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Brück Erinnerung an den größten Sohn der Stadt
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück

Erinnerung an den größten Sohn der Stadt

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09:53 23.06.2020
An dem Gedenkstein für Gregor von Brück soll eine Rose niedergelegt werden Quelle: Helmut Kautz
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Brück

Der wohl bedeutendste Sohn der Stadt Brück ist Gregor Heinse, der sich später Gregor (von) Brück nennen sollte. An ihn und sein Wirken für die Reformation wird einmal mehr erinnert.

Er stammte aus einer wohlhabenden und gelehrten Familie. Bereits sein Vater Georgius Heinse, ein Bürgermeister von Brück, hatte früh Kontakt zur neuen Lehre Martin Luthers, dessen Vorlesungen an der Universität Wittenberg er noch im hohen Alter besuchte. Der Junior schließlich beriet den Reformator 1521 beim Reichstag in Worms und stritt später mit ihnen für den Fortschritt in der Kirche und in der Welt.

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Bekenntnis gilt bis heute

Anlass ist diesmal der 490. Jahrestag des wohl für die deutsche und europäische Geschichte wichtigsten Ereignisses im Leben des „Juristen der Reformation". Am 25. Juni 1530 übergab er auf dem Reichstag zu Augsburg, die lateinische Fassung der Augsburger Konfession an Kaiser Karl V. Dieses grundlegende Bekenntnis der Protestanten steht noch heutzutage in jedem Gesangbuch, erklärt Pfarrer Helmut Kautz.

Weiter heißt es: Gregor von Brück hat das Bekenntnis maßgeblich mit seinem ausgleichenden Wesen mitgeprägt. Man sagt, dass es gerade das Verdienst von ihm war, dass die Reformation einen "ruhigen Verlauf nahm". Luther, der im Januar 1530 in Brück die reformatorische Visitation persönlich vornahm, sagte über ihn: "Er ist der einzige Christ unter den Juristen!".

Zeremonie vor St. Lambertus

Vizebügermeister Michael Klenke (SPD) und Helmut Kautz wollen am Donnerstag, 17 Uhr, eine Rose niederlegen. Im Anschluss an das Zeremoniell wird es eine kleine Einführung in die Bedeutung der Confessio Augustana an Hand der Stadtmöbel mit Ausstellung rund um die Lambertuskirche geben.

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Von René Gaffron