Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brück Wie eine Jugendarbeiterin im Traumjob landet
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück Wie eine Jugendarbeiterin im Traumjob landet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:53 29.04.2019
Die Arbeit mit Kindern macht Felicia Matthes Freude. Quelle: Johanna Uminski
Borkheide/Borkwalde

Felicia Matthes Weg war nicht immer gradlinig. Er führte sie aber genau zu ihrem jetzigen Traumberuf. Nach ihrem Studium an der Fachhochschule Potsdam für Soziale Arbeit steht die 25-Jährige seit Februar dem Team um Stefan Güthoff und Gunnar Seiffert von der Job gGmbH zur Seite. Die Potsdamerin arbeitet als mobile Jugendarbeiterin und in der ambulanten Familienhilfe in den Gemeinden Borkheide und Borkwalde. Eine Tätigkeit, die ihr auch selbst sehr viel geholfen hat, Dinge aus ihrer Zeit als Leistungssportlerin aufzuarbeiten. Geboren ist sie in London und aufgewachsen in Brandenburgs Landeshauptstadt Potsdam.

Prägende Zeit zur Berufswahl

Nach der 11. Klasse verließ Felicia Matthes ohne Abitur die Schule. „Ich wusste nicht, was ich machen soll – wie das in dem Alter oft so ist.“ In die Arbeit als Einzelfallhelferin und Schulbegleiterin ist Felicia Matthes so reingerutscht, wie sie sagt. „Die Schule hatte mich damals gefragt. Das war das erste Mal, dass ich mit Kindern mit Beeinträchtigung in Berührung gekommen bin.“

Eine prägende Zeit für die junge Frau. „Das hat mir total Spaß gemacht, mich aber auch überfordert, weil mir der theoretische Hintergrund fehlte.“ Sie merkte aber, dass sie gut mit Kindern und Jugendlichen umgehen kann. Außerdem entschied sich die damals 19-Jährige, nach ihrer einjährigen Arbeit in der Schule, ihr Fachabitur nachzuholen. An einer Grundschule absolvierte sie ihr erstes Praktikum. „In dieser Zeit festigte sich der Wunsch, mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten.“ 2015 startete sie an der Fachhochschule ihr Studium für soziale Arbeit, das sie dieses Jahr erfolgreich absolvierte.

Enorme Herausforderung

Während ihres Studiums arbeitete Felicia Matthes in Reetz in einer stationären Einrichtung als pädagogische Fachkraft und Betreuerin. „Das war eine enorm große Herausforderung, weil ich schnell in die Rolle einer Mutter mit neun Kindern gerutscht bin – natürlich mit den Kollegen zusammen.“ Die Betreuung war immer mehrere Tage am Stück, Tag und Nacht. „Das war unheimlich schön und hat mir ganz viel gegeben, weil ich die Kinder und Jugendlichen und ihre Familien ganz intensiv kennenlernen durfte. Das war eine sehr wertvolle und kraftraubende Zeit“, erinnert sich die 25-Jährige.

„In dieser Zeit habe ich gemerkt, dass die Beziehungsarbeit zu Kindern und Jugendlichen ganz gut funktioniert und es hat mich bestärkt in meinem Berufswunsch.“ Die Rückmeldungen einiger ihrer Klientin nach ihrer Tätigkeit in der stationären Einrichtung gaben ihr die Bestätigung, weiterzumachen.

Für Verhaltensweisen sensibilisiert

Felicia Matthes hat den für sie richtigen Weg gewählt. „Für die Arbeit muss ich mich nicht verstellen, lerne unterschiedliche Menschen und Lebensweisen kennen und stelle fest, dass jeder sein Päckchen zu tragen hat. Das holt einen immer zurück.“ Die Arbeit hat sie für Menschen und ihre Verhaltensweisen sensibilisiert. „Ich finde es natürlich nicht gut, wenn jemand randaliert, aber dahinter steckt immer eine Geschichte, warum derjenige das macht.“

Ihre Arbeit hat auch sie selbst verändert. Früher spielte Felicia Matthes Fußball, war Leistungssportlerin und besuchte die Sportschule in Potsdam. „Durch meine jetzige Arbeit kann ich viele Dinge wie gruppendynamische Prozesse und Verhaltensmuster reflektieren. Ich konnte irgendwann akzeptieren, dass ich zu dieser Zeit nicht immer fair war.“

Zunächst noch andere Pläne

Felicia hat keine Kinder, kann es sich aber vorstellen, selbst Mama zu werden. Doch noch hat sie andere Pläne: Sie bewirbt sich für aktuell für den Masterstudiengang Soziale Arbeit mit dem Schwerpunkt Familie an der Fachhochschule Potsdam.

Von Johanna Uminski

MAZ-Service

Ausbildungsplatz gesucht?

azubify® - das Portal für Berufsstarter

Starte deine Zukunft und finde den Beruf der zu dir passt.

www.azubify.de/brandenburg

Borkheide ist stolz auf die einzige super moderne Radstation Brandenburgs am Radweg deutsche Einheit. Der Servicepunkt wird Dienstag eröffnet mit einem vollen Programm im Vorfeld des Maibaumfestes.

26.04.2019

Zum dritten Mal ist das Naturparkzentrum Raben der Ausrichter für die Pflanzentauschbörse. Dort werden auch seltene Tomatensorten offeriert. Einige wurden von den Mitarbeiten gezogen.

26.04.2019

Das Frühlingsfest geht auf Reisen – und findet 2019 nicht in Brück, sondern in Golzow statt. Dort wird viel für Kinder geboten. Vorher sollen Jung und Alt erneut für einen Radweg an der L 85 kämpfen.

26.04.2019