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Brück Wo Bürgern und Unternehmern der Schuh drückt
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10:56 14.05.2019
Viel Post erhofft sich Andreas Kreibich, der Bürgermeister Borkheides, jetzt von Bewohnern und Geschäftsleuten. Quelle: Johanna Uminski
Borkheide

Ideen, Anregungen und Informationen mitteilen, aber auch Ärgernissen einen Raum geben – diese Möglichkeit wird nun allen Borkheider Einwohnern eingeräumt. Bei einer Fragebogen-Aktion mitreden dürfen auch Kinder und Jugendliche im Alter zwischen sechs und 17 Jahren. Zudem können Unternehmen aus der Waldgemeinde auf diesem Weg zu Wort kommen.

In der Zeit vom 16. bis zum 25. Mai landen in allen Briefkästen in Borkheide zweiseitige Fragebögen. Darin geht es um Themen wie Wohnen und Familie, aber auch Mobilität, Gesundheit und Gemeindeleben. Bis zum 20. Juni 2019 können die Einwohner den ausgefüllten Fragebogen in den Briefkasten des Bürgermeisters am neuen Gemeindehaus am Kirchanger 3 einwerfen.

Anonym und freiwillig

Die Umfrage ist anonym und freiwillig. Bürgermeister Andreas Kreibich (SPD) hofft, dass viele Borkheider diese Möglichkeit nutzen, um sich mitzuteilen und einzubringen. „Wenn sich viele daran beteiligen, dann ist so eine Umfrage repräsentativ. Der Fragebogen nimmt auch keine Stunden in Anspruch und am Ende profitieren alle Borkheider Einwohner davon“, sagt der Ortschef.

Bundesweiter Wettbewerb

Borkheide will am nächsten BundeswettbewerbUnser Dorf hat Zukunft“ teilnehmen. Er gilt für Orte mit bis zu 3000 Einwohner.

Gesucht werden Ideen und innovative Projekte zur Gestaltung eines attraktiven dörflichen Lebens.

Derzeit läuft der 26. Bundeswettbewerb beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Schirmherr ist der Bundespräsident.

Die von den Bundesländern im Jahr 2018 bestimmten Landessieger nehmen 2019 am Bundesentscheid teil.

Die Preisträger werden auf der Internationalen Grünen Woche 2020 in Berlin ausgezeichnet. Darüber hinaus werden sie bei einem Empfang vom Bundespräsidenten geehrt.

Initiiert hat die Umfrage eine Arbeitsgruppe aus acht Personen inklusive des Bürgermeisters. Sie möchten sich mit dem Ort für den nächsten BundeswettbewerbUnser Dorf hat Zukunft“ bewerben. Wichtig sind die Ergebnisse der am Donnerstag startenden Umfrage aber nicht nur für die Teilnahme an diesem Wettbewerb.

Konferenz für alle Generationen

„Im nächsten Jahr laden wir alle Borkheider zur Generationenkonferenz ein, in der wir die Ergebnisse der Umfrage vorstellen“, erklärt Kreibich. Zentrale Punkte sollen für das Leben in der Waldgemeinde abgeleitet, beraten und realisiert werden. Die Generationenkonferenz soll voraussichtlich im Frühjahr stattfinden.

Bis dahin ist es aber noch ein langer Weg. Erst einmal muss der Brief mit dem Fragebogen an alle Haushalte verteilt werden. „Mitglieder unserer Arbeitsgruppe aber auch einige Senioren von den Couragierten unterstützen uns“, sagt der Bürgermeister. Etliche Haushalte und knappe 80 Kilometer Strecke müssen in den wenigen Tagen angesteuert und zurückgelegt werden. „Der Ort ist groß und wir haben nur ein paar Leute.“

Die Ergebnisse aus den Antworten fließen dann auch in die Fragebögen ein, die die Arbeitsgruppe für den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ ausfüllen muss. „Das sind viele Unterlagen – mehrere Hauptthemen mit jeweils weiteren Unterpunkten. Wir planen 15 bis 20 Seiten pro Punkt“, sagt Andreas Kreibich über die mühevolle Papierarbeit.

Hilfreicher Blick von außen

Dem Bürgermeister gehe es darum, den Ort noch interessanter zu machen. „Wir sind in Borkheide ganz gut aufgestellt, aber wenn man von außen gesagt bekommt, an welcher Stelle wir noch den Hebel ansetzen müssen, dann kann das nur gut für uns sein“, so Kreibich.

Bereits seit 2018 befasst sich die Arbeitsgruppe mit den Unterlagen und Recherchen rund um den Wettbewerb, der alle drei Jahre stattfindet. „Der Fragebogen ist für uns wichtig, auch unabhängig vom Wettbewerb“, betont Kreibich. „Wir merken daran, was alles gut läuft, aber auch, wo wir noch dran arbeiten müssen. Das ist quasi wie ein Konzept, eine Leitlinie für den Ort“, sagt der Bürgermeister.

Von Johanna Uminski

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