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Brück Mit Krimimelodien Verbrechen vorbeugen
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück Mit Krimimelodien Verbrechen vorbeugen
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18:18 20.06.2018
Karina Mollenhauer vom Präventionsteam der Polizei erklärt dem Publikum, woran es einen gefälschten Polizistenausweis erkennen kann. Quelle: Andreas Trunschke
Brück

Für Karina Mollenhauer ist es eine Premiere. Die Polizistin aus dem Präventionsbereich der Polizei ist es gewohnt, den Menschen zahlreiche Sicherheitsaspekte zu erklären, doch untermalt vom Landespolizeiorchester Brandenburg macht sie das zum ersten Mal.

Titelmelodien des Polizeirufes

Unter seinem Dirigenten Jürgen Bludowsky spielt das Orchester auf den Festwiesen des „Schützenhauses“ in Brück, was das Repertoire an polizeirelevanter Musik hergibt.

Unter dem Motto „Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“, erklingen die Titelmelodien des Polizeirufes und der Derrick-Serie ebenso wie die der Olsenbande und des rosaroten Panthers. Thomas Petersdorf moderiert locker durch den Nachmittag.

Das Landespolizeiorchester macht mit seinem Präventionskonzert Halt in Brück. Es überraschte die Zuschauer mit außergewöhnlichen Sicherheitsvorkehrungen und brachte sogar Senioren zum Tanzen. Sehen Sie hier die schönsten Eindrücke der Veranstaltung.

Tatortkommissare sind präsent

Als er das Publikum nach bekannten Tatortkommissaren fragt, fallen die Namen der Kommissare Brunetti und Rex, auch noch Derrick und Krause, aber schon bei Thiel und Börne wird es eng.

Die Veranstaltung richtet sich an Senioren und viele sehen keine Krimis mehr, wie einige Zurufe aus dem Publikum verdeutlichen.

Zuschauer sind begeistert

Die Musikstücke kommen bei den Besuchern gut an, so auch bei Renate und Wolfgang Wallert aus Bad Belzig: „Wir sind Blasmusikfans. Dieser Klangkörper kann sich hören lassen.“

Auch Ingrid Eichholz aus Brück gefällt die Musik. Beschwingt tanzt die Dame mit ihrem Krückstock den abschließenden „Schutzmanns-Marsch“ von Paul Lincke aus der Operette „Frau Luna“ mit.

Schutz vor dem Enkeltrick

Zwischendurch erklärt Mollenhauer etwa, wie man sich beim Enkeltrick verhält: „Wir hatten erst im Mai wieder einen Fall in Potsdam-Mittelmark“, sagt sie.

Wer am Telefon hört: „Rate mal, wer hier ist“, sollte misstrauisch sein und keinesfalls einen Namen nennen. Geld gibt es nicht an Boten, sondern nur an den Zuwendungsempfänger, im Zweifelsfall solle man sich mit der Familie beraten.

Gefälschter Polizeiausweis

Weniger bekannt war vielen Gästen, dass zwar die 110 angerufen werden könne, aber niemals von dieser Nummer aus angerufen wird.

Um „falsche Polizisten“ leichter entlarven zu können, erklärt Mollenhauer den Polizeiausweis. Dieser sei hellblau mit Polizeistern. Wer an der Echtheit des Ausweises zweifle, könne sich bei der Dienststelle rückversichern.

In der Stadt Brandenburg und im Kreis Potsdam-Mittelmark gab es in diesem Jahr bereits fünf Fälschungsfälle.

Weniger Delikte im Kreis

Insgesamt geht die Kriminalität in Potsdam-Mittelmark jedoch ebenso leicht zurück wie in ganz Deutschland, wie der zuständige Revierleiter der Polizei, Silvio Geist, berichtet.

Er ist mit elf Kollegen für die Region zwischen Ziesar und Treuenbrietzen zuständig. Probleme bereiten im Moment vor allem Fahrraddiebstähle an Bahnhöfen und Sachbeschädigungen.

Polizisten beraten auch zu Haus

Um Delikten vorzubeugen, berate das Präventionsteam auch gern zu Hause, versicherte Mollenhauer.

Das betreffe vor allem den Schutz des Eigenheims vor Einbrüchen: „Auch wer nur kurz weggeht, sollte seine Abwesenheit nicht sichtbar machen“, erklärte sie. So sollte zur Vorbeugung etwa der Briefkästen immer geleert und eine Fernsehsimulatoren geschaltet werden.

Von Andreas Trunschke

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