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Brück Ein zauberhafter Garten voller Rhododendron: Klaus Schröters große Liebe
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück Ein zauberhafter Garten voller Rhododendron: Klaus Schröters große Liebe
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14:28 31.05.2019
Stolz auf die Blütenpracht seiner Rhododendren: Klaus Schröter. Quelle: Johanna Uminski
Borkheide

Eine Farbenpracht aus tiefroten, weißen, violetten und rosaroten Blüten schmückt das über 1000 Quadratmeter große Grundstück von Klaus Schröter. Der Borkheider steht fast täglich selbst im Garten und kümmert sich um das Wohl seiner Pflanzen und Blumen. Egal ob harken, pflanzen, züchten oder wässern – dem 94-Jährigen ist fast keine Arbeit zu schwer. 

Rhododendren und Azaleen haben es Klaus Schröter aus Borkheide besonders angetan. Der Garten des 94-Jährigen ist eine wahre Blütenpracht. Klaus Schröter ist stolz, dass er sich noch um alles selbst kümmern kann.

In diesem Jahr erfreut er sich vor allem an der besonders großen Blütenpracht der Rhododendren und Azaleen und gibt ein paar Tipps für alle Hobbygärtner oder die, die es noch werden wollen. „Ich bin dem Rhododendron verfallen“, sagt der Borkheider über seine Liebe zu diesem Gewächs.

Prächtige Farbenkleckse, vielfältige Formen und üppige Blüten strecken sich über den gesamten Garten von Klaus Schröter. In diesem Jahr blühen vor allem seine geliebten Rhododendren besonders gut, berichtet der 94-Jährige. Das Erfolgsrezept für seine florierenden Schätze sei ganz einfach. „Man muss nicht nur Treue zu seiner Frau, sondern auch Treue zu seinen Pflanzen zeigen“, sagt der Hobbygärtner, der im Frühjahr die Rhododendren düngt.

Viel Zeit und Aufmerksamkeit

Wichtig sei dieser Pflanze vor allem genügend Wasserzufuhr. Auch an frostfreien Tagen wässert der Borkheider seine Blumen. „Wenn Rhododendren immer was zu trinken bekommen, dann sind sie sehr dankbar – das sieht man dann im Frühjahr an ihren Blüten“, weiß er. Am meisten bevorzugt das Heidekrautgewächs im Garten ein halbschattiges Plätzchen.

Den Rhododendren, die im Garten von Klaus Schröter in den unterschiedlichsten Farben, Blattformen und Blütengrößen vorzufinden sind, schenkt er besonders viel Zeit und Aufmerksamkeit. „Damit die Pflanze das Wasser besser aufnehmen kann, befreie ich den Boden im Frühjahr von den Kiefernnadeln und lockere mit der Harke den Boden auf.“ Hier ist vor allem Fingerspitzengefühl gefragt, um nicht zu viel Erde abzutragen oder die Wurzeln zu verletzten.

„Der Rhododendron ist ein sehr ausgeprägter Flachwurzler, wie die Buchsbäume auch“, weiß Schröter. Auch den Borkheider Bodengegebenheiten müsse man sich anpassen. „In Borkheide stoßen sie nach etwa 20 Zentimetern bereits auf Sand, etwas tiefer kommt dann schon eine Kieselschicht. In Alt Bork, das nur wenige Kilometer von uns entfernt ist, finden sie in einer Tiefe von 60 Zentimetern Wasser.“

Zwei Arten in Deutschland heimisch

Rhododendron gehört zu den wichtigsten und anspruchsvollsten Blütensträuchern.

Die Gattung gehört zur Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae) und besteht aus über 1000 Arten.

Das Heidekrautgewächs reicht vom 15 Zentimeter hohen Zwergstrauch bis zum 20 Meter hohen Baum.

Die meisten Arten stammen aus Ostasien und wachsen dort in artenreichen Laub- und Mischwäldern auf sauren und übredies gleichmäßig feuchten Rohhumusböden.

Zwei Arten sind in Deutschland heimisch: die Rostblättrige Alpenrose und die Bewimperte Alpenrose.

Der Azaleen gehört wegen der großen Ähnlichkeiten heute ebenfalls zu den Rhododendren.

Der botanische Name Rhododendron stammt aus dem Griechischen und heißt übersetzt „Rosenbaum“.

Damit auch in Borkheide Rhododendren gut wachsen können, gab ein Gärtnermeister Klaus Schröter vor vielen Jahren den Tipp, ein Pflanzloch mit einer Größe von 50 mal 50 Zentimetern zu graben und dort die Blumen in Rohhumusboden einzupflanzen. „Hier kommt es auf die Pflanzvorbereitung an.“

Borkheider Boden bekommt Rosen nicht

In seiner Heimat Plenschütz (Sachsen-Anhalt) hatte Klaus Schröter eine große Leidenschaft: er züchtete, veredelte und okulierte Rosen. „Das konnte ich hier leider nicht mehr fortführen, da der Borkheider Boden den Rosen nicht besonders bekommen ist“, erzählt Schröter, der 1990 mit seiner Familie nach Borkheide gezogen ist.

Besonders stolz ist Klaus Schröter auf seinen etwa vier Meter hohen Rhododendron. „Das ist einer meiner Lieblinge, die eine derartige Fülle und große Blüte aufweist – das ist unbeschreiblich. Die Pflanze ist nicht weit vom Wasserhahn entfernt und wird immer gewässert – das dankt sie mir jedes Jahr.“

In den letzten Tag war der Rentner damit beschäftigt, Buchsbäumchen, die er selbst züchtet, einzupflanzen. „Mein Rücken und meine Beine haben mir danach ein Signal gegeben, dass ich da wohl etwas zu viel gehockt habe“, sagt der 94-Jährige. Doch ans Aufhören denkt der Borkheider noch lange nicht. „Das macht immer wieder Spaß und ich bin froh und glücklich, dass ich das noch alleine machen kann.“

Von Johanna Uminski

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