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Brück Musiker aus Borkwalde: Zwei Schicksalsschläge führten Dorian Amon zum Glück
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück Musiker aus Borkwalde: Zwei Schicksalsschläge führten Dorian Amon zum Glück
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08:12 21.07.2019
Gesang und Gitarre live: Auf seine Auftritte bereitet sich Dorian Amon immer gut vor. Dem Neu-Borkwalder gibt die Musik Entspannung und Sicherheit. Quelle: Johanna Uminski
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Borkwalde

Die Musik gibt ihm Entspannung und Sicherheit. Live-Auftritte sorgen bei Dorian Amon für magische Momente, die er genießt und die ihn beflügeln. Der gebürtige Berliner wohnt seit Dezember 2018 mit seiner Familie in Borkwalde, die der Großstadt entfliehen wollte. Seit vier Jahren ist er Vollzeitmusiker, spielt Gitarre und singt. 

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Das Repertoire reicht von Pop-Rock-Hits bis Folk und umfasst Songs aus den 60er-, 70er-, 80er- Jahren bis heute. Auf spezielle Musikwünsche seiner Auftraggeber geht der 33-Jährige ein, der vor allem für Feste, Feiern und Hochzeiten gebucht wird. Der studierte technische Umweltschützer schreibt und komponiert auch eigene Songs.

Zur Musik ist Dorian Amon zufällig gekommen, auch wenn die Musik ihn sein Leben lang begleitet hat. Sein Vater spielte Gitarre und seine Mutter sang in Chören, berichtet der Neu-Borkwalder. Mit 15 Jahren griff er zum ersten Mal zur Gitarre – ein Geschenk einer Freundin von seiner Mutter.

Schicksalsschlag in seiner Jugendzeit

„Als ich dazu gesungen habe, dann war das für mich wie ein Wunder, dass ich so etwas kann“, erinnert er sich. Dorian Amon ist sich sicher, dass das mit der frühkindlichen Förderung seiner Eltern zu tun hatte. „Je mehr Zeit man mit Musik verbringt, umso besser – vor allem, wenn man Musik selber macht.“ Sein Vater ist sehr musikaffin, erzählt er.

Ein schwerer Schicksalsschlag in seiner Jugendzeit bleibt Dorian Amon bis heute im Gedächtnis und führte ihn letztendlich dazu, selbst Musik zu machen. „Zu Weihnachten war in unserem Wohnhaus ein Brand ausgebrochen, bei dem wir alle schwere Brandverletzungen erlitten haben. Das war ein schlimmes Erlebnis, das viel veränderte“, sagt er.

Musik ist für Dorian Amon zum Rückzugsort geworden. Quelle: Johanna Uminski

Die Musik wurde für ihn zu einem Rückzugsort, um dem Stress zu entfliehen. Die Anerkennung seiner Freunde und in der Familie motivierten ihn ebenfalls mit der Musik weiterzumachen. „Ich konnte Gitarre spielen und singen, ohne dass ich viel dafür geübt habe.“

Nach dem Abitur begann Dorian Amon in Berlin Technischen Umweltschutz zu studieren. Die Musik trat in den Hintergrund, bis er 2015 bei einem Fahrradunfall lebensbedrohlich verletzt wurde. „Ich war mit dem Fahrrad auf dem Rückweg von der Arbeit und wurde von einem abbiegenden Auto erwischt“, berichtet er. Die Genesungszeit beschreibt er als belastend.

Klare Pläne für die Zukunft

„Ich bin zu der Zeit mental ein wenig durchgedreht und machte dann unnormale Dinge.“ Sichtlich noch vom schweren Fahrradunfall gezeichnet und mit einem Kopfverband zog der Berliner mit seinen Freunden durch Clubs. „Zu der Zeit traf ich auch meine Frau“, erzählt der Borkwalder.

Das junge Paar hat mittlerweile eine dreijährige Tochter. Für die Zukunft hat der Familienvater klare Pläne. „Ich möchte Gitarrenunterricht geben und wir träumen schon lange vom eigenen Haus.“ Und noch einen großen Wunsch hat Dorian Amon. „Ich hoffe, dass ich Musik machen kann, so lange es im hohen Alter möglich ist.“

Von Johanna Uminski