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Brück Ferien auf der Pferderanch: In Brück lernen Kinder den Hofalltag kennen
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück Ferien auf der Pferderanch: In Brück lernen Kinder den Hofalltag kennen
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17:28 16.07.2019
Charlotte (l.) und Luise mit Stute Bonnie auf der „Wooden Tower Ranch“ in Brück. Die beiden Freundinnen nehmen an der ersten Ferienfreizeit des Hofs teil. Quelle: Josephine Mühln
Brück

 Der Unterricht in der großen Reithalle ist für Charlotte, Luise, Leon, Joeline und Annie eindeutig der Höhepunkt des Tages. Aber vorher heißt es natürlich Pferde versorgen, Pferde putzen und Pferde satteln. Denn auch für die Arbeit auf einer Ranch – oder vielleicht gerade dort – gilt: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.

Vergnüglich aber, das ist dieser Tag auf der Brücker „Wooden Tower Ranch“ für die fünf Ferienkinder allemal. Zum ersten Mal bieten Lutz und Birgitt Vollstädt in diesem Jahr eine Ferienfreizeit auf ihrem Hof am Rande der Stadt an. „Unser Motto lautet: Ranch-Alltag miterleben“, sagt Lutz Vollstädt.

Kuscheleinheit freut Mensch und Tier

Also holen Charlotte, Luise, Leon, Joeline und Annie sogleich die drei Pferde aus dem Stall, auf denen sie später auch reiten werden – Bonnie, Sweety und Darling. Die Kinder widmen sich ausgiebig der Fellpflege und säubern die Hufe der Tiere, bevor es ans Satteln geht. Und zwischendurch darf natürlich auch immer mal gekuschelt werden, was Mensch und Tier gleichermaßen freut.

Für die Geschwister Joeline und Leon aus Brück ist der Tag auf der Ranch eine Überraschung, den sich ihre Mama für sie überlegt hat. „Das macht großen Spaß“, befindet der siebenjährige Leon. „Eigentlich macht alles Spaß, aber am schönsten ist es, mit den Pferden zu kuscheln“, ergänzt Schwester Joeline.

Die Geschwister Joeline und Leon mit Sweetie. Sie wurden von ihrer Mama überrascht und freuen sich über den Ferientag auf der Ranch. Quelle: Josephine Mühln

Annie hingegen kennt sich auf der Ranch bereits aus. Die Achtjährige nimmt dort seit einem Jahr einmal in der Woche Reitunterricht. „Ich mag Pferde, sie sind meine Lieblingstiere“, sagt die Brückerin. „Und an der Ferienfreizeit gefällt mir, dass ich hier andere Kinder treffe.“

Lutz Vollstädt freut sich, dass das Angebot so gut angenommen wird. „Wir bieten damit natürlich auch die Möglichkeit, mal kurzfristig zu probieren, ob Reitunterricht was für das eigene Kind ist.“ Im Schnitt seien pro Tag fünf bis sieben Kinder gekommen – eine Gruppengröße von sechs Kindern sei für die Arbeit optimal.

Annie aus Brück striegelt Pferdedame Darling. Quelle: Josephine Mühln

Lutz Vollstädt und sein Team halten die Kinder jeweils von 8 bis 17 Uhr auf Trab, zwischendurch gibt es ein gemeinsames Mittagessen – Pizza, Nudeln, selbst gemachte Burger – sowie hier mal einen Snack und da mal ein Eis und kalte Getränke. „Vor allem die Mädels finden es natürlich toll, wenn sie den Pferden Zöpfe in die Mähne flechten können“, weiß der Ranch-Besitzer.

Eine Herausforderung sei natürlich jedes Mal, die Pferde gerecht zu verteilen und auch für jeden Teilnehmer das passende Pferd zu finden. Auch, die Kinder den ganzen Tag über zu begeistern, sei nicht immer ganz einfach, gibt der 53-Jährige zu. „Sie sollen eben lernen, was alles dranhängt an so einem Hof. An einem Tag waren die Kinder zum Beispiel auch dabei, als der Tierarzt bei einem Pferd eine Trächtigkeitsuntersuchung gemacht hat.“

Gestiegene Nachfrage für eine Ferienfreizeit

Besonders schön sei es, den Fortschritt der einzelnen Ferienkinder zu sehen. „Wenn man erst langsam anfängt und sie Schritt reiten – und dann vielleicht am Ende einer Woche geht es im Galopp durch die Halle. Das ist schon toll“, resümiert der Brücker, der die Ranch seit 2010 betreibt. Er habe das Ferienangebot auch wegen einer gestiegenen Nachfrage ins Leben gerufen. „Und diese Tagesbetreuung lässt sich für uns gut organisieren und ist nachhaltig für die Region.“

Charlotte aus Brück kennt die „Wooden Tower Ranch“ ebenfalls schon – sie reitet seit fünf Jahren, zuerst in Baitz, jetzt hier. Und sie hat ihre Freundin Luise gleich mitgebracht, die nach den Ferien ebenfalls weiter Unterricht bei Vollstädts nehmen will.

Luise will auch nach den Sommerferien weiter zum Reitunterricht auf der „Wooden Tower Ranch“ kommen. Auch Lutz Vollstädt wird sie dann unterrichten. Quelle: Josephine Mühln

„Ich finde es toll, Zeit mit den Tieren zu verbringen und auch mal zu sehen, was die Leute, die hier arbeiten, den ganzen Tag zu tun haben“, sagt die elfjährige Charlotte. „Ich bin seit Montag hier und habe jeden Tag was gelernt, das ist toll“, resümiert Luise. „Und so kommt zu Hause auch keine Langeweile auf.“

Von Josephine Mühln

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