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Brück Trotz Spender keine Transplantation: Schlechte Werte machen krebskranker Elaine zu schaffen
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück Trotz Spender keine Transplantation: Schlechte Werte machen krebskranker Elaine zu schaffen
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17:01 26.09.2019
Elaine verliert trotz der harten und kraftraubenden Zeit nicht ihr Lächeln. Quelle: privat
Borkwalde

Die Freude über den gefundenen Lebensretter für Elaine aus Borkwalde war riesengroß. Unermüdlich hatten in den letzten Monaten Familienmitglieder, Freunde und Bekannte gemeinsam mit dem Verein für Knochenmark- und Stammzellenspenden (VKS) nach einem geeigneten Stammzellenspender für die fünfjährige Elaine gesucht. Das Mädchen ist bereits zum zweiten Mal an Blutkrebs (Leukämie) erkrankt. Ende September sollte es soweit sein, die lebensrettende Transplantation war geplant.

Nun kommt die erschütternde Nachricht: Ein MRD-Wert ist schlecht, so dass nicht transplantiert werden kann. MRD bedeutet, dass eine geringe Anzahl Krebszellen nach der Behandlung in Blut oder Knochenmark des Patienten verbleiben. „Nach der letzten Chemo war der Wert zwar besser, aber nicht gut genug, um zu transplantieren“, erklärt Naqya Rathod, die Mama von Elaine. „Die Diagnostik des Knochenmarkes ist wieder ein wenig schlechter geworden, die Krebszellen wachsen trotz Chemo.“

Die Dauerinfusion ist für 28 Tage geplant

Vor zwei Tagen habe man nun mit einer Immuntherapie begonnen. „Die Dauerinfusion ist für 28 Tage geplant. Ein Beutel bleibt vier Tage dran und wird dann gewechselt“, erklärt Naqya Rathod. Nach der Therapie sei eine erneute Punktion geplant, um zu kontrollieren, ob der Wert in Ordnung sei, berichtet die Borkwalderin weiter. „Die Konditionierung mit Bestrahlung und Chemo ist erst für danach angedacht, in der Hoffnung, dass die Werte bis dahin besser sind.“

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Das Medikament, das Elaine als Infusion verabreicht bekommt, sei seit vier Jahren zugelassen, befinde sich aber noch in einer Studie, so Rathod weiter. „Dieses Medikament greift gezielt die Oberfläche der Leukämiezelle an. So sollen die Leukämiezellen vernichtet werden.“

Fieber und Schüttelfrost als Nebenwirkungen

Die Infusion ist kein Chemomedikament, sondern ein Therapieelement im Rahmen einer Chemo, berichtet die 25-Jährige. Als Reaktion auf das Medikament kämpfe Elaine mit grippeähnlichen Symptomen, berichtet die Mutter weiter. „Elaine hat Fieber, Glieder- und Kopfschmerzen, Schüttelfrost und ist schlapp. Sie bekommt auch wieder Antibiotika.“ Nach der ersten Nacht zeigte Elaine bereits Reaktionen auf die Infusion.

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„Sie hatte 40 Grad Fieber und es ging ihr die ganze Nacht echt schlecht. Ich habe wieder Befürchtungen, aber wir sind hier in guten Händen und ich hoffe, dass die Reaktionen im Rahmen bleiben.“ Alternativen gebe es kaum, berichtet sie weiter. „Wir müssen das jetzt machen, weil es im Moment nicht die Möglichkeit gibt noch mehr Chemo zu geben, weil das nichts bringen würde.“

Erneute Prüfung, ob der Spender noch in Frage kommt

Nach der Immuntherapie werde eine erneute Prüfung und Suche nach einem Stammzellenspender für Elaine gestartet, so die Mutter weiter. „Es wird geprüft, ob der Spender überhaupt noch in Frage kommt, ob er überhaupt noch spenden darf und will.“ Auf jeden Fall müssen sich für den erneuten Anlauf einer Stammzellenspende die Werte von Elaine verbessern, so die Borkwalderin.

„Es ist wichtig, dass wir die Transplantation bald machen können.“ Elaine ist sehr tapfer, musste vor ein paar Tagen auch eine Zahnoperation über sich ergehen lassen. „Bei der letzten Chemotherapie kämpfte Elaine mit einer Schleimhautentzündung. Zähneputzen war unmöglich in dieser Zeit. Das hat Schäden hinterlassen, sodass fünf Zähne gezogen werden mussten. Aber die Zahnfee war schon da und hat die Zähne mitgenommen.“

Von Johanna Uminski

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