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Brück Fraktionen wollen Brück fit für die Zukunft machen
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11:12 10.02.2020
Wie sich die Stadt Brück künftig entwickeln soll, dazu gibt es jetzt ein fraktionsübergreifendes SVV-Projekt. Quelle: Dirk Fröhlich
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Brück

Um ihre Heimatstadt fit für die Zukunft zu machen, haben sich drei Fraktionen der Brücker Stadtverordneten für das Stadtentwicklungsprojekt „Brück 2034“ zusammengetan. „Brück soll eine aufstrebende, nachhaltig wachsende Stadt im Einzugsbereich der Hauptstadtregion Berlin sein, ein attraktiver Wohn- und Arbeitsstandort für Jung und Alt im Zentrum des Amtes Brück“, lautet das Kernziel.

Mit dabei sind aktuell die Fraktionen Pro Brück, die CDU und die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG). Zur Zusammenarbeit aufgerufen hat im vergangenen Herbst Pro Brück. „Der Aufruf ging seinerzeit an alle Fraktionen und ihre Mitglieder“, macht die Pro Brück-Vorsitzende Isabel Pesch-Kolarczyk deutlich. „Es haben sich bisher nur die drei genannten Fraktionen beteiligt. Aber auch die Einladungen für unsere nächsten Treffen gehen stets an alle Fraktionen raus.“

Leitbild als Vision

Man sei seit Bestehen etwa ein Mal monatlich zusammengekommen. „Unsere oberste Vision war, dass wir ein Leitbild brauchen“, sagt Mathias Ryll (CDU). „Wir haben uns gefragt, was wir angehen wollen, was sinnvoll ist und umsetzbar.“ Bauland und Entwicklungsflächen hätten oberste Priorität, aber wichtig sei allen Beteiligten auch, dass die Stadt trotz Wachstum ihre Identität nicht verliere.

„Eine homogene Mischung wäre ideal“, sagt Isabel Pesch-Kolarczyk. Also beispielsweise ein gemischtes Wohngebiet mit Wohnungen – darunter auch altersgerechte – Häusern, Gewerbe und Handel. „Brück soll vorankommen. Wir wollen die Grundinfrastruktur halten und entwickeln – und keine Schlafstadt werden. Auch hier vor Ort soll noch was los sein.“

Drei Fraktionen der Brücker Stadtverordnetenversammlung haben sich für ein Stadtentwicklungsprojekt zusammengetan. Dazu gehören Frank Schulze (UWG), Isabel Pesch-Kolarczyk (Pro Brück) und Mathias Ryll (CDU). Quelle: Josephine Mühln

Es sei viel Potenzial vorhanden und das solle erweitert werden. „Wir werden besser, wenn wir die Stärken angehen und die Schwächen beseitigen“, sagen die Vorsitzenden der drei am Stadtentwicklungsprojekt beteiligten Fraktionen.

Die klaren Vorteile der Stadt seien der Bahn- und der Autobahnanschluss, die grundsätzliche Infrastruktur, die ärztliche Versorgung, der Bildungscampus und ihre Kapazitäten im Ortskern. Es gelte, die Nachteile anzugehen. Dazu zählten laut Isabel Pesch-Kolarczyk, Mathias Ryll und Frank Schulze (UWG) neben den fehlenden Arbeitsplätzen vor Ort auch die fehlenden Freizeit- und Einkaufsmöglichkeiten – fernab der Supermärkte – sowie ein fehlender Treffpunkt für die Jugend.

Bisher nur Einzelanträge

Es würden Kapazitäten gebraucht um den Leuten, die bleiben wollen, etwas bieten zu können. „Bisher dokterte dazu aber jeder mit seinen eigenen Ideen rum, war die Arbeit an der Stadtentwicklung größtenteils durch eine Vielzahl von Einzelanträgen der Fraktionen gekennzeichnet, die meist nur eine punktuelle Lösung herbeiführten – auch deshalb der Aufruf zu diesem Projekt“, sagt Isabel Pesch-Kolarczyk.

Was passiert ab 2022, wenn die Schranken mehr geschlossen als geöffnet sein werden, weil die Taktung des Regionalexpresses 7 geändert und die Strecke auch vom ICE genutzt wird? Wie können neue Investoren für das Gewerbegebiet gewonnen und der Tourismus gestärkt werden? Wo will man Brück im Jahr 2034 sehen? Diesen und weiteren Fragen wolle sich das Stadtenwicklungsprojekt künftig stellen.

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Insgesamt seien fünf große Themenbereiche ausgemacht worden: Soziales/Kulturelles, Bau/Infrastruktur, Finanzen/Politik, Umwelt und Wirtschaft. Die ersten Überlegungen zum weiteren Vorgehen würden bewusst außerhalb des Verwaltungsprozesses getroffen, um die dort knappen Ressourcen nicht unnötig zu binden.

Man wolle dann mit konkreten Vorschlägen an die Verwaltung herantreten. Auch solle das Projekt mittelfristig durch eine umfassende Bürgerbeteiligung ergänzt werden, um die Entwicklung der Stadt auf alle zuzuschneiden.

Bei Kernideen herrscht Konsens

„Bei den Kernideen, die angegangen werden müssen, ist der Konsens unter den Fraktionen sehr hoch – weil alle etwas für Brück tun wollen“, sind sich Pesch-Kolarczyk, Ryll und Schulze einig. Dabei würden die neuen Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung von den älteren lernen. „Die Motivation ist da und keiner, der torpediert oder blockiert. Das macht Spaß“, sagen die drei.

Von Josephine Mühln

Kathlen Pötner ist seit neun Jahren aktives Mitglied im Brücker Karnevals Club (BKC). Die 48-jährige Erzieherin ist nicht nur im Weiberelferrat, sondern bereichert den Verein vor allem mit ihrem Näh- und Basteltalent.

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