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Brück Darum zahlt sich der Naturschutz-Einsatz für Tourismusbetriebe aus
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück Darum zahlt sich der Naturschutz-Einsatz für Tourismusbetriebe aus
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12:40 25.03.2019
Gerald Frisch bietet in Oberjünne Ferienwohnungen und Zimmer an. Auch Schwalben heißt er auf dem Hof willkommen. Quelle: TZF
Brück

Damit Rauch- und Mehlschwalben Nistmöglichkeiten bekommen, engagieren sich immer mehr Hausbesitzer. Weil Scheunen und Ställe sehr oft zum Wohnraum umgebaut worden sind, kommen die Schwalben an solche Stellen nicht mehr heran – womöglich ein Grund, warum die Schwalben-Population in den vergangenen 35 Jahren um 20 Prozent gesunken ist.

Seit 2009 setzt der Naturschutzbund Deutschland mit der Aktion „Schwalben willkommen“ ein Zeichen dagegen. Wer diesen Vögeln Nistplätze anbietet, kann sich registrieren lassen und bekommt eine entsprechende Plakette, die ihn als Schwalbenfreund ausweist.

Im Amtsgebiet bisher fünf Plaketten

Im Amt Brück haben bislang fünf Grundstücksbesitzer diese Auszeichnung erhalten, teilt der Tourismusverein Zauche-Fläming (TZF) mit, darunter TZF-Mitglied Gerald Frisch. Er und seine Frau Petra vermieten in Oberjünne Ferienwohnungen und -zimmer. „Ich freue mich schon auf die Frühlingsboten, unsere Gäste lieben den Anblick der Nester und beobachten gerne die Fütterung des Nachwuchses“, erzählt Frisch. Das Ehepaar zählte im vorigen Jahr sechs Nester, in denen 38 Jungvögel geschlüpft sind.

„Jeder kann den Sommerboten mit Nisthilfen, Lehmpfützen und insektenreichen Gärten helfen“, sagt Nabu-Vogelexperte Eric Neuling. Als flinke Flugkünstler seien die Schwalben Sympathievögel.

Noch kann man Nisthilfen anbringen

Ab Mitte März kann man die ersten Rauchschwalben erwarten. Mehlschwalben kehren ab Mitte April in ihre Brutgebiete zurück. Daher sei es sinnvoll, jetzt noch Nisthilfen anzubringen oder Lehmpfützen vorzubereiten.

In eher ländlichen Regionen fühlt sich die Rauchschwalbe wohl, die mit ihrem metallisch glänzenden Gefieder an der Oberseite, dem dunkelroten Kropfband und den langen Schwanzspießen gut zu erkennen ist. „Leider verschließen besorgte Bauern den Rauchschwalben ihre Ställe und Scheunen, um vermeintlichen Hygieneanforderungen gerecht zu werden“, bedauert Neuling. „Dabei gefährden sie unsere Gesundheit nicht. Vielmehr werden sie als Vertilger lästiger Fliegen und Mücken geschätzt.“

Eine wirtschaftliche Entscheidung

Rauchschwalben bauen ihre Nester eher im Inneren von Gebäuden. Eine kleine, durchgehend geöffnete Einflugluke reiche Rauchschwalben bereits aus. Der Tourismusverein unterstütze die Nabu-Aktion. Das Beispiel der Familie Frisch zeige, dass eine solche, gut sichtbare Plakette von Gäste wahrgenommen werde, heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins. Man habe festgestellt, dass dies bei den Gästen zu der Entscheidung führe, i Urlaub in der Zauche zu machen.

Bundesweit sind seit Beginn der Aktion vor zehn Jahren bislang etwa !3.800 Häuser mit einer Schwalben-Plakette versehen worden, davon 2500 allein im vergangenen Jahr.

Mehr über die Aktion „Schwalben willkommen“ gibt es im Internet unter www.nabu.de/schwalben

Von MAZ

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