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Brück Israel-Austausch: Pfarrer Helmut Kautz gibt Projekt ab
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11:00 05.02.2020
Auch 2020 findet der Jugendaustausch „Le Chaim Israel Belzig“ statt. Brücks Pfarrer Helmut Kautz gibt das Projekt ab: Jan Schneider (l.), Helmut Kautz, Ella Enzmann und Oliver Notzke bei der Übergabe. Quelle: Privat
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Brück

Auch in diesem Jahr geht es für eine Gruppe von Jugendlichen aus Bad Belzig und Umgebung nach Israel. Das teilt Brücks Pfarrer Helmut Kautz mit – der das Projekt „LeChaim Israel-Belzig“ wegen seines bevorstehenden Weggangs nun aber abgegeben hat.

„Die Zeit ist gekommen, die Begleitung meines liebsten Babys in andere Hände zu legen“, sagt er. Und so übergab er die Trägerschaft symbolisch an den Bad Belziger Christlichen Verein Junger Menschen (CVJM) mit dessen Mitarbeiter Jan Schneider sowie den Golzower Famulus – Pfarrer in Ausbildung – Oliver Notzke.

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Beitrag zur Völkerverständigung

„Zusammen mit dem bewährten Team von ehemaligen jugendlichen Teilnehmern um Frank Moritz und Meike Achtnichts, werden sie aktiv den Israel-Jugendaustausch begleiten und so einen wichtigen Beitrag zur Völkerverständigung zwischen Deutschen und Israelis leisten“, sagt Helmut Kautz.

Schon bald finde das Vorbereitungsseminar auf Schloss Gollwitz statt, bei dem die Jugendlichen von Sozialpädagogin Ella Enzmann aus Lütte und dem Leiter des Bad Belziger Infocafés „Der Winkel“, Benjamin Stamer, begleitet werden.

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„Beide waren vor 14 Jahren selber Teilnehmer des Austausches ,LeChaim Israel-Belzig’ und haben entscheidende Impulse für ihr Leben bekommen“, weiß Helmut Kautz. „Da geht es ihnen wie vielen der fast 200 Jugendlichen, die mit dem vom Bundesministerium für Jugend geförderten Projekt bereits in Israel waren.“

Die Reisen, die Begegnungen vor Ort, das Eintauchen in die andere Kultur – all das sei stets aufregend und von zahlreichen Eindrücken geprägt gewesen. „Neben einem Kennenlernen der Kultur und der Gesellschaft Israels, stand und steht die Auseinandersetzung mit der Geschichte beider Länder im Vordergrund des Projektes“, macht der Pfarrer deutlich.

Auch 2020 findet der Jugendaustausch „LeChaim Israel Belzig“ statt. Hier ein Bild des Projektes von 2006. Quelle: Privat

Der erste Austausch fand 2005 statt. Ins Leben gerufen wurde er seinerzeit von Helmut Kautz und Lukas Kriegler, feiert also 2020 sein 15-jähriges Bestehen. „Am 12. Mai 1965 wurden offiziell die diplomatischen Beziehungen zwischen Israel und Deutschland aufgenommen“, sagt Helmut Kautz. „Heute, 55 Jahre später, gibt es im Rahmen dieser Beziehungen zahlreiche Austauschprojekte, die wichtige Begegnungen zwischen Jugendlichen aus beiden Ländern möglich machen.“

Auch die israelischen Jugendlichen kommen in Begleitung ihrer Lehrerin Anat Alon zum Gegenbesuch nach Bad Belzig. Neben zahlreichen Gedenkstätten und Museen in Berlin, besuchten die Gruppen zudem beispielsweise die Sehenswürdigkeiten von Potsdam.

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„Das anschließende Wettrudern auf der Havel war neben dem Besuch der Steintherme in Bad Belzig und der Reha-Klinik „Hoher Fläming“ nur eine von zahlreichen Aktivitäten, die den israelischen Gästen stets Spaß bereitete“, erinnert sich Helmut Kautz.

„Am Wichtigsten aber sind die über Jahre gewachsenen Beziehungen zwischen Deutschen und Israelis, Christen, Juden und Atheisten. So kann Versöhnung und Verständigung gelingen.“

Von Josephine Mühln

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