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Brück Asylbewerberheim noch kein Auslaufmodell
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück Asylbewerberheim noch kein Auslaufmodell
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16:38 04.04.2019
Die 2015 im Gewerbegebiet Brück gebauten Low-Cost-Häuser werden noch bis 3. Oktober als Asylbewerberunterkunftz genutzt Quelle: Andreas Metzler
Brück

Die Tage des Flüchtlingsheimes im Gewerbegebiet Brück sind eigentlich gezählt. Am 3. Oktober soll es geräumt sein. Deshalb war schon ein Teil der 2015 kurzfristig errichteten 60 Low-Cost-Häuser auf dem Gelände der Firma Feilmeier frei gezogen. Jetzt müssen die Unterkünfte wieder genutzt werden. 288 Asylbewerber haben zumindest vorübergehend dort eine Bleibe gefunden. Das sind 100 mehr als eigentlich für diese Zeit geplant waren. Das sagte Andreas Burdag, Fachbereichsleiter der Kreisverwaltung, in der jüngsten Sitzung des kreislichen Sozialausschusses.

Burdag zufolge sei ist im vergangenen Jahr das Aufnahmesoll im Landkreis nicht erfüllt worden. Vielmehr waren andere Landkreise mit freien Kapazitäten froh, wenn sie die Asylbewerber in ihren Quartieren unterbringen konnten. Von Ende November 2018 bis Ende Februar seien bereits 247 Personen aus der zentralen Aufnahmestelle Eisenhüttenstadt in mittelmärkische Heime entsendet worden.

841 Asylbewerber prognostiziert

„Seit Anfang März meldet der Landkreis deshalb jetzt selbstständig 15 freie Plätze, um die Aufnahme wieder etwas koordinierter regeln zu können“, berichtet Andreas Burdag. 2019 müssen seinen Ausführungen zufolge hierzulande 841 Asylbewerber aufgenommen werden. Im ersten Quartal sind schon 227 zugewiesen worden. Dies ist dem Vernehmen nach auch im Heim an der Potsdamer Straße in Teltow schon spürbar geworden.

Die temporäre Wiederbelegung der Einrichtung in Brück ist nicht ganz unproblematisch, wie die Verwaltung einräumt. Denn zum Beispiel waren die Verträge mit den Trägern der Sozialarbeit teilweise zu Ende oder die Kollegen wurden umgesetzt. Die Mitarbeiter des Wachschutzes sind indes weiter vor Ort.

Bustransfer zur Oberschule Brück

Ein Großteil der bisherigen Bewohner ist in das neu hergerichtete Domizil an der Schubertstraße in Werder umgezogen. Dort besteht vor allem bei den Familien die Herausforderung, die Kinder in Tagesstätten und Grundschulen unterzubringen. Für die Größeren ist ein Bustransfer zur ihnen bekannten Oberschule Brück organisiert.

Für die weitere Integration der Ausländer wird auf Kooperation mit den Kommunen und Institutionen gesetzt. „Das ist aber nicht einfach“, sagt Andreas Burdag. Denn bis auf die Personenzahl ist nichts bekannt, welche Menschen nach Potsdam-Mittelmark kommen werden. „Politik, Verwaltung und Bürger haben jedoch dazu meist viele Fragen, die sich nicht immer beantworten lassen.“

Geflüchtete in sieben Orten

Aktuell beherbergt der Landkreis Potsdam-Mittelmark Geflüchtete an sieben Standorten.

Die Unterkünfte befinden sich in Bad Belzig _ 183 Personen (28 Kinder)/ 206 Plätze; , Brück _ 288 Personen (39 Kinder) / 340 Plätze; Teltow _ 202 Personen (48 Kinder)/238 Plätze; Stahnsdorf _ 269 Personen (78 Kinder)/297 Plätze; Neuseddin _ 141 Personen (41 Kinder)/184 Plätze; Kuhlowitz _ 85 Personen (keine Kinder)/90 Plätze; Werder/Havel _ 185 Personen (97 Kinder)/240 Plätze).

Etwa 30 Prozent der Bewohner sind bereits anerkannte bzw. geduldete Asylbewerber für die eine Wohnung gesucht wird.

Mit der Gemeinde Michendorf soll als nächstes das Haus „Polygon“ eröffnet werden. So wird das ehemalige Hotel in der Ortsmitte jetzt im Amtsdeutsch genannt.

Kein Quartier abseits

Doch selbst dann wird es laut Prognose weitere Kapazitäten brauchen. Das Gebäudemanagement des Kreises Potsdam-Mittelmark ist deshalb weiterhin auf Akquise nach geeigneten Unterkünften. Standard ist eine Unterbringung in Mehrbettzimmern unter Berücksichtigung der nationalen und religiösen Herkunft, Einbettzimmer gibt es bei entsprechender medizinischer/sozialer Indikation. Dazu sind noch Gemeinschaftsräume und Kinderspielzimmer gefordert. Ferner wird darauf geachtet, dass die Flüchtlinge nicht abseits einquartiert werden. Versorgungseinrichtungen in der Nähe und soziale Infrastruktur sind erforderlich oder müssen mit Busse und Bahnen erreichbar sein.

Von René Gaffron

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