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Brück Schüler sind verrückt nach Programmieren
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück Schüler sind verrückt nach Programmieren
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13:08 23.12.2019
Die Grundschüler sind begeistert und programmieren den Minicomputer mit sehr viel Freude. Quelle: Kollinger
Brück

Mit so einer großen Begeisterung und Freude der Grundschüler hat Katja Garpow nicht gerechnet. „Die Kinder waren an dem Tag fast nicht zu bremsen. Ich hätte am liebsten alle Räume, in denen Rechner stehen, aufgeschlossen“, berichtet die Sozialarbeiterin als die Kinder zum ersten Mal mit dem kleinen Rechner arbeiten durften.

Das knappe neun Zentimeter kleine Hexagon hat die Kinder der fünften und sechsten Klassen der Brücker Grundschule in seinen Bann gezogen. Der kleine Computer „Calliope“ kann mithilfe eines Laptops, PCs, Smartphones oder Tablets programmiert werden. Die Idee dahinter ist so einfach wie genial.

Der kleine Computer „Calliope mini“ erobert die Herzen der Kinder an der Brücker Grundschüler, die nun auf den nächsten Einsatz mit dem kleinen Hexagon warten.

„Damit soll auf niedrigem Level der Einstieg ins Programmieren spielerisch vermittelt werden“, betont Garpow, die das Prinzip des Mini-Computers mit Legosteinen oder Puzzle-Bauen vergleicht.

Insgesamt sind auf dem Calliope vier Spiele vorprogrammiert: „Schere, Stein, Papier“, ein Miniorakel, das kleine Einmaleins sowie das „Krachometer“, das anzeigt, wie laut die Kinder sind, erklärt die Sozialarbeiterin weiter.

Knappe neun Zentimeter begeistern die Kinder an der Brücker Grundschule. Mit dem „Calliope mini“ wird das Programmieren zum Kinderspiel. Quelle: Johanna Uminski

„Beim Programmieren kann man nichts falsch machen und auch die Fehlererkennung gehört zum Lernprozess dazu, wenn mal was nicht funktioniert“, sagt sie begeistert. Seit Jahren beschäftigt sich Katja Grabow mit dem Thema „Medienkompetenz“ speziell an Grundschulen, besuchte Fortbildungen und stieß irgendwann auf das Thema „Programmieren an Grundschulen“.

„Ich wollte gerne, dass die Digitalisierung im Schulalltag Platz findet. Irgendwann ist mir ein Calliope in die Finger gefallen“, berichtet Grapow, die das Projekt an der Brücker Grundschule initiiert hat. Sie habe in einem Zeitungsbericht gelesen, dass die Bundestagsabgeordnete Anke Domscheit-Berg (Die Linke) einen Klassensatz der kleinen Computer an eine Grundschule gesponsert hat. „Da dachte ich, das will ich auch“, berichtet sie.

Abgeordnete sponsert Rechner

Sie kontaktiere die Politikerin, die Anfang des Monats dann mit einem Klassensatz der Minicomputer in die Brücker Grundschule kam und die Kinder sofort begeisterte, berichtet Garpow.

Die Mission von „Calliope mini“

Die Mission von „Calliope mini“ ist es, jedem Schulkind in Deutschland ab der 3. Klasse einen spielerischen Zugang zur digitalen Welt zu ermöglichen.

„Wir wollen aber nicht nur Schülerinnen und Schüler, sondern auch die Lehrkräfte und das Bildungssystem erreichen, um langfristig dazu beizutragen, dass mehr digitale Inhalte an den Schulen vermittelt werden“, heißt es auf der Internetseite der Initiative.

Ein „Calliope mini“ kostet in der Grundausstattung 34,90 Euro.

Weitere Informationen unterhttps://calliope.cc

Der Besuch sowie die ersten Erfahrungen mit dem Programmieren am Mikrocomputer waren ein voller Erfolg, betont die Sozialarbeiterin. „Die Kinder scharren mit den Hufen und würden gerne weiter machen. Einige Eltern haben mir auch berichtet, dass auf dem Wunschzettel ihrer Kinder der Minicomputer steht.“

Geld ist da, Mitstreiter fehlen

Es fehlt bei der Umsetzung weniger das Geld als viel mehr Mitstreiter, die das Projekt unterstützen, erklärt sie. Fördertöpfe, die solche Projekte unterstützen, gibt es viele. „Wichtiger ist, dass auf dem Gebiet Fachkräfte ausgebildet werden“, so die Brückerin weiter und betont die Wichtigkeit eines solchen Angebotes.

„Das Programmieren des Computers kann fächer- und themenübergreifend eingesetzt werden. Im mathematischen Bereich können mit dem Calliope Nachbarzahlen bestimmt oder Kopfrechenaufgaben gelöst werden, in Deutsch ist ein Rechtschreibtrainer möglich oder für Musik ein Metronom“, um nur einige Beispiele zu nennen, so Garpow.

Noch nicht alle Geräte vergeben

Noch warten die kleinen Geräte auf ihren weiteren Einsatz, doch bereits im ersten Quartal des neuen Jahres können sich die Grundschüler freuen, wenn sie wieder programmieren dürfen. „Ich weiß noch nicht, in welchem Format das stattfinden wird, ob als Arbeitsgemeinschaft, Intensivworkshop oder in den Ferien“, erklärt Katja Garpow.

„Die Idee ist, dass die Kinder in die Zukunft schauen und diese mitgestalten. Die Digitalisierung spielt im Arbeitsprozess eine immer größer werdende Rolle. Das ist die Zukunft.“

Von Johanna Uminski

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