des Beitritts. Rückendeckung erhält er vom Tourismusverein Zauche-Fläming (TVZF): „Der Fahrradtourismus ist eine ganz wichtige Säule, wenn es um nachhaltigen Tourismus geht. Wir unterstützen die Positionierung des Amtes und sind gern bereit, die Arbeit der Verwaltung unterstützend zu begleiten“, sagt der Vorsitzende Andreas Koska.

Ziel der AGFK ist es, durch kommunale Zusammenarbeit den Radverkehr im Land zu fördern. Dies gilt für Alltags- und Freizeit- sowie touristischen Radverkehr. Die AG will die Landesregierung unterstützen, das Fahrrad als gleichberechtigtes Verkehrsmittel zu etablieren und den Anteil am gesamten Verkehrsaufkommen zu erhöhen. Zudem soll die Sicherheit im Radverkehr gesteigert werden.

Rad von Linthe nach Treuenbrietzen gewünscht

Vor allem darauf hoffen auch die Akteure im Amt Brück. Das sieht sich bereits gut aufgestellt mit Fahrrad-Infrastruktur. So durchquert der Europaradweg R1 zwischen Borkheide und Baitz das Amtsgebiet. Der Radweg „Deutsche Einheit“ verläuft ebenfalls auf der Strecke. Zu ihm gehört eine in diesem Jahr eingeweihte moderner Fahrradstation am Borkheider Marktplatz. Entlang der Bundesstraßen B102 und B246 gibt es ebenfalls Radwege.

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Es gebe jedoch „auch einiges zu tun und Lücken im Netz“, heißt es aus der Amtsverwaltung. So gibt es Wünsche für Radwege entlang der Landesstraße 85 zwischen Golzow und Brück sowie von Linthe in Richtung Treuenbrietzen.

Vor allem die Einwohner der Gemeinde Planebruch kämpfen seit mehr als zehn Jahren für den Bau eines Radweges an der L85. Amtsdirektor Marko Köhler betonte bei seinem Amtsantritt vor zwei Jahren die Wichtigkeit dieses Radwegs. Für eine Unterstützung will er nun auch innerhalb der AG werben.

Der Europaradweg R1 zwischen Borkheide und Baitz durchquert das Brücker Amtsgebiet. Quelle: Michael Greulich

Dieser Forderung Nachdruck verliehen wird durch die Initiative „Radweg jetzt!“. Sie sammelte in den zurückliegenden Jahren mehrfach Unterschriften für das Projekt und startete im Juni auch eine Online-Petition im Internet. Mehr als 6000 Unterschriften kamen so insgesamt bereits zusammen.

Am Montag, 2. September, übergeben Ulf Dingelstaedt, der Bürgermeister der Gemeinde Planebruch, sowie einige Mitstreiter der Initiative ihre Forderungen erneut offiziell in Potsdam an den Petitionsausschuss des Landtages Brandenburg.

Unterschriftenlisten bislang ohne Erfolg

Bislang blieben Unterschriftenlisten, die auch an wechselnde Infrastrukturminister übergeben worden waren, nämlich ohne Erfolg. Der zuständige Landesbetrieb Straßenwesen sowie die Verkehrsverwaltung verweisen immer wieder auf den zu geringen Durchgangsverkehr auf der Landesstraße zwischen Brück und Golzow.

„Neueste Zählungen widersprechen dem aber“, informiert Ulf Dingelstaedt. „Laut Angaben des Amtes Brück werden an Werktagen demnach mehr als 2200 Fahrzeuge auf dieser Strecke gezählt“, so der Bürgermeister.

Kinder könnten Weg gut nutzen

Der Radweg sei einerseits von touristischer Bedeutung und werde in der touristischen Konzeption als solcher erwähnt. Andererseits sei er unabdingbar für die Einwohner der Dörfer Oberjünne, Cammer, Damelang und Freienthal. Da es dort keine Einkaufsmöglichkeiten gibt, seien ältere Einwohner, „die häufig keine Fahrerlaubnis besitzen, auf das Fahrrad angewiesen, um die Einkäufe oder Arztbesuche zu erledigen“, argumentiert der Bürgermeister.

Er denkt auch an weitere Nutzer. Die Kinder besuchen Schulen in Golzow und Brück. „Der Weg von fünf bis sieben Kilometern könnte in der schönen Jahreszeit per Rad erledigt werden. Allerdings nicht, wenn es keinen Radweg gibt. Denn vor allem der Lkw-Verkehr lässt Eltern davor zurückschrecken, dies den Kindern zu erlauben“, sagt Ulf Dingelstaedt der MAZ.

Von Thomas Wachs

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