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Brück Das steht im neuen Gefahrenabwehrbedarfsplan des Amtes Brück
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück Das steht im neuen Gefahrenabwehrbedarfsplan des Amtes Brück
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06:31 18.06.2019
Der aktuelle Gefahrenabwehrbedarfsplan zeigt, dass die Feuerwehren im Amt Brück sowohl personell als auch technisch gut aufgestellt sind. Quelle: Thomas Wachs
Brück

 Verkehrsunfälle und die Beseitigung von Sturmschäden machen den größten Teil der Einsätze der Feuerwehren des Amtes Brück aus. Das geht aus dem aktuellen Gefahrenabwehrbedarfsplan hervor.

„In 70 bis 80 Prozent der Fälle rücken wir zu technischen Hilfeleistungen aus“, erläutert Amtswehrführer Uwe Paul. „Allein 2017 sind wir zu 150 Einsätzen dieser Art gerufen worden – beispielsweise, weil Bäume auf Dächer, Straßen oder Leitungen gestürzt waren. Brände machen insgesamt etwa 20 Prozent des Einsatzgeschehens aus.“

44 Prozent Waldfläche

Ein erhöhtes Gefahrenpotenzial geht laut Plan zudem von den Gewerbegebieten Brück-Linthe, Borkheide, Alt Bork und Golzow sowie von den landwirtschaftlichen Betrieben und den Waldflächen im Amtsbereich aus.

„Diese umfassen etwa 44 Prozent der Gesamtfläche des Amtsbereiches und stellen daher gerade bei lang anhaltender Trockenheit ein nicht zu unterschätzendes Gefahrenpotenzial dar“, heißt es in dem Papier. „Zudem führen die Bahnlinien überwiegend durch bewaldete Gebiete, was immer wieder zu Waldbodenbränden führt.“

Drei Schwerpunktwehren benannt

In den Jahren 2014 bis 2017 sind die Feuerwehren des Amtes Brück insgesamt 282 Mal zu Einsätzen aufgrund von Unwetter ausgerückt.

Fahrzeugbrände machen laut Statistik den geringsten Teil der Einsätze aus. Hier mussten die Wehren 27 Mal helfen.

Eine durchschnittlich angenommene Hilfsfrist für die Feuerwehr Brück setzt sich aus einer Zeit von 13 Minuten zusammen: zwei Minuten Gesprächs- und Dispositionszeit, fünf Minuten Ausrückzeit und sechs Minuten Anfahrtszeit.

Mit der Brandschutzkonzeption 2008 sind im Amt Brück drei Ortsfeuerwehren zu sogenannten Schwerpunktfeuerwehren bestimmt worden: Brück, Borkheide und Golzow.

Ziel ist es, an diesen Standorten den Basisbestand der Einsatzmittel vorzuhalten – Lösch- und Spezialfahrzeuge wie zum Beispiel die Drehleiter sowie Sondergeräte wie Schere oder Spreizer.

Um all dem zu begegnen, seien die Wehren jedoch sowohl personell als auch technisch gut aufgestellt, sagen Amtsdirektor Marko Köhler und Amtswehrführer Uwe Paul. Dass das nicht immer so war, auch darüber gibt der Gefahrenabwehrbedarfsplan Auskunft.

„Die Anzahl der Kameraden ist bis zum Jahr 2012 um 13 Prozent gesunken. Dieser Abwärtstrend konnte gestoppt und eine Steigerung um 12,6 Prozent bis zum Jahr 2018 entgegengesetzt werden“, ist zu lesen. Mit Stand vom Dezember 2018 waren 258 Mitglieder in den Wehren des Amtes Brück aktiv.

>>> Lesen Sie auch: Uwe Paul bleibt Amtswehrführer in Brück

„Ein Vergleich mit den Zahlen von 2012 zeigt hier eine erfreulich gestiegene Bereitschaft der Kameraden zur Teilnahme an Qualifizierungsmaßnahmen. So ist die Anzahl der Zugführer von zwölf auf 15, und die der Gruppenführer von 31 auf 38 gestiegen. Insgesamt hat sich das Qualifizierungsniveau der Einsatzkräfte stetig verbessert.“

„Wir haben außerdem eine tolle Jugendarbeit – und ich hoffe, dass sich der positive Trend dort weiter fortsetzt“, sagt Uwe Paul. In Gömnigk sei beispielsweise zu beobachten gewesen, dass sich mit dem neuen Gerätehaus eine aktivere Jugendarbeit entwickelt habe. Diese Hoffnung gebe es nun auch für die anderen Standorte, wie beispielsweise Deutsch Bork.

Die Brücker Kameraden während eines Einsatzes bei einem Scheunenbrand in Alt Bork. Quelle: Thomas Wachs

„Eine tolle Vereinsarbeit steigert den Zusammenhalt in den Orten, macht sie lebendiger“, sagt Uwe Paul. „Wir wollen deshalb alles dafür tun, was in unserer Macht steht, um dieses Ehrenamt weiter zu stärken“, ergänzt Marko Köhler.

In der Vergangenheit sei beispielsweise schon die Aufwandentschädigungssatzung angepasst und die Entschädigung aufgestockt worden. Auch seien neue Funktionen innerhalb der Wehren ausgewiesen worden. „Um die Lasten besser und auf mehrere Schultern zu verteilen“, erläutert Marko Köhler.

Plan bewusst intern erarbeitet

Was die technische Ausstattung anbelange, so seien wesentliche Aspekte die Neu- und Nachbeschaffung von Geräten und Fahrzeugen – ganz oben auf der Wunschliste steht eine eigene Drehleiter. Die jetzige ist lediglich angemietet. „Dass die Leiter aufgrund der Gebäude- und Infrastruktur im Amt notwendig ist, bildet der Plan ab“, sagt Uwe Paul.

„Wir haben den Gefahrenabwehrbedarfsplan selbst aufgestellt – gemeinsam mit dem Amtsausschuss, der Verwaltung und den Feuerwehren“, erläutert Marko Köhler. „Wir haben uns bewusst dagegen entschieden, den Plan extern in Auftrag zu geben, weil der Brandschutz eine wesentliche Trägeraufgabe des Amtes ist.“

>>> Mehr zum Thema: Drehleiter soll erstmal gemietet werden

Das Thema sei so wichtig, dass das Amt selber die Grundlagen für künftige Entscheidungen in diesem Bereich festlegen wollte, so Köhler weiter. Zudem sei das auch eine Kostenfrage gewesen.

Von Josephine Mühln

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