Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brück „Fit für die Zukunft“ an der Oberschule Brück
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück „Fit für die Zukunft“ an der Oberschule Brück
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:20 19.04.2018
An der Oberschule Brück findet jährlich die Woche   zur Berufsvorbereitung "Fit für die Zukunft" statt. Mit den Schülern wird das richtige Auftreten bei Vorstellungsgesprächen geübt.
An der Oberschule Brück findet jährlich die Woche zur Berufsvorbereitung "Fit für die Zukunft" statt. Mit den Schülern wird das richtige Auftreten bei Vorstellungsgesprächen geübt. Quelle: Andreas Koska
Anzeige
Brück

Viele Unternehmen aus der Region haben inzwischen ein großes Interesse, sich bei Schülern zu präsentieren. Während noch vor ein paar Jahren eher die Schüler aktiv eine Lehrstelle suchen mussten, kommen jetzt immer mehr Arbeitgeber in die Schulen und werben für sich und ihre Ausbildungsplätze. So auch während der Projektwoche „Fit für die Zukunft“ an der Oberschule in Brück.

Die meisten der 14 in Brück präsenten Unternehmen sind regelmäßige Partner. Mit der Hartmann AG und dem Johanniter-Krankenhaus Treuenbrietzen sind jedoch auch zwei neue Unternehmen dabei. „Der Sinn ist, den Schülern die Berufspalette vorzustellen, sie mit den unterschiedlichsten Arbeitsfeldern bekannt zu machen“, erklärt Sylvia Herrmann von „Agrar Aktiv“, dem Kompetenzzentrum für Landwirtschaft und ländlichen Raum. Außer ihr sind auch die Bundeswehr und das Gerätewerk aus Treuenbrietzen, die Straßenmeisterei, Werder-Frucht sowie der Versicherungsdienstleister Debeka beim Speed-Dating am Dienstag dabei.

Projekt „Praxis lernen“ seit zehn Jahren in Brück

Veranstaltet wird die Berufsvorbereitungswoche von der Koordinierungsstelle Schule und Wirtschaft des Landkreises gemeinsam mit der Schule. Das Projekt wird im Rahmen der Initiative Sekundarstufe I vom Bildungsministerium sowie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Brandenburg gefördert.

Die Oberschule Brück hat vor zehn Jahren mit dem Projekt „Praxis lernen“ begonnen, sagt Sylvia Kahmann. Die Lehrerin für „Wirtschaft-Arbeitslehre-Technik“ (WAT) ist von Anfang an dabei. In der 8. Klasse stellen sich die Betriebe in der Schule vor, ein Jahr später können Praktika in den Partnerbetrieben der Umgebung absolviert werden.

Nach der Vorstellung gibt’s sofort Feedback

Zum Beispiel auch bei der Debeka, wo Marco Sedlaczek als Angestellter im Außendienst tätig ist. Der 43-Jährige übt während der Projektwoche Vorstellungsgespräche mit den Schülern, sagt dabei offen, wo es klemmt und wo die Stärken der jungen Leute liegen. „Es gibt schon große Unterschiede zwischen den Jugendlichen, die meisten machen jedoch konzentriert mit. Ich denke, es bringt beiden Seiten einen Gewinn“, resümiert der Versicherungskaufmann.

Justin Lüdicke dagegen würde gern Kriminalist werden. Er berichtet über seine Hobbys und glaubt, Führungsqualitäten zu haben. Dass er um 5.30 Uhr auf der Wache zur Arbeit erscheinen müsste, störe ihn nicht. Die Mitschüler des 14-Jährigen loben im sofort folgendem Feedback-Gespräch seine klare Ausdrucksweise, sein insgesamt sicheres Auftreten und die deutliche Aussprache.

Zusammenarbeit soll fortgeführt werden

Es soll nicht das letzte Mal gewesen sein, dass Speed-Dating und Übungen zu Vorstellungsgesprächen an der Oberschule stattgefunden haben. „Die Zusammenarbeit ist gut und wir würden sie gern fortführen“, sagt Projektleiterin Linda Schröder von der Koordinierungsstelle. Bei Sylvia Kahmann rennt sie damit offene Türen ein. „Dass das Angebot ankommt erkennt man auch daran, dass die Schüler in diesem Jahr persönliche Dankesbriefe an die Mitarbeiter der hier vertretenen Firmen geschrieben haben“, sagt die Pädagogin.

Empfänger waren vor allem die Bundeswehr sowie Marco Sedlaczek und die Hartmann AG. „Das waren die drei Führenden in der von den Schülern im Nachgang erstellten Hitliste.“

Von Andreas Koska