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Brück Widerstand gegen Windradprojekt
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück Widerstand gegen Windradprojekt
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19:00 24.03.2019
Im Bürgercafé informierte auch Projektentwickler Lars Roskoden zum Plan für ein Windrad im Gewerbegebiet Brück. Quelle: Thomas Wachs
Brück

Pro und Contra zu den Windkraftplänen gab es am Sonnabend anlässlich des Bürgercafés in den Brücker Granitwerken der Familie Mattes. Im Gewerbegebiet hatten die Unternehmer gemeinsam mit ihren für das Projekt gebundenen Experten der Firma Energiequelle zum Tag der offenen Tür geladen. Vorgestellt wurde der Plan zum Bau eines insgesamt circa 235 Meter hohen Windrades auf dem privaten Acker-Grundstück am Rande des Industriegebietes.

Unternehmer setzt auf Transparenz

„Wir wollen das Projekt von Anfang an transparent vorstellen und den offenen Dialog mit allen Seiten suchen“, sagt Marcus-Oliver Mattes. Das Windrad soll helfen, den großen Strombedarf der Granitverarbeiter mit zwölf Beschäftigten aus eigenen Quellen zu decken. Gerechnet wird mit gut drei Jahren Planungszeit.

Beim Tag der offenen Tür ist das Projekt für ein Windrad im Gewerbegebiet Brück vorgestellt worden.

Ihre Bedenken zum Projekt deutlich gemacht haben am Sonnabend bereits Nachbarn aus dem Gewerbegebiet sowie Bewohner aus der Lindenstraße am Stadtrand von Brück. Diese artikulierten sie zum Bürgercafé in Begleitung eines Rechtsanwaltes.

Beeinträchtigungen befürchtet

„Wir fürchten Beeinträchtigungen für unsere Wohnqualität und für die Beschäftigten im Gewerbegebiet, die nahe an der Anlage täglich arbeiten“, sagte Thomas Haseloff, Anwohner und Landwirtschaftsunternehmer aus der Lindenstraße, gegenüber der MAZ. „Hier in der Lindenstraße sind so gut wie alle dagegen“, so Haseloff.

Mit Spezialbrillen erkunden Besucher des Brücker Bürgercafés virtuell ein Windrad. Quelle: Thomas Wachs

Lars Roskoden, Projektverantwortlicher der Firma Energiequelle, verwies auf umfangreiche Untersuchungen zu möglichen Beeinträchtigungen von Menschen, Tieren und Umwelt, die im Rahmen des Antragsverfahrens jetzt abzuarbeiten sind. Das schließe Analysen zu Abstandflächen, Schallimmissionen sowie Schattenwurf mit ein. Geführt wird das Genehmigungsverfahren vom Landesamt für Umwelt. Der Abstand des Windrades zur nächsten Wohnbebauung in der Brücker Lindenstraße werde mehr als 1000 Meter betragen.

Neue Regeln gelten bald

Zum Tragen kommen würden bei dem Projekt dann auch neue Regeln, die ab Juli 2020 eine Abschaltung der von vielen Anliegern als störend empfundenen Blinklichter an Windrädern vorschreibt. Dazu arbeite die Firma Energiequelle an einem Radarsystem. Das soll künftig dafür sorgen, dass sämtliche Windkraftanlagen im Bereich von Brück über Treuenbrietzen bis in das Dahmeland im Kreis Teltow-Fläming hinein nur dann die Warnbeleuchtung einschalten müssen, wenn sich tiefer fliegende Luftfahrzeuge ihnen nähern.

Neue Regeln gibt es bald auch für die finanzielle Beteiligung von Kommunen im direkten Umfeld von Windrädern. Sie sollen künftig von den Einnahmen profitieren dürfen. „Dazu schwebt uns auch für Brück ein Stiftungsmodell vor oder eine neue Regelung, wie sie aktuell im Landtag noch diskutiert wird“, erklärt Lars Roskoden.

Von Thomas Wachs

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