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Brück Das war der Tag der offenen Tür an der Oberschule Brück
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück Das war der Tag der offenen Tür an der Oberschule Brück
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12:32 26.01.2020
Ein Chemieexperiment hautnah: Mathe- und Chemielehrerin Stephanie Ahnert vergoldet vor den Augen der Kinder und Eltern mit Zink eine Münze. Quelle: Johanna Uminski
Brück

Während im Erdgeschoss die Jugendlichen der Schülerband dem Publikum ihr Können am Klavier, Schlagzeug und an der Gitarre sowie im Gesang zeigen, führt die Mathematik- und Chemielehrerin Stephanie Ahnert eine Etage höher den anwesenden Schülern und Eltern einen Trick vor und erklärt, wie sie fünf Cent vergoldet.

„Das ist natürlich kein richtiges Gold. Kupfer und Zink reagieren und werden zu Messing, das die schöne goldgelbe Farbe hat“, erklärt die Pädagogin. Traditionell lud die Brücker Oberschule am Sonnabend zum Tag der offenen Tür ein. Schüler und Eltern aus der Umgebung nutzen die Gelegenheit, um sich einen Eindruck von der Schule, ihren Fachbereichen und Arbeitsgemeinschaften sowie Angeboten zu machen.

Zu ihnen gehören auch Nicole und Stefan Kuckert mit ihrer zehnjährigen Tochter Philine. Die Familie hat sich bereits alle möglichen weiterführenden Schulstandorte der Umgebung angeschaut, berichten die Bad Belziger. „Die Brücker Oberschule macht einen guten Eindruck, ist gut organisiert und überschaubar. Interessant ist auch das Angebot an Arbeitsgemeinschaften“, betont die Belzigerin.

Traditionell öffnet die Brücker Oberschule am „Tag der offenen Tür“ ihre Pforten und lädt Eltern und Schüler ein, damit sich diese einen Eindruck von der Schule machen können. Schulabgängern stehen alle Wege offen.

Dass die Brücker Oberschule viel Wert auf ein gutes Verhältnis und Miteinander legt, das bestätigen ehemalige Schüler, die sich bereits in einer Ausbildung oder auf einer weiterführenden Schule befinden – und dennoch den Weg zurück in ihre Schule gefunden haben.

„Die Lehrer haben mir durch eine ganz schwere Zeit geholfen. Insbesondere mein Klassenlehrer. Das werde ich ihm in meinem ganzen Leben nicht vergessen“, sagt Jasmin Behr aus Borkwalde, die eine Ausbildung zur Pferdewirtin absolviert.

235 Schüler und 30 Lehrer

Bereits zum dritten Mal in Folge hat die Brücker Oberschule den Titel „Schule mit ausgezeichneter Berufs- und Studienorientierung“ verliehen bekommen.

Das Projekt „Fit für die Zukunft“ sowie der im April stattfindende „Zukunftstag“ sind Höhepunkte des beginnenden Prozesses der Berufsorientierung.

Aktuell besuchen 235 Schüler die Brücker Oberschule.

Etwa 30 Lehrer und Lehrerinnen arbeiten an der Schule.

Die Brücker Oberschule ist auch „Schule für gemeinsames Lernen“.

Weitere Informationen unter www.oberschule-brueck.de

„Ich schätze an der Schule das berufsorientierte Arbeiten. Man kann in alle Berufe reinschauen“, betont Laura Kuttke, die zunächst Laborantin werden wollte. Erst nachdem sie in so viele andere Berufe während ihrer Schulzeit in Brück schnuppern konnte, entschied sich die heute 19-Jährige anders. „Ich habe mein Fachabitur gemacht und bin nun angehende Erzieherin“, sagt die Bardenitzerin.

Die besondere „Wohlfühl-Atmosphäre“ der Schule unterstreicht auch die ehemalige Musiklehrerin Annette Radigk. „Auch außerhalb des Unterrichts lernt man die Kinder in den verschiedenen Arbeitsgemeinschaften besser kennen“, sagt die beliebte Musiklehrerin, die die Schülerband ins Leben gerufen hat und sich sehr darüber freut, dass es eine Nachfolgerin gibt, die ab dem zweiten Schulhalbjahr in ihre Fußstapfen treten wird.

Schulabgängerin stehen alle Wege offen

„Sie hat großes Interesse, die Schülerband weiterzuführen.“ Ein ganz großer Wunsch der beliebten, pensionierten Musiklehrerin sei auch, dass das jährlich stattfindende Musik-Tanzprojekt, das sie 1991 ins Leben gerufen hat, mit den Partnerschulen in Nordrhein-Westfalen sowie in Polen von der neuen und jungen Nachfolgerin weitergeführt wird. „Die neue Kollegin zeigt auch hier Interesse“, sagt Radigk glücklich.

Den Schulabgängern stehen nach der Brücker Oberschule alle Wege offen, betont Schulleiterin Barbara Neupauer. „Die Schüler können den Berufsbildungsabschluss, die Fachoberschulreife und bei entsprechenden Leistungen auch die Berechtigung zum Erwerb der gymnasialen Oberstufe erwerben. Das Abitur kann dann an einem Oberstufenzentrum, an einer Gesamtschule oder an einem Gymnasium abgelegt werden.“ Wer ein Lerntyp sei, solle aufs Gymnasium gehen, betont Neupauer. „Wer aber seinen Weg noch finden muss, der ist an unserer Oberschule genau richtig.“

ÖPNV-Taktung soll verbessert werden

Damit noch mehr Kinder aus dem Amtsbereich die Brücker Oberschule gut erreichen können, soll die Verkehrssituation im ersten Quartal dieses Jahres verbessert werden, erklärt Lars Nissen, Vize-Amtsdirektor.

„Die Taktung werde nicht nur für die Schüler der Oberschule, sondern auch der Brücker Grundschule wichtig sein.“ Wichtig sei dem Amt auch, dass es eine Verbindung zum „Knotenpunkt“ Golzow geben wird, und das sowohl Richtung Bad Belzig, Brandenburg, Werder und Potsdam, so Nissen weiter.

Lückenschluss zwischen Cammer und Golzow

Zwischen Golzow und Cammer gab es keinen ÖPNV. Jetzt soll es hier einen Lückenschluss geben, so der Vize-Amtsdirektor weiter. „Kinder, beispielsweise aus Golzow oder Ragösen, haben dann die Möglichkeit, die Schulen zu besuchen.“

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Von Johanna Uminski

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