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Brück Keine Alternative für Windradstandort
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück Keine Alternative für Windradstandort
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15:49 13.12.2019
In einem Bürgercafé informierte Lars Roskoden von der Firma Energiequelle über die Vorplanung zum Bau eines Windrades im Gewerbegebiet Brück . Quelle: Thomas Wachs
Brück

Für das im Gewerbegebiet Brück erwogene Windrad gibt es keinen alternativen Standort. Davon gehen der Brücker Amtsdirektor Marko Köhler und Bürgermeister Matthias Schimanowski (Pro Brück) nun aus. Sie hatten das Gespräch mit den Investoren von den örtlichen Granitfirmen Mattes und Rex-Granit gesucht. Sie wollen den Stromerzeuger gemeinsam mit der Firma Energiequelle auf ihrem privaten Gelände errichten, um auch zur Stromversorgung der Granitfirmen beizutragen.

Doch ist der Standort bei vielen Anwohnern am Stadtrand von Brück sowie bei einigen Nachbarn im Gewerbegebiet umstritten. Es gab Proteste, Petitionen und Unterschriftensammlungen gegen das Vorhaben.

Mindestens 5000 Meter Abstand nötig

Vor allem auch gesetzliche Vorgaben zu Abstandsflächen machten jedoch keinen anderen Standort im Außenbereich möglich. Das sei auf Wunsch der Stadtverordneten jetzt geprüft worden.

Geplant ist Windrad auf einem privaten Acker neben den Granitfimen am Rande des Brücker Gewerbegebietes. Quelle: Thomas Wachs

Über das abschlägige Ergebnis informierten Köhler und Schimanowski am Donnerstagabend in der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung. „Vorgeschrieben sind aktuell mindestens 5000 Meter Abstand per Luftlinie zu bestehenden Windparks“, sagte der Amtsdirektor. Relevant seien in dem Fall die Anlagen im Windpark bei Schlalach.

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Die von den in der Bürgerinitiative „Gegenwind Brück“ organisierten Gegnern als „Monster-Windrad“ bezeichnete Anlage soll am Gregor-von-Brück-Ring auf einem Firmengrundstück am Rande des Gewerbegebietes stehen. Das Windrad modernster Bauart könnte eine geplante Nabenhöhe von 160 Metern bei einer Rotorblattlänge von 75 Metern haben.

Genehmigungsverfahren läuft an

Nach Angaben von Bürgermeister Schimanowski wollen die Investoren und ihr Dienstleister von der Firma Energiequelle im ersten Quartal des neuen Jahres das Genehmingungsverfahren anstreben. Dann sollen die Antragsunterlagen beim zuständigen Landesamt für Umwelt eingereicht werden.

Von Thomas Wachs

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