Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brück Bahnhofsplatz trägt nun Namen von Karl-Heinz Borgmann
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück Bahnhofsplatz trägt nun Namen von Karl-Heinz Borgmann
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:34 28.09.2019
Der Bahnhofsvorplatz in Brück trägt seit Sonnabend den Namen von Alt-Bürgermeister Karl-Heinz Borgmann. Eingeweiht haben ihn Bürgermeister Matthias Schimanowski (li.) und Ex-Landrat Lothar Koch (re.) gemeinsam mit Borgmanns Sohn Uwe und Lebensgefährtin Margrit Wernicke sowie vielen Bürgern. Quelle: Thomas Wachs
Brück

Unter großer Beteiligung von Brücker Bürgern hat der Bahnhofsvorplatz der Stadt am Sonnabendvormittag erstmals einen Namen erhalten. Er ist auf Vorschlag des Bürgervereins und Beschluss der Stadtverordneten nun nach dem langjährigen Bürgermeister Karl-Heinz Borgmann benannt worden. Dieser war von 1993 bis zu seinem Tod im Jahr 2016 insgesamt 23 Jahre lang neben seinem Beruf als Gastwirt ehrenamtliches Stadtoberhaupt.

Idee vor drei Jahren geboren

Borgmann starb 2016 im Alter von 71 Jahren an Krebs. Schon damals gab es die Idee, einen Ort in Brück nach ihm zu benennen. Neben dem Bahnhofsvorplatz war auch der Platz vor dem Amtshaus für diese Ehrung vorgeschlagen worden. Die Stadtverordneten entschieden sich für den ersten Vorschlag am Eingangsbereich der Stadt.

Brücks ehemaliger Bürgermeister Karl-Heinz Borgmann ist 2016 verstorben. Quelle: Andreas Koska

Matthias Schimanowski (Pro Brück), der heutige Bürgermeister der Stadt, würdigte bei der Feierstunde am Samstag die Verdienste Borgmanns. „Er hat die Stadt geprägt durch seine besonnene Art und große Menschlichkeit.“ Für den Kontakt zu den Bürgern habe Borgmann keine Sprechstunde gebraucht.

In Amtszeit viel erreicht

 Obwohl die knappen Finanzen der Stadt immer zum Sparen genötigt hätten, „ist in der Amtszeit von Kalle Borgmann auch viel erreicht worden“, sagte sein Amtsnachfolger. Er erinnerte an den Umbau des Ärztehauses, den anfangs umstrittenen Bau des Naturbades, den Ausbau des Mehrgenerationenhauses sowie den Gleisanschluss ins Gewerbegebiet.

Der Bahnhofsvorplatz in Brück trägt seit Sonnabend den Namen von Alt-Bürgermeister Karl-Heinz Borgmann. Eingeweiht hat ihn Bürgermeister Matthias Schimanowski (li.) auch mit Borgmanns Sohn Uwe und Lebensgefährtin Margrit Wernicke. Quelle: Thomas Wachs

Eng verbunden gewesen sei Borgmann auch dem Sport und den Vereinen der Stadt. Zudem wirkte er auch als Vorsitzender des Amtsausschusses sowie Chef des Bürgervereins für die Stadt und die Region.

Partner aus Slowakei dabei

Auch die schließlich im Jahr 2007 offiziell besiegelte Städtepartnerschaft mit der Gemeinde Spiŝská Belá in der Slowakei ging auf eine von Karl-Heinz Borgmann unterstützte Initiative zurück. Entsprechend war nun auch eine Abordnung der Partner aus der Slowakei unter Führung ihres Bürgermeisters Jozef Kuna am Sonnabend mit dabei bei der Widmung des bislang namenlosen Brücker Bahnhofsplatzes.

Lesen Sie mehr zum Thema auch hier:

Der Stadtverordnete und ehemalige Landrat Lothar Koch (SPD) hatte sich als politischer Weggefährte Borgmanns zudem dafür stark gemacht, dass neben dem Straßenschild nun auch eine Gedenktafel am Platz an den Namensgeber erinnert. Dafür war ein Stifterrat gegründet worden, der den Entwurf Kochs umsetzte.

Bürger stiften Gedenktafel

„Die Granittafel ist vom Granitunternehmer Marcus Mattes spendiert und vom Steinmetz Andreas Kahl bearbeitet worden. Metallbauer Ronald Hyoff fertigte schließlich die Stele aus Edelstahl, die wir gemeinsam einbetoniert haben“, erzählte Lothar Koch gegenüber der MAZ. „Die Tafel spiegelt so die Art, wie Karl-Heinz sein Amt geführt hat: solide, bodenständig und verlässlich.“

Der Bahnhofsvorplatz in Brück trägt seit Sonnabend den Namen von Alt-Bürgermeister Karl-Heinz Borgmann. Bürger stifteten eine schlichte Tafel. Quelle: Thomas Wachs

Stolz sein könne die Familie auf die Verdienste von Karl-Heinz Borgmann. „Neben dem Beruf als Koch und Unternehmer noch ehrenamtlich Meister aller Bürger zu sein, das ist ein 24-Stunden-Job“, sagte Koch.

Karl-Heinz Borgmanns Sohn, Uwe Borgmann, zeigte sich gerührt von der Würdigung für seinen verstorbenen Vater. „Er hat sich nicht gern in den Vordergrund gespielt. Diese Art der Würdigung wird ihm aber gerecht. Sie hätte meinem Vater bestimmt so gefallen“, sagte Uwe Borgmann der MAZ.

Der Bahnhofsvorplatz in Brück trägt seit Sonnabend den Namen von Alt-Bürgermeister Karl-Heinz Borgmann. Quelle: Thomas Wachs

Karl-Heinz Borgmann ist der zweite Bürger der Stadt überhaupt, der mit einem Straßennamen gewürdigt wird. Bislang war lediglich die Karl-Friedrich-Straße nach dem Mann benannt worden, der bis zur Machtergreifung der Nationalsozialisten in den 1930er-Jahren Bürgermeister in Brück war.

Engagement lag ihm im Blut

Auch der Tourismusverein begrüßt die Ehrung für Karl-Heinz Borgmann. Er war unter anderem Gründungsmitglied des Fremdenverkehrsvereins, der heute Tourismusverein Zauche-Fläming heißt. „Karl-Heinz Borgmann war eine treibende Kraft des Vereins. Der Gastronom glaubte an die Anziehungskraft der Zauche und warb unermüdlich dafür", erinnert sich der heutige Vorsitzende, Andreas Koska. „Das Engagement für Brück und die Umgebung lag ihm im Blut, seiner Heimat galt sein ganzes Wirken, deshalb freuen auch wir uns über diese Ehrung.“

Von Thomas Wachs

Die Freien Bürger und Bauern im Kreistag Potsdam-Mittelmark nehmen Sven Schröder auf. Der Ex-AfD-Mann aus Borkheide wird gleich für ein wichtiges Gremium nominiert. Das war anders geplant.

28.09.2019

Über Jahre wurden hinter der Brücker Siedlung am Waldrand illegal Gartenabfälle abgelagert. Forstleute und Abfallwirtschaft haben den Müllberg nun beseitigt – und erklärt, wieso Grünschnitt nicht in den Wald gehört.

27.09.2019

Die Freude war riesengroß, als ein passender Stammzellenspender für die an Blutkrebs erkrankte Elaine aus Borkwalde gefunden worden war. Für Ende September war die Transplantation geplant. Diese muss nun verschoben werden.

26.09.2019