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Brück „Herrentuter“ locken Christkind auf die Erde
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück „Herrentuter“ locken Christkind auf die Erde
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13:28 12.12.2019
An jeder Ecke wird getutet: Domenik Specht und Marvin Queißer waren letztes Jahr als Herrentuter unterwegs. Quelle: Andreas Koska
Cammer

In vielen anderen Dörfern ist diese Tradition längst ausgestorben, in Cammer gibt es sie noch: Ab Montag ziehen wieder Jugendliche mit Tröten durch den Ort. Neun Tage lang kündigen die „Herrentuter“, auch „Hirtentuter“ genannt, lautstark das nahende Weihnachtsfest an. In diesem Jahr haben der 13-jährige Chris Große und der zwölfjährige Marvin Queißer die Ehre.

Am Montagabend nach Sonnenuntergang starten die beiden ihren ersten Rundgang durchs Dorf. An jeder Ecke kündigen sie mit sogenannten Schalmeien, speziellen Holzblasinstrumenten, Heiligabend an. Traditionell dient der Krach als Wegweiser, um das Christkind auf die Erde hinab zu leiten.

Fast ausgestorbene Tradition

Früher zogen noch überall im Fläming Hirtentuter durch die Dörfer, um Weihnachten anzukündigen. Mittlerweile ist die Tradition so gut wie ausgestorben – nur Cammer hält sie noch hoch. Vergleichbare Bräuche gibt es nur noch in ein paar Dörfern in Mecklenburg-Vorpommern, erklärt Andreas Koska vom Dorf- und Heimatverein Cammer.

In diesem Jahr kam dem Brauch besonders viel Aufmerksamkeit zu. Grund dafür ist der Antrag einer Interessensgemeinschaft aus Cammer, das „Herrentuten“ in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Unesco aufzunehmen. Unterstützt wird der Antrag vom Amtsdirektor des Amtes Brück, Marko Köhler, dem Tourismusverein Zauche-Fläming, den Landfrauen, der Kirchengemeinde Golzow-Planebruch sowie dem Dorf- und Heimatverein Cammer.

Laut der deutschen Unesco-Kommission zählen zum immateriellen Kulturerbe zum Beispiel überlieferte Bräuche, Rituale und Feste, aber auch traditionelle Handwerkstechniken. Alle zwei Jahre können Vereine oder Interessensgemeinschaften Vorschläge für die Liste einreichen. Ob es die Cammerschen „Herrentuter“ auf die Liste schaffen, zeigt sich bis zum Herbst kommenden Jahres.

Von Hannah Rüdiger

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