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Brück „Werden nun ernst genommen“: Brücker Senioren verschaffen sich Gehör
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück „Werden nun ernst genommen“: Brücker Senioren verschaffen sich Gehör
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06:51 12.06.2019
Margarete Günther ist seit 2011 Vorsitzende des Seniorenbeirats in Brück. Quelle: Tourismusverein
Brück

Seit zehn Jahren gibt es den Seniorenbeirat in Brück. In dieser Zeit haben die Mitglieder viel im Planestädchen erreicht. Sie setzen sich aktiv für die reiferen Semester im Ort ein, reden und gestalten mit. Zum Jubiläum findet im Rahmen der Brandenburgischen Seniorenwoche am Mittwochnachmittag im Gasthof „Schützenhaus“ eine zentrale Feier mit Rahmenprogramm statt. Margarete Günther ist Vorsitzende des städtischen Gremiums und zieht Bilanz.

Warum wurde vor 10 Jahren der Seniorenbeirat in Brück ins Leben gerufen?

Margarete Günther: Wir hatten ein Projekt in Potsdam-Mittelmark, das nannte sich „Hier will ich alt werden“. Damals mussten wir das Anliegen verteidigen, da waren wir schon eine tolle Truppe. Im Anschluss an das Projekt hätten wir uns auflösen können. Doch wir wollten weitermachen und so entstand die Idee des Seniorenbeirates.

Welche Aufgaben hat das Gremium in Brück?

Wir setzten uns für die Senioren ein, haben eine beratende Stimme im Sozialausschuss der Stadtverordnetenversammlung, in dem wir unsere Probleme darlegen und um Unterstützung bitten. Die Bandbreite reicht aktuell von Altersgerechtem Wohnen bis hin zu Zebra-Streifen. Regelmäßig organisieren wir im Monat einen Vortrag und kulturelle Veranstaltungen. Ich bin auch in Kreisseniorenbeirat und sehe, wie es in anderen Orten gehandhabt wird – da nehmen wir auch viel mit.

Was sind die wichtigsten Ziele des Seniorenbeirates?

Wir haben erreicht, dass wir ernst genommen werden – das war nicht von Anfang an so. Wir sind Ansprechpartner für die ältere Generation. Schön wäre, wenn wir das Thema „Wohnen im Alter“ voranbringen könnten. Da hapert es immer noch. Wir haben einen kleinen Fortschritt auf dem Friedhof in Brück-Rottstock erreicht, auf dem endlich eine vernünftige Urnengrabanlage entsteht. Auch hier dürfen wir mitreden.

Aktuell gibt es Seniorenbeiräte in Kleinmachnow, Stahnsdorf, Teltow, Bad Belzig, Michendorf, Seddin, Nuthetal und Brück - würden sie das auch anderen Orten empfehlen?

Wer sich in seinem Ort Verhör verschaffen möchte, sollte einen Seniorenbeirat haben. Wir haben sonst überhaupt keine durchgreifenden Möglichkeiten, an unsere Stadtverordneten ranzukommen und ein Mitspracherecht zu haben.

Welche Ziele hat sich der Brücker Seniorenbeirat für die Zukunft gesetzt?

Ein Thema bleibt das betreute Wohnen. Womit wir noch gar nicht zufrieden sind, ist der fehlende Fußgängerüberweg an der Ortsdurchfahrt. Ich denke an die geh- und sehbehinderten Menschen, die Probleme mit dem Überqueren der Straße haben. Da haben wir eine Absage bekommen. An der Angelegenheit bleiben wir aber dran und überlegen, wie wir noch den Fußgängerüberweg bekommen können. Da sind wir noch nicht zufrieden.

Von Johanna Uminski

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