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Brück Borkheide feiert Maibaumfest mit Eröffnung der Radstation
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück Borkheide feiert Maibaumfest mit Eröffnung der Radstation
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14:22 01.05.2019
Feierliche Eröffnung der Radstätte Deutsche Einheit und Maibaumfest in Borkheide. Quelle: Johanna Uminski
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Borkheide

Das Gemeindehaus in Borkheide. Klaus Herrmann und Marlies Langrock vom Borkheider Waldparadies boten zum Verleih zwei E-Bikes an. Kurze Zeit später wurde der Mehrgenerationenspielplatz gleich neben der neuen Radstätte eröffnet und von Jung und Alt erobert. Neben einem umfangreichen Spielangebot auf dem Marktplatz reparierten Stephan Güthoff und Felicia Matthes von Stiftung Job Fahrräder.

Am Dienstag wurde in Borkheide nicht nur das alljährliche Maibaumfest gefeiert – auch eine neue Radstätte wurde eröffnet. Die MAZ war dabei und hat die besten Bilder dazu in einer Galerie gesammelt.

Der Mehrgenerationenspielplatz samt Außenanlage kostete 243.000 Euro. 2014 stellten Edda Haage und John Peter Dostal die Idee im Sozialausschuss vor. Die Begeisterung hielt sich zunächst in Grenzen, erinnert sich Haage. „Ein Dank geht auch an Andreas Kreibich, der hinter unserer Idee stand.“ Dass zur Eröffnung nun Bürger unterschiedlichen Alters den Spielplatz erkunden, freut die Borkheiderin sehr. „Da geht einem das Herz auf.“

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Die Suche nach einem passenden Mehrgenerationenspielplatz führten Edda Haage und John Peter Dostal nach Berlin, Bad Belzig, Zehlendorf, Steglitz und Jüterbog. „Nicht alle waren auch für die ältere Generation geeignet“, so der Borkheider. Der Spielplatz sehe nicht nur schön aus, sondern fördere die Nachhaltigkeit. „Die Firma verwendet ausschließlich Holz aus Brandenburger Wäldern.“

Besondere Gäste kamen zur Einweihung des Mehrgenerationenspielplatzes aus Berlin und Panketal. Edith Boenke und ihre Tochter Susanne Streckfuß spendeten 14.000 Euro. „Wir hatten ein großes Grundstück im Ort der Gemeinde geschenkt und gesagt, dass sie was Nützliches damit finanzieren sollen“, sagt die Brandenburgerin. Beide Frauen zeigten sich zufrieden, dass das Geld gut eingesetzt wurde.

„Wir sind froh, dass daraus was geworden ist. Es ist offensichtlich, dass die Kinder den Spielplatz brauchten“, sagt die Berlinerin. Bei so vielen Gästen, Höhepunkten und Lobesreden ging eine Einweihung ein wenig unter: zwischen der Fichte, Buche und Eiche, die das Borkheider Baumdenkmal zur Deutschen Einheit bilden, steht eine Sitzgruppe mit einer Schachplatte.

Gespendet hat diese Uwe Schomburg, Vorsitzender des Haushaltsausschusses der Gemeinde Borkheide. „Ich spende Geld für soziale Projekte in der Gemeinde. Mir war 2015 klar, dass die Förderung der Sitzgruppe nicht ganz preiswert sein würde und habe deshalb in den letzten vier Jahren meine Aufwandsentschädigung angespart“, so Schomburg (SPD) weiter.

Unter der Leitung von Toni Goydke trat der neu gegründete Borkheider Chor zum ersten Mal auf. Mit ihren deutschen Volksliedern begeisterten Sie das Publikum und bedankten sich mit einer Zugabe. Borkheider Schüler präsentierten sich mit Liedern, Gedichten, Tänzen und Poi-Darbietungen.

Weiter im Programm ging es mit den Schülern der Musikschule Fröhlich sowie den Line Dancern Crazy Borkys. Nachdem die Feuerwehrmänner- und Frauen den Maibaum feierlich auf dem Markplatz aufgerichtet und befestigt haben wurde der 4. Kunst- und Kulturpreis verliehen. In diesem Jahr ging dieser an Lutz Behnke und Matthias Giese von Borkheide News TV, die mit ihrem YouTube-Kanal regelmäßig über die Waldgemeinde berichten und „Borkheide über die Landesgrenzen hinaus bekannt machen“, so Frank Seibicke und Elisabeth Keßler in der Laudatio.

Beide Borkheider waren sichtlich überrascht und nahmen dankend den Preis entgegen. Den Programmabschluss gaben die Fireflies, die mit ihrer Feuershow das Maibaumfest beeindruckend abrundeten.

Bei der Polizei konnten Fahrräder codiert werden. Im Gemeindehaus präsentierten Borkheider Künstler ihre Malereien, Installationen und Keramikarbeiten. Die Seniorengruppe die Couragierten um Rose Mandler sowie Ines Renner und Sandra Albertziok-Skambraks von der Kindertagespflege Kwirlies sorgten für Kaffee und Kuchen. Die DRLG-Ortsgruppe Borkheide stellte für die Kinder eine Hüpfburg auf.

Knapp 1100 Kilometer lang ist der Radweg Deutsche Einheit zwischen Berlin und Bonn, etwa 90 Kilometer dieser Strecke führen durch Brandenburg. Entstanden sind bislang 14 hochmoderne Radstätten entlang des Radweges, der durch die sieben Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Berlin führt.

Mit diesen Ländern hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur 2015 anlässlich des Jubiläums 25 Jahre Deutsche Einheit den Radweg initiiert. Borkheide ist der einzige Ort in ganz Brandenburg, der eine solche moderne Radstätte hat. Die Gesamtkosten für diese Fahrradstation in Höhe von 88.000 Euro trägt der Bund. Zur feierlichen Eröffnung schnitten Karola Lambeck (BMVI), Egbert Neumann (MIL), Amtsdirektor Marko Köhler sowie Bürgermeister Andreas Kreibich das rote Schleifchen mit den Scheren durch.

Weitere Gäste waren Kathrin Beier (Radverkehrsbeauftragte der Landesregierung vom MIL), Helga Brandt (Vertreterin des Landkreises PM), Mitglieder des Amtsausschusses sowie die Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Kommunen des Landes Brandenburg (AGFK).

Von Johanna Uminski