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Brück Umbau: Netto-Markt schließt am Samstag für drei Monate
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück Umbau: Netto-Markt schließt am Samstag für drei Monate
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15:52 29.03.2019
Kurz vor der Schließung: Maja (10) und ihr Bruder Elias (1) freuen sich, noch was Süßes abbekommen zu haben. Quelle: Johanna Uminski
Brück

Am Sonnabend ab 16 Uhr schließt der Netto-Markt in Brück für knapp drei Monate seine Türen. In den nächsten Wochen folgen umfangreiche Umbaumaßnahmen, deren Anfänge bereits im Außenbereich zu sehen sind.

Die Zukunft des Marktes beschäftigt die Stadt schon länger. 2017 hatte zeitweilig zur Debatte gestanden, den jetzigen Markt ganz zu schließen, weil eine Erweiterung der Verkaufsfläche nicht realisierbar schien. Netto plante stattdessen, im rechten Winkel zum dann leer stehenden Gebäude einen Neubau in Eigenregie zu schaffen.

Breiteres Warenangebot erwartet

Nach dem Umbau können sich die Kunden über eine größere Verkaufsfläche und ein breiteres Warenangebot freuen. Außerdem entsteht im Eingangsbereich ein Bäcker mit einem Café.

In der Zeit vom 30. März bis zum 25. Juni bleibt der Netto-Markt in Brück wegen des Umbaus geschlossen. Quelle: Johanna Uminski

Als Alternative können die Brücker Einwohner auf einen weiteren Einkaufsmarkt im Ort zurückgreifen oder auf Bad Belzig oder Borkheide ausweichen.

Matthias Schimanowski, Brücker Bürgermeister, hofft, dass die Übergangszeit für die Einwohner erträglich ist. „Es ist nicht schön, was die Bürger hinnehmen müssen. Zweieinhalb Monate müssen sie in den sauren Apfel beißen – aber danach haben sie einen wunderschönen Markt.“

Markt soll aufgeräumter wirken

„Für die Kunden aus der Umgebung bleibt währenddessen die Nahversorgung durch die Märkte in der Friedrich-Engels-Straße 55 in Borkheide und Am Bahnhof 1 in Kloster Lehnin erhalten“, sagt Christina Stylianou, Leiterin Unternehmenskommunikation von Netto Marken-Discount.

Ziel des Umbaus sei, die Markenatmosphäre zu beruhigen, Designelemente anzupassen und die Marktstruktur klarer gegenüber dem Kunden zu kommunizieren, so Stylianou weiter.

„Die Farbgebung des Filialauftritts ist hier im Innen- und Außenbereich an der Unternehmensfarbe gelb orientiert. Zudem wurden teilweise zugunsten einer freien Sicht auf Deckenhänger verzichtet, sodass das Filialgesamtbild sehr aufgeräumt und beruhigt wirkt.“

Seit 1995 existiert die Netto-Filiale in Brück.

Am 25. Juni um 7 Uhr öffnet der Markt wieder seine Türen.

Klaus-Dieter Fano wohnt hinter den Bahnschienen in Brück. Er sieht der Schließung des Netto-Marktes entspannt entgegen. „Ich wohne nur 100 Meter vom Penny-Markt entfernt und fahre dort mit dem Fahrrad hin“, erzählt der Brücker. Zu Netto gehe er eher selten.

„Für uns ist es nicht dramatisch, aber ich kann mir schon vorstellen, dass es für die Rentner, die in unmittelbarer Nähe wohnen, problematisch sein könnte.“

Die Schließung des Marktes kommt nicht überraschend. „Die Leute haben sich darauf eingestellt, die Mieter haben sich schon bevorratet und sich um Helfer gekümmert“, sagt Wolfgang Anspach, Vorstandsvorsitzender des Awo-Ortsvereins in Brück.

Er hatte zur Versorgung alleinstehender Bewohner der Seniorenwohnanlage „Brücker Herz“ ein Gespräch mit Lars Nissen, stellvertretender Amtsdirektor. „Er kann diesbezüglich leider keine Hilfe anbieten und auch Netto versucht die Zeit so kurz wie möglich zu halten“, so Anspach.

„Man sollte das nicht zu stark bewerten. Die Aussicht auf ein besseres Angebot und eine langfristige gesicherte Versorgung sind eine positive Entwicklung.“

Seit Wochen ist der Umbau im Außenbereich für die Einwohner gut zu beobachten. Quelle: Johanna Uminski

Ursprünglich sollte es eine Behelfslösung während der Schließzeit des Netto-Marktes geben. Geplant war ein Zeltverkauf im hinteren Bereich des Areals. „Diese Pläne wurden jedoch verworfen, da auch der Außenbereich und das Umfeld mit umgestaltet werden. Ein alternativ geeignetes Grundstück konnte dem Discounter leider nicht angeboten werden“, sagt Lars Nissen.

Nun seien Hilfe zur Selbsthilfe und gegenseitige Nachbarschaftshilfe gefragt. „Sicher werden die Brücker in den fast drei Monaten Mittel und Wege finden“, ist sich der stellvertretende Amtsdirektor sicher.

Man dürfe nicht vergessen, dass selbst die Ausbaupläne von Netto und damit der Fortbestand des Marktes auf der Kippe standen, wäre der Aldi-Markt in Linthe weiter in Betrieb geblieben.

Freude über langfristige Versorgung

Ähnliche Überlegungen gab es vor einigen Jahren selbst beim Penny-Markt, so Nissen weiter. „Dann wären die Brücker einzig und allein auf die Einzelhandelsketten in Linthe und dem Umland angewiesen gewesen. So sind wir froh, dass nach einer kurzen, etwas entbehrungsreichen Zeit, die Versorgung der Brücker Bürger wieder langfristig gesichert ist.“

Von Johanna Uminski

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