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Brück Die Fördermittel für den Kita-Anbau fließen
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück Die Fördermittel für den Kita-Anbau fließen
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19:04 05.05.2019
Es kann losgehen: Auf der rechten Seite vom Kitaeingang soll der neue Anbau entstehen. Die ersten Vorbereitungen, die Beseitigung der Pflanzen auf dem Grünstreifen, haben bereits begonnen. Quelle: Johanna Uminski
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Borkheide

Gute Nachrichten für Borkheide: Die Gemeinde erhält für den Kita-Anbau eine Fördermittelzusage in Höhe von 305.000 Euro vom Landesamt für Ländliche Entwicklung. Für den Anbau und die Sanierung (Heizungsumbau) am bestehenden Gebäude hat die Gemeinde Borkheide zudem über 400.000 Euro in den Haushalt 2019 eingestellt.

Voraussetzung war, dass der Anbau gefördert wird. Nach der Fördermittelzusage soll es nun in der Sommerpause ab 15. Juli mit dem Anbau losgehen. Für die Umsetzung der Baumaßnahme hat die Gemeinde für die Kita eine Schließzeit bis zum 2. August festgelegt. Der Bauantrag ist bereits 2018 genehmigt worden.

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Mit Vorbereitungen begonnen

„Die Kita freut sich sehr über die Fördermittelzusage, weil die Gemeinde das nicht alleine stemmen kann“, sagt Andrea Bergholz, Leiterin der Kindertagesstätte „Sonnenschein“ und zeigt, dass bereits mit den ersten Vorbereitungen für den Umbau begonnen wurde. „Die Pflanzen im Eingangsbereich wurden beseitigt.“

Die Leiterin sei nun gespannt, wie schnell sich alles realisieren lasse. „Manche Eltern freuen sich schon auf einen neuen Kitaplatz, im wahrsten Sinne des Wortes“, so Bergholz.

Platz für weitere 20 Kinder

In dem neuen Anbau sollen weitere 20 Kinder Platz finden.

Aktuell besuchen die Einrichtung 98 Kinder.

Der Zuzug in den beiden Waldgemeinden steigt, sodass der Platz in den Kindertagesstätten immer knapper wird.

Vor zehn Jahren wurden in der Borkheider Kita 55 Kinder betreut, vor fünf Jahren bereits 77 Kinder.

Zufrieden zeigt sich auch Uwe Schomburg (SPD), Vorsitzender des Haushaltsausschusses der Gemeinde Borkheide. „Mit Ausnahme der Radstation zur Deutschen Einheit ist es das erste Mal seit der Neugestaltung des Marktplatzes, dass wieder Fördermittel nach Borkheide fließen.“

Den Schulanbau im vergangenen Jahr mit zwei neuen, modernen Klassenzimmern, die Sanierungsmaßnahmen an und in der Schule an sich, den Umbau des Gemeindehauses, die Gestaltung des Mehrgenerationenspielplatzes, die Gemeindeanteile für Straßenausbau und bessere Beleuchtung – all das habe Borkheide in den letzten fünf Jahren mit eigenen Finanzmitteln geschafft, so Schomburg weiter.

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„Rund zwei Millionen Euro Strukturinvestitionen sind trotz begrenzter Mittel ohne Kreditaufnahme für ein lebenswertes Borkheide gestemmt worden.“ Uwe Schomburg lobt ausdrücklich Andreas Kreibich, die Mitarbeiter im Amt und Amtsdirektor Marko Köhler, aber auch die Gemeindevertreter.

„Es zeigt sich einmal mehr, was gelingen kann, wenn gemeinsam gehandelt wird. Das Konzept der Kita, von Edda Haage und Peter Dostal an der Spitze des Sozialausschusses und Elke Pollak als Mitglied maßgeblich vorangetrieben, ist ständig verbessert worden und schlüssig. Andreas Kreibichs erste Amtszeit als Ur-Borkheider Bürgermeister steht unter einem günstigen Stern. Gut, dass er wieder zur Wahl antritt“, so der Borkheider weiter.

Siedlungsdruck wird sichtbar

An den wachsenden Kinderzahlen zeige sich der Siedlungsdruck in Borkheide und Borkwalde, den keine Landesplanung auf dem Schirm hatte. „Mit dem RE 7 vor der Tür sind beide Gemeinden bevorzugtes Ansiedlungsgebiet“, sagt Schomburg.

Frank Seibicke kämpft seit Jahren mit immer neuen Ideen und Eingaben für einen besseren Takt im Nahverkehr und hofft, dass es demnächst mit der Vergabe der neuen Betreiberlizenzen endlich Verbesserungen gibt“, so der Vorsitzende des Haushaltsausschusses der Gemeinde Borkheide.

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Er erinnert außerdem daran, dass zusätzlich eine neue Kita in Borkwalde entstehen soll. „Die Absprache der Gemeinden sieht vor, dass Borkwalde eine neue Kita auch für Kinder aus Borkheide baut, und Borkheide die neue Schule auch für die Borkwalder Kinder.“

Von Johanna Uminski