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Brück Brück bleibt knausrig – Schimanowski geht
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück Brück bleibt knausrig – Schimanowski geht
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17:57 23.05.2018
Bürgermeister Matthias Schimanowski (Pro Brück, links) und sein Stellvertreter Michael Klenke (SPD) müssen sich in Zukunft die anfallende Arbeit besser aufteilen. Quelle: Andreas Koska
Brück

Brücks Bürgermeister Matthias Schimanowski erhält weiterhin nur 750 Euro Aufwandsentschädigung.

Seinem Wunsch, die Aufwandsentschädigungssatzung zu ändern und wieder 100 Prozent der Gelder an die Abgeordneten und den Bürgermeister auszuzahlen, ist die Stadtverordnetenversammlung Brück nicht nachgekommen.

Bisherige Satzung bleibt bestehen

Auf Antrag der SPD-Fraktion wurde die vorliegende Vorlage so verändert, dass es bei der bisherigen Satzung bleibt.

In Brück wurden die Entschädigungen und Sitzungsgelder im Jahr 2004 auf Vorschlag des damaligen Bürgermeisters Karl-Heinz Borgmann um 25 Prozent gekürzt. Somit erhält der Bürgermeister heute 750 Euro statt der möglichen 1000 Euro.

Schimanowski selbst hatte sich enthalten

Der Stadtchef nahm die knappe Entscheidung, fünf Abgeordnete waren gegen die Erhöhung, drei dafür, zwei enthielten sich, gelassen. Eine der Enthaltungen kam von ihm selbst. „Es ging mir um die Vereinbarkeit von Ehrenamt, Familie und Beruf“, erklärte Schimanowski, der bei Zustimmung seine Arbeitszeit reduziert hätte.

„Dadurch wäre es allerdings zu einer Rentenreduzierung gekommen und man darf nicht vergessen, dass auch die Aufwandsentschädigung versteuert werden muss“, erinnerte er an die Nachteile.

Ehrenamtliche Arbeit darf nicht vom Geld abhängig sein

Nun wird er wohl seine ehrenamtliche Tätigkeit einschränken. Für Frank Schiffmann eine folgerichtige Entscheidung.

„Bisher ist die Arbeit gut gelaufen, aber man darf die ehrenamtliche Arbeit nicht vom Geld abhängig machen“, sagte der Fraktionsvorsitzende der SPD und forderte die Übertragung der Aufgaben auf die Schultern der Bürgermeister-Stellvertreter.

Als Konsequenz steigt Schimanowski 2019 aus

Ob jedoch jemand anderes bereit wäre, das Amt entsprechend auszufüllen, blieb offen. Das wird man spätestens im kommenden Jahr sehen, wenn die Kommunalwahlen anstehen.

Matthias Schimanowski hat bereits gesagt, dass er dann nicht mehr zur Verfügung stehen wird. „Die Arbeit macht mir Spaß und ich will sie gut machen, unter den gegebenen Voraussetzungen geht es nicht“, ist er überzeugt. Das eine Jahr bis zur Wahl will er jedoch im Amt bleiben.

Sitzungsgeld und Aufgabenbeschreibung für den Bürgermeister

Zumindest billigte die SPD-Fraktion dem Bürgermeister das Sitzungsgeld zu, das alle anderen Abgeordneten seit jeher gezahlt bekommen. „Weshalb dieses bisher nicht üblich war, ist nicht nachvollziehbar“, sagte der Fraktionsvorsitzende Frank Schiffmann.

Doch auch hier zeigt sich Brück knausrig: Während alle Gemeinden 13 Euro für bis zu drei Stunden lange Satzungen zahlen, entschädigt Brück nur mit zehn Euro.

Als Trostpflaster bekommt Schimanowski nun auf Wunsch von Michael Klenke (SPD) eine Aufgabenbeschreibung, die seinen Arbeitsaufwand dokumentiert.

Von Andreas Koska

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