Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brück Sanierung geplant: Das steht für die Gerätehäuser in Brück und Golzow an
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück Sanierung geplant: Das steht für die Gerätehäuser in Brück und Golzow an
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
18:13 17.01.2020
Das Feuerwehrgerätehaus in der Brücker Feldstraße soll am Dach und an der Fassade saniert werden. Quelle: Josephine Mühln
Anzeige
Brück/Golzow

Die Feuerwehrgerätehäuser der Brücker und der Golzower Kameraden sollen saniert werden. Laut Beschluss des Amtsausschusses bekommt das Haus in der Brücker Feldstraße einen neuen Putz sowie einen neuen Traufbereich am Dach. In Golzow soll die Dachhaut erneuert werden.

„Unser Feuerwehrgerätehaus in der Feldstraße wurde 2005 gebaut und ist reif für eine Sanierung“, erläutert Amtswehrführer Uwe Paul im Gespräch mit der MAZ. „Es sind erhebliche Mängel in der Dachkonstruktion und an der Fassade zu sehen.“

Anzeige

Zwei Sanierungsvarianten

Für die Sanierung habe es zwei Varianten gegeben. Eine große mit Um- und Ausbau innen, sowie die kleinere mit Sanierung von Dach und Fassade, für die sich letztendlich entschieden wurde. Die Durchführung beginne voraussichtlich 2021, jetzt habe der Amtsausschuss zunächst die Vorplanung beschlossen.

Für das Ganze liegt laut Beschlussvorlage noch eine Kostenschätzung aus dem Jahr 2018 vor. Demnach werde mit Kosten in Höhe von etwa 70.000 Euro gerechnet.

254 aktive Mitglieder

Mit Stand Dezember 2019 sind in den Feuerwehren des Amtes Brück 254 Mitglieder aktiv.

Bei der jüngsten Jahreshauptversammlung ist Jürgen Schulz von der Ortsfeuerwehr Gömnigk für 40 Jahre Feuerwehrdienst ausgezeichnet worden.

Außerdem wurden Danny Hatscher und Denny Schadly (beide Ortsfeuerwehr Golzow) zum Brandmeister befördert.

Marlies Zibulski als stellvertretende Amtswehrführerin und Bodo Hoffmann als Ortswehrführer von Damelang wurden aus ihren genannten Funktionen verabschiedet. Beide bleiben aber aktive Mitglieder.

„Das Feuerwehrgerätehaus in Golzow ist ein älterer Bau, vielleicht aus den 1970er-Jahren“, schätzt Amtswehrführer Uwe Paul. Dort müssten eigentlich neben der Dachhaut auch die Fahrzeughalle selbst inklusive der Heizung saniert werden. „Aber der Amtsausschuss hat beraten, was in diesem Jahr realisiert wird – und das zunächst hinten angestellt.“

Außerdem lobt Uwe Paul die Golzower Kameraden. „Sie haben in den vergangenen Jahren viel in Eigenregie gemacht. Das Geld für die Arbeiten haben sie vom Amt bekommen und dann beispielsweise den Parkplatz hergerichtet.“

Übergabe der Urkunde für 40-jährige Treue und Pflichterfüllung in der Freiwilligen Feuerwehr Gömnigk bei der Jahreshauptversammlung im Dezember 2019: (v.l.) Mathias Ryll, Amtsausschussvorsitzender, Uwe Paul, Amtswehrführer, Jürgen Schulz als Auszuzeichnender und Marko Köhler, Amtsdirektor. Quelle: Privat

In der zugehörigen Beschlussvorlage für die Sanierung in Golzow heißt es, dass der Dachaufbau des Feuerwehrgerätehauses untersucht und die Dachhaut partiell geöffnet worden sei. Das Ergebnis: eine noch intakte Dämmung, aber eine kaputte Dachhaut.

Die Kosten für deren Sanierung belaufen sich laut dem Papier auf 65.000 Euro. Bei den Arbeiten sollen die obere Dachhaut belassen und nur die Schadstellen geöffnet und entsorgt werden. Auch die Attika müsse nicht erneuert werden.

Lesen Sie auch: Das steht im neuen Gefahrenabwehrbedarfsplan des Amtes Brück

„Wir sind in der glücklichen Lage, dass viele unserer Feuerwehrgerätehäuser bereits um- und ausgebaut oder neu gebaut sind“, sagt Amtswehrführer Uwe Paul. „Reparaturbedarf gibt es zwar an einigen Stellen, aber Häuser, die nicht mehr dem Standard entsprechen, stehen eigentlich nur in Neuendorf und Damelang.“

An beiden Standorten sei deshalb mittelfristig zu prüfen, ob ein Um- oder Ausbau durchgeführt werden müsse. „Für dieses Jahr ist im Haushalt nur grundsätzlich eine Bestandsaufnahme der personellen Kräfte und Mittel geplant“, sagt Uwe Paul weiter.

Zu 175 Einsätzen ausgerückt

Die Feuerwehren des Amtes Brück sind im vergangenen Jahr zu 175 Einsätzen ausgerückt, wie der Amtswehrführer berichtet. Am häufigsten – in 41 Fällen – mussten die Kameraden demnach zu Verkehrsunfällen ausrücken oder um Betriebsstoffe zu binden. 38 Mal wurden sie zur Brandbekämpfung gerufen und 26 Mal zu Sturmschäden, weil etwa ein Baum auf die Straße oder in einen Strommast gestürzt ist.

„Eine gute Tendenz, die ich außerdem feststelle: Seit 2015 gab es keinen böswilligen Alarm im Amtsbereich mehr“, ergänzt Uwe Paul. „Also dass Leute einfach angerufen haben, um zu gucken, ob die Feuerwehr kommt. Diese Zahl ist jetzt bei Null, das ist sehr gut.“

Mehr zum Thema: Neuer Amtsjugendwart: Das will Oliver Lauft für die Feuerwehren

Stolz sei Uwe Paul zudem auf eine weitere Sache, wie er erzählt. „Wir haben zehn Ortsfeuerwehren im Amt und sieben von ihnen haben auch eine Jugendfeuerwehr. Zum Beispiel hat sich die Jugendfeuerwehr in Linthe erst im vergangenen Jahr neu gebildet.“ Insgesamt sei die Zahl der Kinder- und Jugendlichen in den vergangenen fünf bis sechs Jahren von 60 auf 134 angestiegen.

Mit der Brandschutzkonzeption von 2008 sind im Amt Brück drei Ortsfeuerwehren zu sogenannten Schwerpunktfeuerwehren bestimmt worden: Brück, Borkheide und Golzow. Ziel ist es, an diesen Standorten den Basisbestand der Einsatzmittel vorzuhalten – Lösch- und Spezialfahrzeuge wie zum Beispiel die Drehleiter sowie Sondergeräte wie Schere oder Spreizer.

Von Josephine Mühln